Soziale Netzwerke bewusst nutzen, sensible Informationen schützen

Fraunhofer-Institut SIT veröffentlicht Dossier zu Risiken im Umgang mit sozialen Netzwerken inklusive Handlungsempfehlungen für Nutzer und Unternehmen

Soziale Netzwerke bewusst nutzen, sensible Informationen schützen

(ddp direct) Wie kann man soziale Netzwerke nutzen, ohne Daten leichtfertig preiszugeben oder das eigene Unternehmen zu gefährden? Diese Frage beantwortet das Dossier „Soziale Netzwerke bewusst nutzen“, in dem das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie den aktuellen Wissensstand zu Risiken und Handlungsmöglichkeiten für Privatnutzer und Unternehmen zusammengestellt hat. Das Fraunhofer-Dossier beschreibt die Methoden von Datensammlern und Wirtschaftsspionen und gibt konkrete Hilfestellungen, wie einzelne Nutzer und Unternehmen die Risiken im Umgang mit sozialen Netzwerken minimieren können. Die Studie wurde unterstützt vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport und ist kostenfrei im Internet erhältlich unter www.sit.fraunhofer.de/soziale-netzwerke-2013.

Facebook, Xing, Google+, LinkedIn und andere soziale Netzwerke gehören mittlerweile zum Alltag vieler Menschen und Unternehmen. Oft sind den Nutzern die Risiken nicht bewusst, die durch Nutzung von Netzwerken für den Schutz der eigenen Daten und die IT-Sicherheit des eigenen Unternehmens entstehen. Das Dossier „Soziale Netzwerke bewusst nutzen“ beschreibt Alltagssituationen, in die jeder Nutzer eines sozialen Netzwerks geraten kann. Gefahren drohen aber nicht nur durch den Dienstanbieter selbst. Auch die eigene Unwissenheit und Fehler anderer Nutzer sowie professionelle Angreifer, die soziale Netzwerke für Betrügereien und Wirtschaftsspionage nutzen, können zur Bedrohung werden. Eine wesentliche Stolperfalle sind oft die kniffligen Privatsphäreneinstellungen in den Netzwerken.

Der Bericht beschreibt Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Dienstbetreibern, anderen Nutzern und gibt Empfehlungen zum Schutz vor typischen Angriffen, Viren und Würmern. Ein Leitfaden für Unternehmen und deren Mitarbeiter gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen und konkrete Hinweise, welche Vorkehrungen Unternehmen treffen sollten, um Geschäftsgeheimnisse und das eigene Image wirksam zu schützen. Dazu gehört neben der Erstellung einer Social-Media-Richtlinie auch die Aufklärung der Mitarbeiter. Für den einzelnen Nutzer gibt der Bericht zudem Hinweise für die verschiedenen Plattformen.

„Allein über die Privatsphäreneinstellungen sind die persönlichen Daten nicht ausreichend geschützt. Der Nutzer ist hier ganz klar gefragt, aktiv für den Schutz seiner Daten zu sorgen. Zum Beispiel sollte jeder kontrollieren, was andere Nutzer über ihn posten und mit was er in Verbindung gebracht wird“, sagt Ulrich Waldmann IT-Sicherheitsexperte am Fraunhofer SIT und einer der Autoren des Reports. „Wir geben sowohl dem Privatnutzer als auch den Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen und Tipps zum sicheren Umgang mit den sozialen Netzwerken.“

Viktor Jurk, Abteilungsleiter im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport: „Die Stärkung der Medienkompetenz aller privaten Nutzer aber auch von Unternehmen ist uns ein Anliegen. Die Broschüre entstand aus einer Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer SIT, die in einer vom Land Hessen geleiteten Arbeitsgruppe „Cybersicherheit“ der Innenministerkonferenz ihren Anfang nahm.“

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Die Informationstechnologie hat bereits weite Teile unseres Alltags durchdrungen: Ob Auto, Telefon oder Heizung ohne IT-Einsatz sind die meisten Geräte und Anlagen heute nicht mehr denkbar. Insbesondere Unternehmen nutzen ­­­IT-Systeme zur effektiven Gestaltung ihrer Arbeitsprozesse. Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie beschäftigt sich mit dem Schutz dieser Systeme vor Ausfällen, Angriffen und Manipu­lationen.

Das Institut ist für Unternehmen aller Branchen tätig. Viele er­folg­reiche Projekte mit internationalen Partnern sind ein­­­­drucks­voller Beweis für eine vertrauensvolle und zuverlässige Zusam­men­­arbeit. Zu unseren Kunden zählen unter anderem die Deutsche Bank, SAP, Deutsche Telekom und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

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