Europawahl 2019: Das Thema Demenz muss zur Priorität werden

Europawahl 2019: Das Thema Demenz muss zur Priorität werden

(Mynewsdesk) Berlin, 2. Mai 2019. Vom 23. bis 26. Mai wählen die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) zum neunten Mal das Europäische Parlament. Gemeinsam mit Alzheimer Europe und anderen nationalen Alzheimer-Gesellschaften fordert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) die Kandidatinnen und Kandidaten im aktuellen Europawahlkampf auf, sich für das Thema „Demenz“ einzusetzen und die gemeinsame „Absichtserklärung Demenz zur Europawahl“ zu unterzeichnen.

In Europa leben etwa 9,1 Millionen Menschen mit einer Demenz. Weil die europäische Bevölkerung immer älter wird, steigt diese Zahl bis zum Jahr 2040 voraussichtlich auf 14 Millionen Menschen. Diese Entwicklung stellt alle Länder vor Herausforderungen. Bislang stehen keine Medikamente zur Verfügung, die die Krankheit heilen könnten. Ebenso ist der Zugang zu Diagnose, Behandlung und guter Pflege in den EU-Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich.

„Um die Krankheit zu bekämpfen und Möglichkeiten der Prävention besser zu nutzen, brauchen wir gemeinsame Anstrengungen sowohl auf europäischer als auch auf deutscher Ebene“, erklärt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und Vorstandsmitglied von Alzheimer Europe.

Menschen mit Demenz brauchen eine demenzfreundliche Umgebung, damit sie möglichst lange selbstständig bleiben können. Ihre Angehörigen übernehmen mit der Begleitung, Betreuung und Pflege eine verantwortungsvolle Aufgabe, die in der Regel viele Jahre dauert. Sie erhalten bei den Alzheimer-Gesellschaften Beratung sowie Informationen zu Unterstützungs- und Entlastungsangeboten.

In der Absichtserklärung verpflichten sich die Unterzeichnenden, der  Europäischen Alzheimer´s Alliance beizutreten,  Demenz Partner zu werden sowie das Thema „Demenz“ zu einer Priorität zu erklären und Folgendes zu fordern:

* Die Erhöhung des EU-Budgets für eine bessere Forschung und eine bessere Kooperation in diesem Bereich
* Die Aufsetzung einer Europäischen Forschungsmission zur Prävention und Heilung der Alzheimer-Krankheit und anderer Demenzerkrankungen
* Die Entwicklung einer Plattform zum Austausch guter Praxisbeispiele zwischen den Europäischen Ländern
* Die Anerkennung der Demenz als Behinderung und die entsprechende Einbeziehung der Demenz in die EU-Behindertenpolitik
* Die Würdigung der Leistung von Angehörigen in der Pflege von Menschen mit Demenz in der Sozialpolitik
Erste Kandidatinnen und Kandidaten von CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP haben die Absichtserklärung bereits mitgezeichnet. „Wir freuen uns über die positiven Reaktionen. Sie zeigen, dass das Thema Demenz parteiübergreifend Relevanz hat“, so Sabine Jansen.

Die „Absichtserklärung Demenz zur Europawahl“ sowie weitere Informationen zu den Aktivitäten der DAlzG und von Alzheimer Europe zur Europawahl 2019 finden Sie auf der  Internetseite der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz

Hintergrund

Heute leben in Deutschland etwa 1,7 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60 Prozent davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft engagiert sich für ein besseres Leben mit Demenz.

Sie unterstützt und berät Menschen mit Demenz und ihre Familien. Sie informiert die Öffentlichkeit über die Erkrankung und ist ein unabhängiger Ansprechpartner für Medien, Fachverbände und Forschung. In ihren Veröffentlichungen und in der Beratung bündelt sie das Erfahrungswissen der Angehörigen und das Expertenwissen aus Forschung und Praxis. Als Bundesverband von 134 Alzheimer-Gesellschaften unterstützt sie die Selbsthilfe vor Ort. Gegenüber der Politik vertritt sie die Interessen der Betroffenen und ihrer Angehörigen.

Die DAlzG setzt sich ein für bessere Diagnose und Behandlung, mehr kompetente Beratung vor Ort, eine gute Betreuung und Pflege sowie eine demenzfreundliche Gesellschaft. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Nummer 030 – 259 37 95 14.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz

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