Nabelschnur-Stammzellen helfen bei Sportverletzungen

Langfristige Einlagerung für zahlreiche Therapie-Optionen

Nabelschnur-Stammzellen helfen bei Sportverletzungen

Foto: Fotolia / kritchanut (No. 6016)

sup.- Gelenkverletzungen bedeuten oft das Ende einer Sportlerkarriere. Wenn Schulter-, Knie- oder Sprunggelenke nur noch eingeschränkt funktionieren, können die notwendigen Leistungen nicht mehr abgerufen werden. Deshalb spielt die Regenerative Medizin, die sich mit der Wiederherstellung von unfall- oder krankheitsbedingt geschädigten Zellen, Geweben und Organen beschäftigt, bei der Behandlung von Sportlern eine wichtige Rolle. Zunehmend rücken dabei körpereigene so genannte mesenchymale Stammzellen in den Fokus der Mediziner. Diese Stammzellen haben die Fähigkeit, sich in verschiedene Gewebe wie Knochen-, Muskel- Knorpelzellen zu spezialisieren und können auf diese Weise bei ganz unterschiedlichen Verletzungsarten die Regenerations- und Reparaturprozesse anregen. Leider ist die am leichtesten zugängliche Quelle für Stammzellen in der Regel bei einer Sportverletzung schon lange nicht mehr verfügbar: Wäre unmittelbar nach der Geburt des Patienten Blut und Gewebe aus der Nabelschnur eingefroren worden, dann hätten die Sportmediziner jetzt ein wertvolles Reservoire für die immer vielfältiger werdenden Therapie-Optionen mit Stammzellen. So wurde z. B. in klinischen Studien bereits erfolgreich ein „Stammzellen-Verband“ getestet, der nach einem Meniskusriss die Funktionsfähigkeit des Knies bei einem Teil der behandelten Studienteilnehmer wiederherstellen konnte.

Immer mehr Eltern nutzen deshalb die heute bestehende Möglichkeit, zur Gesundheitsvorsorge ihres Neugeborenen das Nabelschnurblut sowie Nabelschurgewebe in einer Stammzellbank dauerhaft konservieren zu lassen. Auch das bekannte Sportlerpaar Ariane Friedrich und Andre Lange hat sich bei der Geburt seiner Tochter für ein Stammzelldepot bei Vita 34, der größten privaten Stammzellbank im deutschsprachigen Raum entschieden. Für die beiden Spitzensportler war dabei vor allem die langfristige Perspektive dieser Maßnahme entscheidend: „Die Stammzelleinlagerung erscheint uns wie eine „Versicherung““, sagt die Hochsprung-Rekordhalterin Ariane Friedrich: „Wir sind froh, diese Möglichkeit genutzt zu haben und fühlen uns gewappnet für die Zukunft.“

Auf gesunde Muskeln und Gelenke sind natürlich nicht nur Sportler angewiesen. Regenerative Behandlungsmethoden auf der Basis von Stammzellen, mit denen jetzt noch vornehmlich Fußballer, Leichtathleten oder Tennisspieler Schlagzeilen machen, dürften in absehbarer Zeit zum medizinischen Alltag gehören. „Die steigende Lebenserwartung wird zu einer Zunahme altersbedingter Verschleiß-Erkrankungen führen“, gibt Dr. Wolfgang Knirsch, der Vorstandsvorsitzende von Vita 34 zu bedenken: „Viele dieser Schädigungen werden sich in einigen Jahren mit aus Stammzellen gewonnenen Transplantaten therapieren lassen.“ Wenn dann ein Stammzelldepot mit körpereigenen und deshalb verträglichen Stammzellen aus der Nabelschnur bereitsteht, ist eine wichtige Hürde zum Behandlungserfolg bereits genommen.

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