Parkettgeflüster

Börsengang, Vor- und Nachteile

Parkettgeflüster

Ein Börsengang hat für ein Unternehmen zwar Vorteile, aber auch Nachteile (Bildquelle: pixabay)

Fast täglich liest oder hört man in den Medien, dass ein bestimmtes Unternehmen an die Börse gehen will. Daraus kann man zunächst einmal schließen, dass ein Gang an die Börse mit entsprechenden Vorteilen verbunden ist. In diesem Zusammenhang wird das Thema in der mündlichen Prüfung zum Wirtschaftsfachwirt/in (IHK) auch gerne aufgegriffen und nach den Vor- und Nachteilen eines Börsengangs gefragt. In seinem kostenlosen Schulungsvideo gibt Deutschlands Schnell-Lernexperte Dr. Marius Ebert dazu eine strukturierte Antwort und bettet das Thema in den Gesamtzusammenhang ein.

Ein Börsengang bedeutet zunächst einmal, dass das Unternehmen sich davon frisches Kapital verspricht. Und damit ist auch klar, dass es hier u.a. auch um die Finanzierung geht. Je nach der Art der Finanzierung wird unterschieden zwischen Außenfinanzierung und Innenfinanzierung. Die Außenfinanzierung wiederum zerfällt in Beteiligungsfinanzierung und Kredit- oder Fremdfinanzierung. Bei dem Börsengang handelt es sich somit um eine Beteiligungsfinanzierung.

Vorteile und Nachteile eines Börsengangs

Doch welche Vorteile und welche Nachteile ergeben sich nun aus der Tatsache, dass ein Unternehmen an die Börse geht?

Die drei wichtigsten Vorteile, die zumeist auch als erstes gesehen werden, sind fast offenkundig: Zunächst einmal ermöglicht sich das Unternehmen durch diese Art der Finanzierung Unabhängig von Banken, etwa für ein Darlehen. Daraus ergibt sich als zweiter Vorteil, dass keine Zinsen und keine Tilgung anfallen. Ein dritter Vorteil kann dadurch entstehen, dass ein höheres Eigenkapital ermöglicht wird, das heißt dass die Finanzierungsstruktur sich verbessert.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Im Zusammenhang mit einem Börsengang sind dies die damit verbundenen Nachteile. Dies sind die drei wichtigsten: Ein Nachteil ist das Mitspracherecht der Aktionäre; denn diese haben immerhin auf der Hauptversammlung ein Stimmrecht. Ein zweiter Nachteil besteht in den Publizitätspflichten (Veröffentlichungspflichten). Dies sind Dreimonatsberichte, woraus sich also sehr kurzfristige Berichtspflichten ergeben, denen eine börsennotierte Aktiengesellschaft in der Regel unterliegt. Und das dritte ist der zumindest kurzfristige Erfolgsdruck. Die Dynamik bei der Börse ist extrem kurzfristig, das heißt: Wer an der Börse investiert, möchte kurzfristig sein Geld vermehren. Und dies wiederum bedeutet: Das Unternehmen kann keine, oder nur sehr schwierig, langfristige Strategien verfolgen, also Strategien, die vielleicht auch zunächst einmal keinen Gewinn bringen, sondern zunächst einmal Aufwand produzieren, aber langfristig Erfolg bringen und somit langfristige Zukunftssicherung bringen. Und dies ist für ein Unternehmen, das neu an die Börse geht, sehr schwer möglich.

Das komplette, kostenlose Video “ Börsengang, Vor- und Nachteile“ finden interessierte Leser auf der Video-Plattform YouTube. Weitere Hinweise zu diesem und vielen weiteren betriebswirtschaftlichen Themen finden sich ebenfalls auf der Webseite des Unternehmens ( http://mariusebertsblog.com/).

Dr. Marius Ebert ist Deutschlands Schnell-Lernexperte. Sein Schnell-Lernsystem für betriebswirtschaftliche Themen ermöglicht eine schnelle Vorbereitung auf IHK-Prüfungen, wie z.B. Betriebswirt/in IHK, Wirtschaftsfachwirt/in IHK, Technischer Fachwirt/in und diverse Mesterberufe, wie z.B. Industriemeister/in IHK.

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