Südlich der Tauern: Schneefreuden und Ostereier

Vom Staller Sattel in Osttirol übers Kärntner Nassfeld bis nach Friaul in Italien

Südlich der Tauern: Schneefreuden und Ostereier

Schön um Ostern – Schnee und Blüte in den Bergen. (presseweller.de)

Von Presseweller

Wenn unterwegs auch schon viele grüne Wiesen zu sehen waren, zeigen sich die Berge am Felbertauern noch mit dicken weißen Schneemützen. Es ist um die Osterzeit. Auf der Südrampe der Felbertauernstraße bei Huben heißt es für uns erst einmal „rechts ab“. Die Straße ins Defereggental steigt an. Kein Wunder, ist es doch ein Hochtal, das am Staller Sattel bis auf gut 2.000 Meter führt. Der Pass, am Übergang ins Südtiroler Antholzer Tal, ist die erste Etappe auf unserer Rundreise, die von hier in Osttirol weiter übers Gailtal in Kärnten bis nach Friaul führt. Mit dem Wechsel aus Winterlichem und Frühlingshaftem sowie dem bodenständigen Osterbrauchtum gibt“s auch für Familien mit Kindern viel Abwechslung.

Hopfgarten, die Kirche in St. Veit, die Steilwiesen, St. Jakob: Dieses Defereggen ist ein liebliches Tal, das immer wieder den Blick auf die Dreitausender im Rund freigibt. Beeindruckend. Von St. Jakob führt die Kabinenbahn direkt ins Skigebiet auf die Brunnalm und weiter. Während hier oben Skifahrer die Pisten – bis auf über 2.500 Meter – pflügen, blühen bei unserem Aufenthalt auf manchen Talwiesen bereits die Krokusse. Wie schön. Langlauf? Ja, am Staller Sattel. Der Schnee glitzert in der Sonne. Langläufer spuren die Loipen, die bis auf über 2.000 Meter führen. Ein Spaziergang im Winterweiß, das sich rund um den Obersee in immer wieder neuen Formen präsentiert, Faszination in Eis und Schnee: eine atemberaubende Landschaft, die im Winter und auch im Sommer wie das ganze Hochtal immer einen Besuch wert ist.
Den Zauber von Frühling im Tal und Winter auf den Bergen lernen wir auf der Weiterfahrt ebenfalls kennen: über den Gailbergsattel mit seinen vielen Kehren ins Kärntner Gailtal. Am „Gailtaler Dom“ in Kötschach-Mauthen vorbei führt uns der Weg Richtung Hermagor. Die sonnseitigen Wiesen wie oberhalb von Reisach und Richtung Kreuth sind mit weißen Krokussen übersät. Die Baumblüte hat eingesetzt. Auf dem gut 1.500 Meter hoch gelegenen Nassfeld, dem bekannten Skigebiet, sieht es ganz anders aus. Weiße Winterwelt. Da stapfen die Skifreaks mit den festen Skischuhen über die Straßen und tummeln sich an den Hängen zwischen Gartnerkofel und Trogkofel. Bahnen und Lifte surren in die „höheren Etagen“. Auf unserem Winterspaziergang oberhalb der Straße sind wir überrascht. Der Schnee liegt noch so hoch, dass wir gut zwei Meter über dem Tennisplatz „schweben“. Gerade auch Kinder haben ihren Spaß, einerseits im dicken Schnee sein zu können und andererseits die blühende Natur zu erleben, wobei das freilich je nach Jahr, Zeit und Witterung zeitlich immer mal wieder etwas anders sein kann. Wenn der Nachwuchs es noch nicht kennt, wird er aber auch vom Brauchtum rund um die Osterzeit überrascht sein. Schließlich warten Kinder überall auf den Osterhasen, das Nest mit bunten Eiern und der einen oder anderen Kleinigkeit.

Kren, Speck und der Frühling
Zur Osterzeit wird in den Häusern viel „gerichtet“. Da geht es nicht nur darum, dass Eier gefärbt werden, damit sie zu bunten Ostereiern werden. Je nach Region gibt es zu Ostern aber nicht nur die für die Kinder, sondern die Paten überraschen auch mit Geschenken. Überall im Alpenraum hat sich besonderes Brauchtum über die Zeiten gerettet. Am Palmsonntag ziehen Klein und Groß mit Palmbuschen zur Messe in die Kirche, man segnet Haus, Stall und Tiere. Zu Karfreitag haben vielerorts die Glocken Ruhe. Man sagt, sie sind „nach Rom geflogen“. Dann ziehen Jungen und Mädchen mit knarrenden und rasselnden Holzinstrumenten durchs Dorf: „Die Ratschenbuben sind unterwegs.“ Vielerorts gibt es die Fleischweihen. Frauen gehen mit gefüllten Körben in die Kirche, um den guten Inhalt segnen zu lassen. Man isst dann zu Ostern „Geweihtes“. Auf den Höfen steht natürlich das selbst Erzeugte vorn. Zum Beispiel Osso Collo und der würzige Schinkenspeck, der nicht nur zum Bauernbrot aus dem großen Hausofen passt, sondern auch zu Süßem wie dem Reindling, ein köstlicher Hefekuchen mit Mohn und in Kärnten überall bekannt. Frischer Kren (Meerrettich) darf nicht fehlen.Er setzt noch ein scharf-würziges Tüpfelchen obenauf. In den Gasthäusern steht neben der sonstigen großen Auswahl zu Ostern Lamm in immer wieder anderen Zubereitungen auf den Speisenkarten. Wir genießen fein gewürzte Lammkoteletts mit grünen Bohnen und Salzkartoffeln.
Bei St. Stefan schauen wir noch auf Schneelandschaft. Das Tal wird weiter. In Thörl-Maglern passieren wir die italienische Grenze. Bald kommt der Kirchturm von Tarvisio. Den bekannten großen überdachten Markt im Ort muss man einmal gesehen haben. An Pontebba vorbei, das sich an die Südseite der Karnischen Alpen schmiegt, ist bald der Tagliamento mit seinem schönen breiten Flussbett erreicht. Zum Bummeln und Schauen laden zum Beispiel Udine, Tolmezzo, Cividale und auch viele kleine Orte in dieser Region ein, die Friaul-Julisch-Venetien heißt und im nordöstlichen Italien liegt und bald schon die Adria spüren lässt. Alles ist noch ein Stück grüner, versprüht schon südlichen Charme. Gelb strahlen die Forsythien, lächeln den Frühling an, die Blumenkübel stehen bereits vor den Häusern. Die Sonne zeigt sich kräftig, kündet vom baldigen Sommer.
Für uns war es einfach nur schön, dieses Ensemble aus Schnee und blühenden Wiesen, aus tiefem Winter und heiterem Frühling erleben zu können. Müssen wir mal wieder haben. (jw)

Wer sich zu den Regionen informieren will, in denen es neben allen möglichen Aktivitäten auch Brauchtum, Kultur und Kunst zu erleben gilt und wo ebenfalls Familien mit kleinen und größeren Kindern viel Abwechslung finden, dem können die folgenden Webadressen weiterhelfen:

www.defereggental.com
www.naturarena.com
www.turismofvg.it

Foto: Schön, ein Wechsel von Winter und Frühling. (Foto/Montage: presseweller.de)
Redaktionen: Zu Einzelfotos bitte bei DialogPresseweller anfragen Bildquelle:kein externes Copyright

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