Erstmals eine Frau an der Spitze

Burghilde Wieneke-Toutaoui zur Vorsitzenden des VDI-Bezirksvereins Berlin-Brandenburg gewählt

Erstmals eine Frau an der Spitze

Mit Burghilde Wieneke-Toutaoui steht erstmals eine Frau an der Spitze des VDI-Bezirksvereins Berlin-Brandenburg. Die 1958 in Dülmen (Westfalen) geborene Ingenieurin war am Freitagabend (26. April 2013) zunächst von der Mitgliederversammlung des Vereins in den Geschäftsführenden Vorstand und anschließend in dem Gremium zur Vorsitzenden gewählt worden. Sie löst damit Ulrich Berger ab, der nach sechs Jahren satzungsgemäß das Amt des Vorsitzenden abgeben musste, aber weiterhin als stellvertretender Vorsitzender dem Geschäftsführenden Vorstand angehört.

Burghilde Wieneke-Toutaoui hatte bereits von 1997 bis 2001 im Geschäftsführenden Vorstand des Bezirksvereins – zunächst als stellvertretende Vorsitzende, später als Schriftführerin – mitgearbeitet und sich dann aus beruflichen Gründen vorübergehend aus der Vorstandsarbeit zurückgezogen. Im November 2012 war sie dann wieder in den Erweiterten Vorstand eingetreten.

Auch auf Bundesebene ist Burghilde Wieneke-Toutaoui innerhalb des VDI keine Unbekannte. Anfang 2012 wurde sie zur Vorsitzenden des Netzwerks „Frauen im Ingenieurberuf“ gewählt. Dieses Amt hatte sie bereits von 1999 bis 2004 inne. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Verbesserung der Kommunikation mit den regionalen Arbeitskreisen sowie die Lobby-Arbeit für die Interessen der Ingenieurinnen in und außerhalb des VDI.

Burghilde Wieneke-Toutaoui hat Maschinenbau an der TU Berlin studiert. Nach Abschluss des Studiums wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik Berlin. Sie promovierte 1987 und wurde Gruppenleiterin. 1990 erfolgte die Berufung als Professorin für Industrial Engineering an die Beuth Hochschule für Technik Berlin (damals TFH Berlin).

Von 2003 – 2011 war sie Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Seit dem 1. April dieses Jahres ist sie Präsidentin der Fachhochschule Brandenburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Generativer Fertigungsverfahren und des Lean Manufacturing. Sie ist darüber hinaus Mitglied des Vorstandes des Kompetenzzentrums Technik – Diversity – Chancengleichheit, Jury-Mitglied des Berliner Chancengleichheitsprogramms und als Gutachterin tätig. Familie und Beruf vereinbart sie als Mutter dreier inzwischen erwachsener Kinder seit Jahren erfolgreich.

Ebenfalls neu in den Geschäftsführenden Vorstand gewählt wurde von der Mitgliederversammlung Heinz-Michael Ehrlich, der bereits seit Mitte 2012 im Erweiterten Vorstand mitarbeitet und Leiter des VDI-Arbeitskreises Kunststofftechnik ist. Ausgeschieden aus dem Geschäftsführenden Vorstand ist Karl-Heinz Schlaiss, dessen Amtsdauer abgelaufen war und der nicht mehr kandidierte. Neben Burghilde Wieneke-Toutaoui, Berger und Ehrlich gehören dem Geschäftsführenden Vorstand noch Sandra Neuwirth, Siegfried Brandt und Peter Herger an.

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Ingenieure brauchen eine starke Vereinigung, die sie bei ihrer Arbeit unterstützt, fördert und vertritt. Diese Aufgabe übernimmt der VDI Verein Deutscher Ingenieure. Seit über 150 Jahren steht er Ingenieurinnen und Ingenieuren zuverlässig zur Seite. Mehr als 12.000 ehrenamtliche Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur Förderung des Technikstandorts Deutschland. Das überzeugt: Mit über 150.000 Mitgliedern ist der VDI bundesweit die mit Abstand größte Ingenieurvereinigung. Der Bezirksverein Berlin-Brandenburg ist einer von 45 VDI-Bezirksvereinen. Er ist in seiner Region zuständig für die Betreuung seiner derzeit über 6.000 Mitglieder und aller Technikinteressierten. Der Landesverband Berlin-Brandenburg ist die Vertretung der VDI-Interessen auf Bundeslandebene und Ansprechpartner für die Landesregierung, das Parlament, Kammern, Industrie und gesellschaftliche Gruppen. Er hat ferner die Aufgabe, die Zusammenarbeit mit anderen technisch-wissenschaftlichen Einrichtungen zu verbessern.

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