Notwendigkeit für Quotenregelung nicht ersichtlich

Der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) spricht sich gegen die derzeit diskutierte und nun auch von der CDU für 2030 anvisierte Frauenquote aus. Eine Tendenz, dass Frauen zunehmend in die Führungsebenen kommen, ist bereits ohne Quote klar erkennbar und braucht deshalb keine staatliche Regulierung mehr.

Der BWA-Vorstandsvorsitzende Dirk Bormann dazu: „Eine Steigerung der Frauenerwerbstätigkeit ist in Zeiten des Fachkräftemangels bereits im eigenen Interesse klug handelnder Unternehmer. Genau aus diesem Grund gibt es eine deutlich erkennbare Tendenz, dass der Anteil von Frauen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchien ansteigt. Der Prozess ist also angestoßen und wird weiter beschleunigt voranschreiten. Die Notwendigkeit für eine Quotenregelung als Anschubmittel ist deshalb nicht ersichtlich.“

Der Verband plädiert dafür, dass sich die Auswahl von Arbeitskräften und insbesondere von Führungskräften ausschließlich an den benötigten Qualifikationen orientieren muss.

Der BWA kritisiert weiterhin, dass sich die politische Debatte immer wieder nur auf die Aufsichtsräte von Großunternehmen fixiert. Die Anzahl der Aufsichtsräte der DAX-Unternehmen liegt jedoch bei unter 500 Personen, so dass der Verdacht nahe liegt, dass es hier um rein symbolische Politik und Wahlkampfthemen und nicht um die Sache selbst geht.

Eine Steigerung der Frauenerwerbstätigkeit ist dagegen erklärtes Ziel des BWA. In diesem Zusammenhang sollte jedoch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Mittelpunkt stehen. In seinem Grundsatzpapier plädiert der Verband deshalb für die Entwicklung familienfreundlicher Einrichtungen und Regelungen.

Denn um dem demographischen Wandel zu begegnen, braucht es ein Klima, in dem Menschen – Frauen sowie Männer – trotz Kindern auch vollzeitbeschäftigt sein können. Wenn der Staat hier regulierend einwirken will, wäre sicherlich die Einführung einer geschlechterunabhängigen Elternquote sinnvoller als eine Frauenquote.

Über den Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft e. V.:
Wirtschaft – das sind wir alle: Dieser Leitspruch umreißt die Aufgabe des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft e.V. (BWA), mit gemeinwohlorientierter Politikberatung als Partner der Politik aufzutreten. Mit seinem überzeugenden Einsatz für die nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschlands und eine weltweite ökosoziale Marktwirtschaft nimmt der BWA eine besondere Rolle unter den deutschen Verbänden ein.
Besondere Kompetenz hat sich der BWA im Bereich Außenwirtschaft erworben. In Partnerschaft mit der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) ist er offizieller Träger der Trade Point Federation in Deutschland, einer weltumspannenden Projektdatenbank für Unternehmer. Ein enges Netz von Außenwirtschaftsberatern bietet Mitgliedern des BWA Kontakte und Informationen aus erster Hand in fast allen Regionen der Welt. Regelmäßige Fachveranstaltungen und Außenwirtschaftsreisen begleiten diesen Service.

Kontakt:
Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA)
Dominik Adrian
Fasanenstraße 85
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