Gute Aussichten für den Uranpreis – Wann beginnen die Übernahmen?

Gute Aussichten für den Uranpreis - Wann beginnen die Übernahmen?

Experten rechnen mit steigenden Uranpreisen, da sich derzeit 71 Kernkraftwerke im Bau befinden und bis 2030 noch weitere 312 gebaut werden sollen. Auch Japan nimmt ihre stillgelegten Reaktoren wieder ans Netz, was in den kommenden Jahren zu einem Angebotsdefizit beim Uran führen wird. Durch einen steigenden Uranpreis, könnte es laut Analysten unter den Unternehmen zu Übernahmen von ausgesuchten Explorationsunternehmen und Produzenten kommen.

Durch das Erdbeben und dem daraus entstandenen Tsunami vor annähernd drei Jahren, kam es in einem Atomkraftwerk in Fukushima zu einem der schlimmsten Reaktorunfällen seit Tschernobyl im Jahr 1986. Resultierend aus den verehrenden Umweltschäden nahm man in Japan alle baugleichen Reaktoren vom Netz. Der Uranpreis stand vor der Naturkatastrophe in Japan bei 67,50 USD pro Pfund Uranoxid (U3O8) und vergangene Woche bei nur noch 35,70 USD pro Pfund U3O8 an der New York Mercantile Exchange (NYMEX), was ein Abschlag von 47% entspricht. Entsprechend brachen auch die Aktien der Urangesellschaften ein.

Rob Chang von Cantor Fitzgerald LP aus Toronto sagte in einem Telefonat:

„Jetzt ist die Zeit gekommen, sich die Rosinen mit guten Liegenschaften herauszupicken. Wir denken, das Jahr 2014 ist der Beginn für eine Wiederbelebung des Uranmarktes und das Ende von günstigen Übernahmen.“

Bereits im vierten Quartal dieses Jahres rechnen die Experten von Bloomberg mit einem Uranpreis von 50 USD pro Pfund, was ein Preisaufschlag von ca. 40% entspräche.

Bereits am 8. Januar schrieben auch die Analysten der Bank Nova Scotia, wenn der Uranmarkt Dampf aufmacht, nehmen wir an, dass es dann zu einigen M&A Aktivitäten kommen wird. (M&A = Mergers & Akquisition Tätigkeiten sind zu Deutsch Fusionen und Übernahmen).

Wir haben recherchiert und versucht herauszufinden, welche Firmen als Übernahmeziele prädestiniert sind, oder eventuell potentielles Übernahmeziel werden könnten. Bisher sind uns drei Unternehmen (Dension Mines, Fission Uranium und Ur-Energy) aufgefallen, mit denen sich auch schon Analysten beschäftigen.

Raymond James sieht Fission Uranium als eines der Unternehmen, das als erstes übernommen werden sollte. Es gibt schon jetzt Geheimhaltungsabkommen mit drei potentiellen Käufern, die laut Experten in spätestens zwei Jahren zuschlagen werden.

Auch für den Analyst Chang von Cantor Fitzgerald sind Fission Uranium und Dension Mines erste Wahl für Übernahmen. Er sieht das PLS Projekt von Fission schon jetzt als Weltklasse-Uranprojekt im minenfreundlichen Athabasca Becken.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Aussage des Cameco Chefs Tim Gitzel vom Januar 2014, indem er sagte:

„Es sei derzeit kein Thema neue Liegenschaften zu übernehmen, da es Vorrang habe, den Barbestand weiter zu erhöhen.“

Nur einen Monat später hört man aus der Tochtergesellschaft, dass man sich von einem 450 Mio. CAD Kraftwerksanteil in Saskatchewan getrennt hat, um sich mehr auf den Uranabbau zu konzentrieren. Cameco ist ein dominierender Player im Athabasca Becken, der dort entweder allein oder mit anderen Unternehmen Uranminen, eine Raffinerie zur Urananreicherung sowie ein Uran-Konversionswerk betreibt.

Fissions CEO Dev Randhawa, zeigte sich in einem Interview mit Bloomberg im letzten Monat erfreut über den Anteilsverkauf von Cameco. Dies gebe dem Unternehmen bedeutend mehr finanziellen Spielraum für Akquisitionen. Cameco äußerte sich zu keinerlei Fusionstätigkeiten. Auch im Hause Fission Uranium erhält man nur die Info, dass man ein Geheimhaltungsabkommen mit drei vermeintlichen Käufern geschlossen hat, wovon einer aus China ist. Nach Aussage des Fission CEO sei ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt nicht angedacht, da die Liegenschaft erst zu einem Bruchteil exploriert ist und der Uranpreis bei ca. 35 USD pro Pfund steht. Das sei auch nicht im Sinne seiner Aktionäre.

Für den Analyst David Talbot von Dundee Securities Ltd. stehen Liegenschaften von Dension Mines ganz oben auf der Liste. Dension sei eines der Unternehmen, mit den größten hochgradigen Projekten im Portfolio, die für den Verkauf „aufgebaut“ werden.

Besonderes Interesse könnte laut David Sadowski vom Analystenhaus Raymond James, der Gigant Rio Tinto für Dension aufbringen. Die Rio Tinto Group hält bereits 60% an dem Uranprojekt Waterbury Lake. Der Kauf wäre die ideale Westerweiterung der Roughrider Mine, die Rio Tinto von Hathor Exploration Ltd. vor zwei Jahren gekauft hat. Bislang äußerte sich keines der beiden Unternehmen offiziell zu gemeinsamen Aktionen.

Laut Sadowski von Raymond James ist Ur-Energy, ein kleiner Produzent mit einer Marktkapitalisierung von 180 Mio. USD ebenfalls ein interessanter Übernahmekandidat. Das in Colorado beheimatete Unternehmen begann im August 2013 mit der Uranproduktion auf dem Lost Creek Projekt in Wyoming. Die Zahlen suggerieren, dass die Produktion gut angelaufen ist und ohne Probleme weiter gesteigert werden kann. Wer das Unternehmen zur derzeitigen Marktkapitalisierung kauft, sollte innerhalb der nächsten Jahre einen schönen Gewinn einfahren, so Herr Sadowski . Für den CEO Wayne Heili steht jedoch fest, nicht zu verkaufen, sondern das Unternehmen zu vergrößern.

Übernahmen, bei einigen dieser Gesellschaften wäre vermutlich der Wendepunkt in einem ausgetrockneten Uran-Markt, der im letzten Jahr mit einem Investitionsvolumen von lediglich 2,3 Mrd. USD den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2008 verzeichnete.

Raymond Goldie Analyst bei Salman Partners Inc. sagte, dass wenn der Uranpreis zu steigen beginnt, könnten die M&A Aktivitäten beginnen. Spätestens ab dem Jahr 2015 könne ein Angebotsdefizit den Uranpreis steigen lassen. Kurzfristig sagt er auch, solle man den M&A Markt beobachten, da die Käufer evtl. erst noch eine Stabilisierung des Uranpreises abwarten könnten, bevor sie aktiv werden. Sollten erste Aktivitäten einsetzen, wird dies ein Zeichen der Besserung im Markt sein. Diesen Schritt will er aber erst abwarten, bevor er sich positioniert. Bildquelle:kein externes Copyright

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