Ontario präsentiert sich auf der FMX als Hollywood des Nordens

Die kanadische Provinz Ontario steht in diesem Jahr im Fokus der FMX in Stuttgart. Vier Firmen und Vertreter von Ontario haben sich und die filmbegeisterte Provinz dem internationalen Publikum vorgestellt

Dass die Häuserschluchten von Toronto in vielen Hollywood-Streifen zu sehen sind und jährlich zahlreiche Filme in der kanadischen Provinz Ontario gedreht werden, hätten viele FMX-Besucher nicht erwartet. William Cheng, Set Designer von Pacific Rim (von Juli an in den Kinos), und Bill Skolnik, langjähriger Songwriter für die Sesamstraße und jetzt tätig für Directors Guild of Canada (DGC) sind Stellvertreter der boomenden Branche in Ontario. Die Provinz steht in Nordamerika an dritter Stelle hinter Kalifornien und New York – und trägt deshalb nicht ohne Grund ihren Namen: Hollywood des Nordens.

„Wir waren positiv überrascht von den zahlreichen hochtalentierten Studenten auf der FMX. Eine Kooperation mit deutschen Hochschulen und Institutionen sollten wir unbedingt in naher Zukunft ins Auge fassen“, sagt John Helliker, Director Screen Industries Research und Training Centre des Sheridan Colleges. Auch Cheng war erfreut über das geballte Potenzial: „Die Konferenz war ein tolles Abbild von internationalen Start-Ups, Firmen und Studenten, die unbedingt zusammengebracht werden müssen“, so Cheng.

Toronto, Kanada stand in diesem Jahr neben der Türkei und Österreich im Blickpunkt der „Innovative Places“-Reihe. Die kanadische Metropole und die Provinz Ontario haben guten Grund im Rampenlicht zu stehen: Die Kreativwirtschaft in Ontario bringt der Provinz jährlich rund 9 Milliarden Euro (12,2 Milliarden kan. Dollar) ein. Allein die Film- und Fernsehaktivitäten kamen im vergangenen Jahr auf rund 1 Milliarde Euro (1,3 Milliarden kan. Dollar) und zählten fast 30.000 Jobs. Um international anerkannte Marktführer wie Autodesk Canada, Nelvana und Side Effects haben sich hier Unternehmen entwickelt, die alles von preisgekrönten Film- und Fernsehproduktionen bis hin zu 3-D-Design und Simulatoren anbieten. Darunter auch die vier anwesenden Firmen auf der FMX in Stuttgart: SPINVFX, Filmproduktionsfirma für visuelle Effekte, Surface2airmedia, eine Produktionsfirma mit dem Anspruch, transmediale Inhalte mit Low-Budget zu zaubern, Houseofcool, eine Allround-Produktionsfirma für die kommerzielle Werbeindustrie und PeregrineLabs, eine Forschungsstätte von Peregrine Visual Storytelling Ltd. mit Fokus auf innovative Ideen und Lösungen für visuelle Effekte und Computeranimationen.

Mit Blick auf die Kreativwirtschaft haben sich mehr als 60 Firmen im Bereich VFX (Visuelle Effekte) und Animation in Ontario niedergelassen. Die Branche beschäftigt rund 2.000 Arbeitskräfte. Vergleichbare Zahlen für die Film- und Fernsehproduktion: Mehr als 250 Produktionen jährlich und 30.000 direkte und indirekte Jobs kann der Branchenzweig verzeichnen. Rund 1 Milliarde Euro (1,3 Milliarden kan. Dollar) flossen im Jahr 2012 in die Produktion von Filmen & Co. Im Bereich interaktive digitale Medien sind 1.000 und mehr Firmen mit 16.000 Beschäftigten in Ontario zuhause. Auch die Einnahmen von mehr als 1 Milliarde Euro (1,5 Milliarden kan. Dollar) sprechen für sich.

Die Gaming-Industrie mit 2,4 Milliarden Euro (rund 3 Milliarden kan. Dollar) kommt gleich nach den USA und Japan. Die Gaming-Industrie wächst zudem jährlich um rund 30 Prozent. „Die Ergebnisse zeigen, dass Ontario ein beliebter Ort ist, um Filme und Fernsehproduktionen zu realisieren. Die Regierung setzt sich stark für die Industrie ein, um sicherzustellen, dass sie stetig wächst und auch international mithalten kann“, sagt Michael Chan, Ontarios Minister für Tourismus, Kultur und Sport.

Über Ontario, Kanada

Die Provinz Ontario ist der Wirtschaftsmotor Kanadas. Zirka 38 Prozent des kanadischen Bruttoinlandsprodukts werden in der bevölkerungsreichsten kanadischen Provinz erwirtschaftet, in der mehr als 39 Prozent der 34 Millionen Einwohner Kanadas leben. Mehr als 39 Prozent der exportierten Waren Kanadas stammen aus der Provinz im Osten Kanadas. Ein Dreiklang aus Beratung, finanzieller Förderung von Unternehmen (vor allem für Innovationen sowie F&E-Projekte) und den im Vergleich mit den anderen G7-Staaten am besten ausgebildeten Arbeitskräften haben Ontario zum Spitzenrang aller Standorte in Kanada verholfen. In Nordamerika zählt er zu den Top 10.

Ontario gehört zur Freihandelszone NAFTA, die ein Handelsvolumen von 11,3 Billionen Euro (16 Billionen US-Dollar) hat. Deutschland belegt den sechsten Rang der wichtigsten bilateralen Handelspartner Ontarios: Allein 2010 exportierte Ontario Waren im Wert von 800 Millionen Euro nach Deutschland und bezog Importe in Höhe von 3,3 Milliarden Euro. Das geplante Comprehensive Economic Trade Agreement (CETA) zwischen Europa und Kanada wird den Handel zwischen den beiden Ländern weiter intensivieren.

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