EGRR kritisiert: Bundesregierung belastet private Stromkunden zugunsten privilegierter Unternehmen

EGRR kritisiert: Bundesregierung belastet private Stromkunden zugunsten privilegierter Unternehmen

Gerfried Bohlen von der EGRR kritisiert: private Haushalte werden am Energiemarkt benachteiligt. (Bildquelle: EGRR)

Die Stromtarife steigen stetig. Im Jahr 2000 kostete die Kilowattstunde im Schnitt noch 13,94 Cent, 2016 mittlerweile 28,69 Cent. Zehntausende Verbraucher suchen deshalb regelmäßig nach einem günstigeren Anbieter. „Am Ende ist die Einsparung jedoch minimal oder sie hebt sich durch die staatlichen Abgaben auf. Denn private Haushalte werden generell am Energiemarkt benachteiligt“, bemängelt Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der bundesweit aktiven Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG (EGRR).

Knapp 400 der fast 900 Grundversorger haben allein im Jahr 2016 die Preise bis zu 14,2 Prozent erhöht und das, obwohl beim Großhandel der Strompreis sank. Über den Stromtarif reguliert die Bundesregierung den so genannten freien Markt. „Sie belastet dabei die privaten Haushalte zu Gunsten weniger Privilegierter“, so der EGRR-Experte. Durch die „Besondere Ausgleichsregelung“ des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes würden stromintensive Industrie und Unternehmen von Rabatten und Teil-Befreiungen profitieren. Hinzu kämen Begünstigungen bei der Steuer und den Netzentgelten.

„Bei Unternehmen, die zwischen einer und zehn Gigawattstunden pro Jahr verbrauchen, werden die Kosten anteilig auf zehn Prozent begrenzt. Allein im Jahr 2015 sind 2.180 Unternehmen auf diesem Weg entlastet worden. Dafür mussten von privaten Haushalten insgesamt rund 4,8 Milliarden Euro aufgebracht werden“, erklärt der Energieexperte. Das habe zur Folge, dass bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden jeder Privathaushalt zusätzlich ca. 50 Euro zahlen muss.

„Die Aussagen einiger Politiker, den Energielieferanten wechseln zu können, ist in diesem Zusammenhang irreführend. Denn die staatliche Vorteilsgabe an Unternehmen müssen die Haushalte übernehmen“, bemängelt Bohlen.

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

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