Neuauflagen der Zen-Weisheiten von Kodo Sawaki

Aus Anlass der Doku „Zen for Nothing“ auf ARTE über den Tempel Antaiji

Neuauflagen der Zen-Weisheiten von Kodo Sawaki

(NL/5639877049) „Familie bedeutet den Ort, an dem Eltern und Kinder sich gegenseitig verderben,
wo Mann und Frau gemeinsam verrotten.“

„Wer sich auf seinen Lebenslauf beruft, ist ein Versager.“

Aus Anlass der in der Nacht vom 6. auf 7.11. auf ARTE ausgestrahlten Doku „Zen for Nothing“, die das Leben im Zen-Tempel Antaiji zeigt, wurden Texte seines ehemaligen Abtes Kodo Sawaki neu aufgelegt. Die Bände „Zen ist die größte Lüge aller Zeiten“ und „An Dich“ vereinen kurze, knackige Weisheiten, die von Muho Nölke übersetzt wurden, der heute diesen Tempel leitet.

Kodo Sawaki (geb. 16. Juni 1880 in Tsu; gest. 21. Dezember 1965 in Kioto) war ein japanischer Zen-Meister. Kodo Sawakis Eltern starben früh, und er wuchs von einem Onkel und später von anderen adoptiert in ärmlichen Verhältnissen auf. Mit 16 lief er von zuhause weg, um Mönch im Eiheiji, dem Haupttempel der Soto-Schule, zu werden. 1897 wurde er von Koho Sawada, Abt des Soshinji, ordiniert und nahm den Mönchsnamen Kodo an. Es folgten lange Jahre der Übung und Wanderschaft, später begann er Vorträge zu halten und die Praxis des Zazen, die damals selbst innerhalb der Soto-Schule fast vergessen war, von neuem sowohl für Laien als auch für Mönche zu lehren.

Kodo Sawaki wurde in den 1930er Jahren zum Professor an die angesehene buddhistische Komazawa-Universität berufen und übernahm nach dem Krieg gleichzeitig Verantwortung für den Antaiji, einen Tempel für die Zazen-Praxis, der damals noch im nördlichen Kioto gelegen war. Seinen Spitznamen „Landstreicher Kodo“ verdiente er sich durch seine pausenlosen Reisen durch ganz Japan, auf denen er Zazen lehrte. Sawaki starb am 21. Dezember 1965 im Kloster Antaiji, das heute vom deutschen Abt Muho geleitet wird.

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