Biotechnologie für einen Umbau des Wirtschaftssystems

Deutsch-Französischer Workshop in Berlin: Ersatz fossiler Rohstoffe ist möglich

Biotechnologie für einen Umbau des Wirtschaftssystems

Prof. Dr. Christine Lang ist Mikrobiologin und Vorsitzende des Bioökonomierats der Bundesregierung.

Kunststoffe aus Hefe oder Wirkstoffe aus Milchsäurebakterien sollen in Europa schon bald Alltag werden. Dafür hat sich die Vorsitzende des Bioökonomierates der Bundesregierung, Prof. Dr. Christine Lang, bei einem deutsch-französischen Symposium in Berlin ausgesprochen. Das Ziel von Bioökonomie sei nicht weniger als der Umbau des Wirtschaftssystems durch den weitgehenden Verzicht auf den Einsatz fossiler Rohstoffe.

„Wir haben noch längst nicht alle Mechanismen der Natur erkannt“, erklärte Christine Lang. „Aber das, was wir wissen, können und sollten wir schon heute in großem Umfang nutzen und umsetzen.“ Und das bedeute, nachwachsende Rohstoffe als Basis für die wirtschaftliche Umsetzung in Produkte zu nutzen, die bisher noch gar nicht verfügbar sind oder aus Erdöl und anderen fossilen Rohstoffen entstehen. Der Biotechnologie komme dabei eine wichtige Rolle zu. „Sie ist der Treiber der Innovation in der Bioökonomie“, so Prof. Lang, die mit der Organobalance GmbH in Berlin selbst ein Biotechnologieunternehmen führt.

Dort haben Wissenschaftler unter anderem herausgefunden, wie mit Hilfe von Mikroorganismen natürliche Bernsteinsäure für biologische Kunststoffe entsteht. „Chemie muss mit biologischen und biotechnologischen Prozessen neu gedacht werden, denn daraus können völlig neue Produkte und Materialien entstehen“, so Christine Lang. Beispiele wurden bereits im Sommer 2013 bei der Vorstellung der Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung präsentiert, eine Motorabdeckung aus biologischem Kunststoff etwa, oder ein Kleid, das zu einem Fünftel aus Milchproteinen entstand.

An dem bilateralen Symposium unter dem Titel „Perspektiven der wissensbasierten Bioökonomie: Herausforderungen und Lösungen für die Zukunft“ nahmen neben Wissenschaftlern und Mitgliedern des Bioökonomierates Vertreter von Wirtschaft und Politik aus Deutschland und Frankreich teil. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Französischen Botschaft und dem Netzwerk BioTOP Berlin-Brandenburg. Bildquelle:kein externes Copyright

Die ORGANOBALANCE GmbH gehört als Forschungs- und Entwicklungsunternehmen zu den Technologieführern im Bereich der so genannten probiotischen Bakterien. Hier werden Organismen für die industrielle Biotechnologie sowie eigene bio-basierte Produkte entwickelt. Das Unternehmen wurde 2001 von Prof. Dr. Christine Lang gegründet. An den Standorten in Berlin und Flensburg arbeiten heute rund 30 Beschäftigte für Unternehmen wie BASF und General Mills sowie weitere namhafte Kunden aus den Branchen Lebensmittel, Kosmetik, Futtermittel, Landwirtschaft und Pharma. Christine Lang und die ORGANOBALANCE wurden bereits mit mehreren Unternehmer-Preisen ausgezeichnet.

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