Reisezeit ist Hotspot-Zeit: Der richtige Umgang mit öffentlichen WLANs im Urlaub

Reisezeit ist Hotspot-Zeit: Der richtige Umgang mit öffentlichen WLANs im Urlaub

Der richtige Umgang mit öffentlichen WLANs im Urlaub

Aachen, 9. Juli 2019 – Vom Bahnhof oder Flughafen über das Hotel bis zum netten Cafe um die Ecke: In der Urlaubszeit sind die meisten Menschen häufig auf der Suche nach öffentlichen WLAN-Hotspots. Smartphone, Tablet oder Laptop werden in frei zugängliche WLAN-Netzwerke eingeklinkt, um E-Mails beim Warten auf den Flieger zu checken, abends im Bett die Lieblingsserie zu schauen oder unterwegs die besten Schnappschüsse mit den Daheimgebliebenen zu teilen. Doch im Umgang mit Gratis-WLANs gibt es wichtige Regeln zu beachten.

Verbindung manuell herstellen
Die erste wichtige Sicherheitsvorkehrung treffen Sie bereits bei der Einwahl in ein Gratis-WLAN: Sie sollten die Verbindung stets manuell herstellen. Ein beliebter Trick von Betrügern ist es nämlich, WLAN-Netzwerke mit nur minimal abgeänderten Namen zu erstellen. Wer hier nicht aufpasst, sitzt schnell in der Falle und legt persönliche Daten offen.

Aus dem gleichen Grund sollten Sie auf Reisen die automatische Verbindung zu bekannten WLAN-Netzwerken deaktivieren. Denn auch durch diese Funktion werden Sie ein leichtes Ziel für Hacker, die beispielsweise im Umfeld eines Flughafens oder Cafes ein WLAN mit identischem Namen und Login-Daten aufspannen. Im schlimmsten Fall würde sich Ihr Mobilgerät mit diesem Netzwerk verbinden, ohne dass Sie den Vorgang überhaupt bemerken.

Datei- und Ordnerfreigaben deaktivieren
Wenn Sie mit Ihrem Laptop in öffentlichen WLAN-Netzwerken unterwegs sind, sollten Sie Datei- und Ordnerfreigaben vorsorglich deaktivieren. Solche Freigaben können zu Hause bequem sein und einen leichten Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Computern im eigenen Netzwerk ermöglichen – in öffentlichen Netzen sind sie jedoch ein potenzieller Einstiegspunkt für Angreifer. Diesen sollten Sie deshalb unbedingt schließen, zumal Sie im Urlaub vermutlich ohnehin keinen Gebrauch von der Freigabefunktion machen werden.

Nicht auf hohe Geschwindigkeiten hoffen
Falls Sie auch unterwegs große und wichtige Daten benötigen, sollten Sie diese vor der Abreise auf Ihre Mobilgeräte kopieren oder per USB-Datenspeicher mitnehmen. So umgehen Sie einerseits mögliche Sicherheitsrisiken beim Download über Gratis-WLANs und Sie ersparen sich andererseits langsame Übertragungsgeschwindigkeiten. Die meisten öffentlichen Netzwerke sind nämlich nicht dafür bekannt, besonders flott zu sein.

Die Betreiber der Webseite Speedtest.net untersuchten beispielsweise im Sommer 2017 die WLAN-Geschwindigkeiten weltweiter Flughäfen. In Deutschland schnitt der Flughafen München mit einer durchschnittlichen Download-Geschwindigkeit von 24,23 Mbit/s zwar noch ordentlich ab – in Frankfurt auf Rang 2 ging es mit 5,91 Mbit/s allerdings schon deutlich langsamer zu. In den WLAN-Netzwerken von Hotels sieht es gerade zu Stoßzeiten meist nicht besser aus. Wer sich hier im Vorfeld auf schnelle Verbindungen verlässt, läuft Gefahr im entscheidenden Moment auf endlose Ladebalken zu starren.

Auf sichere Verbindungen achten
Diesen Tipp sollten Sie grundsätzlich immer beim Surfen im Internet beherzigen, in öffentlichen WLANs aber ganz besonders. Sichere und verschlüsselte Verbindungen zu Webseiten und Online-Diensten sind extrem wichtig und stellen sicher, dass die übermittelten Daten nicht ohne Weiteres von anderen Personen im gleichen Netzwerk mitgelesen werden können. Eine entscheidende Rolle spielt das vor allem bei der Übermittlung von Zahlungsinformationen oder anderen persönlichen Daten. Achten Sie deshalb immer darauf, sogenannte HTTPS-Verbindungen zu nutzen – in Webbrowsern sind diese Verbindungen durch ein Schloss-Symbol neben der URL gekennzeichnet.

Updates installieren
Bringen Sie vor einer Reise sämtliche Mobilgeräte auf den aktuellen Software-Stand und installieren Sie verfügbare Sicherheits-Updates. Nur so ist sichergestellt, dass möglicherweise bereits bekannte Sicherheitslücken geschlossen sind, die Angreifern in offenen WLAN-Netzwerken ansonsten Tür und Tor öffnen.

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