Nägel und Schrauben gehören nicht in Kinderhand

R+V-Infocenter: Vorsicht beim Heimwerken

Nägel und Schrauben gehören nicht in Kinderhand

Wiesbaden, 8. Mai 2019. Bilder aufhängen oder den neuen Schrank zusammenbauen: Dabei sind Nägel, Schrauben und Co. für Heimwerker unverzichtbar. Doch die Kleinteile sollten nicht in die Reichweite kleiner Kinder gelangen – auch nicht im Eifer der Arbeiten, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Vorsicht Erstickungsgefahr
Babys und Kleinkinder erkunden die Welt, indem sie Dinge in den Mund nehmen. Dann besteht die Gefahr, dass sie insbesondere Kleinteile auch herunterschlucken. „Zwar werden die meisten verschluckten Fremdkörper ohne Beschwerden wieder ausgeschieden. Aber gerade spitze Gegenstände wie Nägel oder Schrauben können auch schwere Verletzungen hervorrufen, etwa an der Speiseröhre“, sagt Friederike Kaiser, Beratungsärztin bei der R+V Krankenversicherung. Wenn die verschluckten Kleinteile die Atemwege belegen, können kleine Kinder im schlimmsten Fall sogar ersticken.

Doch nicht nur das Verschlucken kann riskant sein. Auch unbewachte Elektrogeräte oder Materialien wie Farben, Lacke, Klebstoffe oder Beize stellen eine Gefahr dar. R+V-Expertin Kaiser rät Eltern deshalb, Baumaterialien und Werkzeuge grundsätzlich außer Reichweite von Kindern zu halten. Zudem sollten sie die Kleinen bei Heimwerkerarbeiten im Auge behalten oder woanders spielen lassen. „Im Anschluss an die Arbeiten ist zudem schnelles Aufräumen wichtig.“

Im Zweifel Notarzt informieren
Wenn ein Kind doch etwas verschluckt und die Eltern unsicher sind, ob das gefährlich ist, können sie sich rund um die Uhr an eine Giftnotrufzentrale wenden. „Die für den jeweiligen Wohnort geltende Rufnummer sollten Eltern sich am besten in ihrem Handy einspeichern“, rät Friederike Kaiser.

Leidet das Kind unter Atemnot, sollten Eltern sofort den Notarzt alarmieren – auch in leichten Fällen. Bis dieser eintrifft, können sie versuchen, den Fremdkörper aus dem Rachenraum zu entfernen. Dazu sollten sie das Kind zuerst kräftig husten lassen. „Hilft das nicht, können sie das Kind kopfüber auf die Oberschenkel legen und bis zu fünfmal kräftig zwischen die Schulterblätter klopfen“, erklärt Friederike Kaiser die Erste-Hilfe-Maßnahme. Für den Arzt ist es wichtig zu wissen, was genau das Kind verschluckt hat. Dann kann er entscheiden, was zu tun ist – zum Beispiel ob der Gegenstand entfernt oder das Kind geröntgt werden muss.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Nicht nur Schrauben und Nägel sind gefährlich. Auch alltägliche Dinge bergen Erstickungsrisiken, etwa Büroklammern, Heftzwecken und Münzen.
– Besonders kritisch sind Teile mit giftigen Inhaltsstoffen wie beispielsweise Knopfbatterien.
– Manchmal verschlucken Kinder unbemerkt etwas. Speichelfluss, Würgen, Erbrechen und Bauchschmerzen können Anzeichen dafür sein.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

Firmenkontakt
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Raiffeisenplatz 2
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Infocenter der R+V Versicherung c/o Arts & Others
Anja Kassubek
Daimlerstraße 12
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