DREXLER: Deutschland soll griechische Privatisierung unterstützen

DREXLER: Deutschland soll griechische Privatisierung unterstützen

MdB Gerhard Drexler: Deutschland soll griechische Privatisierung unterstützen

BERLIN/FREYUNG – Deutschland und andere solvente Länder sollen griechische Staatsunternehmen und Staatsvermögen aufkaufen oder bei der Verwertung mithelfen und damit die Privatisierung Griechenlands unterstützen. Dies hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Gerhard Drexler (Freyung) vorgeschlagen. „Der Kauf von griechischem Staatsvermögen bedeutet mehr Hilfe als ungesicherte Kredite zu vergeben oder Anleihen zu kaufen, die nie zurückgezahlt werden“, sagte Drexler am Dienstag.

In Griechenland gibt es laut Schätzungen staatliches Vermögen im Wert von mehreren hundert Milliarden Euro, beispielsweise Unternehmen aus der Energiewirtschaft, Häfen, Flughäfen oder Immobilien. In der ins Stocken geratenen Privatisierung von Staatsvermögen sieht Drexler einen Grund für das notwendig gewordene neue Hilfspaket. Nur 2,4 Milliarden Euro seien bisher eingenommen worden, bis Ende 2015 sollen es rund 7,2 Milliarden Euro sein. Mit etwa 50 Milliarden Euro Erlösen aus der Privatisierung habe der griechische Staat vor zwei Jahren gerechnet.

Das Privatisierungs-Programm ist Teil der Auflagen der Troika aus EZB, IWF und EU, die Griechenland im Rahmen der Euro-Rettung erfüllen muss. Statt Geld und Blanko-Zusagen für neue Hilfspakete nach Hellas zu schicken, soll Deutschland Drexler zufolge sich am griechischen Unternehmensmarkt beteiligen. „Wir bekommen wenigstens noch eine Gegenleistung in Form von Unternehmenswerten für unser Geld.“ Das helfe beiden Ländern, so MdB Drexler.

Nach dem Vorbild der Versteigerung der deutschen Mobilfunklizenzen kann sich Gerhard Drexler vorstellen, dass das Höchstgebot für griechische Staatsunternehmen entscheidet. An den Versteigerungen sollten beispielsweise Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Staatsfonds aus ganz Europa teilnehmen. Ein späterer Rückkauf durch das wieder erstarkte Griechenland sollte als Option offen gehalten werden, so Drexler.

Bildrechte: privat

Gerhard Drexler (* 31. Januar 1964 in Freyung) ist ein deutscher Politiker der FDP. Drexler besuchte bis 1981 die staatliche Realschule Freyung und absolvierte anschließend eine Ausbildung bei einem Autohaus. 1992 machte er eine Ausbildung zum Versicherungsfachmann am Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft in Soltau und Hamburg, 2007 schloss er sein Studium zum Finanzfachwirt (FH) an der staatlichen Fachhochschule in Schmalkalden ab. Er ist Geschäftsführer des eigenen Finanzmanagement- und Versicherungsmaklerunternehmens.

Gerhard Drexler ist Präsident (2012/13) des Lions-Club Freyung-Grafenau am Nationalpark für das Amtsjahr 2012/13 und Member of the Melvin Jones Fellowship.
Drexler war von 2007 bis 2011 Mitglied im FDP Landesvorstand Bayern, Bundestagskandidat (2005 und 2009) sowie Landtagskandidat (2008 und 2013). Drexler war 2008 Landratskandidat und unterlag damals Landrat Ludwig Lankl (CSU). Seit 2008 ist Gerhard Drexler Kreisrat im Landkreis Freyung-Grafenau und Stadtrat in der Kreisstadt Freyung.

Gerhard Drexler sitzt seit 2011 im Bundesvorstand des Liberalen Mittelstands in Berlin. Drexler vertritt aber auch die Interessen des bayerischen Mittelstand als stellvertretender Landesvorsitzender und niederbayerischer Bezirksvorsitzender des Liberalen Mittelstandes Bayern.

Seit dem 15. Mai 2013 ist er Abgeordneter im Deutschen Bundestag

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