Gebrauchtwagen: Preise mit geringer Volatilität

VMF-Restwertindex für das Kalenderjahr 2016: Wert für gebrauchte Leasingfahrzeuge zum Jahresende leicht rückläufig / Preise stabil über 36 % der UPE / Fahrzeuge aus dem Abgasskandal nicht berücksichtigt

Gebrauchtwagen: Preise mit geringer Volatilität

Marktwerte, bereinigt um die VW Dieselfahrzeuge, die vom Abgasskandal betroffen sind.

Die Marktpreise für Gebrauchtwagen als typische Leasingrückläufer gaben im letzten Quartal 2016 leicht nach. „Im Dezember 2016 und auch im Januar 2017 lag der VMF-Restwertindikator nur noch knapp über 36 Prozent“, sagt Michael Velte, Vorstandsvorsitzender des VMF – Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften und Geschäftsführer der Deutsche Leasing Fleet GmbH. Zuvor bewegte sich der Index im Kalenderjahr 2016 kaum und lag durchgehend nah an der 36,5 Prozent-Marke des unverbindlich vom Hersteller empfohlenen Neuwagenpreises. „Wir haben nun seit fast drei Jahr ein fast unverändertes Preisniveau und auch für 2017 sehen wir bei der derzeitig geringen Volatilität der Marktpreise keine Anzeichen, dass sich das ändern wird“, so der VMF-Chef. Nimmt man allerdings die von der Abgasaffäre betroffenen Fahrzeuge mit in die Betrachtung, dann trübt sich das Bild verkaufter Leasingrückläufer schon deutlich ein.

Auch die Nachfrage nach gebrauchten Pkw blieb stabil. Bei einem Fahrzeugbestand von rund 55 Millionen in Deutschland (davon 45 Millionen Pkw), wechselten 7,4 Millionen Pkw den Besitzer. Ein Plus von rund drei Prozent. 95 Prozent der gebrauchten Pkw wurden von Privatpersonen erworben. Der durchschnittliche Wiederverkaufswert eines drei Jahre alten Fahrzeuges liegt mit 36 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung (UPE) der Hersteller auf einem guten Niveau. Das zeigte der VMF-Restwert-Indikator für das Kalenderjahr 2016. Der Index berücksichtigt dabei weiterhin die vom VW-/Audi-Abgasskandal betroffenen Dieselfahrzeuge nicht, da das Gesamtmarkt-Ergebnis nicht verfälscht werden sollte. Hintergrund: Die noch nicht umgerüsteten Fahrzeuge wurden in der leasingtypischen Laufzeit und -leistung spürbar weiter unter Wert verkauft als die vergleichbaren Fahrzeuge vor der Abgasaffäre. „Da die Rückrufaktionen im vollen Gange sind, ist geplant, die nächste Auswertung wieder mit den genannten Dieselfahrzeugen zu fahren, also vollständig“, sagt Velte.

Velte weist nochmal ausdrücklich darauf hin, dass die Restwertkalkulation am Vertragsanfang mit darüber entscheidet, ob ein Finanzierungs- oder Leasingmodell im Ende betriebswirtschaftlich sinnvoll war. Er rät jedem Fuhrparkmanager, besonders mit Flotten über 10 Fahrzeugen, zur Gebrauchtwagenmarktbeobachtung, um vor unliebsamen Überraschungen verschont zu bleiben. „Inzwischen überwiegen zwar realistische Kalkulationen im Markt, weil unter anderem Werkzeuge wie der VMF-Restwertindikator bei der wichtigen Verifizierung der Daten helfen“, so Velte weiter. Die Auswirkungen auf die Total Costs of Ownership müssten eben einkalkuliert werden.

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RWI-Grafik
Stabiles Preisniveau
Zu viele offene Fragen haben den VMF veranlasst, alle vom Dieselskandal betroffenen Fahrzeuge von Volkswagen und Audi für das Jahr 2016 aus dem Index herauszunehmen, um zu vermeiden, dass das Ergebnis unter Umständen verfälscht würde.

*Der VMF-Restwert-Indikator (RWI)
Der VMF-Restwert-Indikator ist ein Langzeitvergleich des Verbands markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften e. V. (VMF) und ein gutes Werkzeug zur Einschätzung der Marktlage. Aus einem regelmäßig (zuletzt im Oktober 2015) „eingefrorenen“ Bündel von circa 10.000 Fahrzeugen verschiedener Fabrikate, aktueller Modelle, Laufzeiten und Laufleistungen, also einem typischer Weise in einem gewerblichen Fuhrpark genutzten Mix, wird jeden Monat eine Bewertung zu Händlereinkaufspreisen durch unabhängige Marktbeobachter bspw. Schwacke sowie durch die aktuellen Erfahrungswerte aus den VMF Entwicklungen ermittelt. Durch diese monatliche Bewertung der theoretischen Vermarktung kann der Werteverlauf des Gebrauchtwagenmarktes sehr gut verfolgt werden. Das Ergebnis zeigt den durchschnittlichen Wiederverkaufswert, also den zu erzielenden Restwert der circa 36 bis 42 Monate alten Pkw.

Der VMF, der Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften, fokussiert sich auf Qualitäts- und Zukunftssicherung. Er versteht sich als Kompetenzzentrum für Fuhrparkmanagement. Ihm gehören sieben herstellerunabhängige Flottenleasinggesellschaften mit hoher Marktbedeutung und langjähriger Erfahrung an. Mit ihrer gemeinsamen Arbeit setzen sie Branchenstandards, um dem Flottenbetreiber, Sicherheit und Transparenz beim Management seines Fuhrparks zu bieten. Sie sind objektive Berater zu Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Fuhrpark durch eine alleine auf die Bedürfnisse des Fuhrparks abgestimmte Fahrzeugleasing-Service Kombination. Gerade für Fuhrparkneulinge sind sie erste Anlaufstelle.

Zum VMF gehören die ALD AutoLeasing D GmbH, Arval Deutschland GmbH, Athlon Car Lease Germany GmbH & Co. KG, Deutsche Leasing Fleet GmbH, GE Auto Service Leasing GmbH, LeasePlan Deutschland GmbH, Mobility-Concept GmbH.

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