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DAZZLING ARRAY – Unglaubliche Vielfalt

Grenzüberschreitungen und Seitenhiebe bei Reinisch Contemporary

EVA SCHLEGEL, MARTIN KIPPENBERGER, FRANZ WEST, HERBERT BRANDL, IRINA UND MARTINA FABRIZIUS, DIRK MEINZER, ERWIN WURM, EDELGARD GERNGROSS, CLEMENS HOLLERER, MARTIN ROTH, CHRISTIAN GASSER, OTHMAR KRENN

DAZZLING ARRAY - Unglaubliche Vielfalt

Eva Schlegel, o.T. 142, 2013, Lambdaprint

Dabei eröffnet sich dem Publikum ein Querschnitt verschiedenster künstlerischer Ansätze in der Malerei, Skulptur, Konzept- und Medienkunst. Der Bogen spannt sich hier von Erwin Wurms subversiven Mehr- und Doppeldeutigkeiten und Herbert Brandls gestisch-explosiver Malerei, über Edelgard Gerngross“ farbintensives Weltmodell bis zum ungeschminkten Realismus Christian Gassers. Eine spitzfindige Selektion von Arbeiten, die sich fern von Klischee und Norm, dafür reich an unerwarteten Rückschlüssen und Seitenhieben gestalten.

Galerist Helmut Reinisch:
„Information und jederzeit abrufbares Wissen prägen das Leben heute, in einer Informationsgesellschaft, die nicht nur aktuelle Ereignisse, sondern auch Wissen und Know-How vergangener Generationen und Epochen unkompliziert zugänglich macht. Für Künstlerinnen und Künstler, die sich als Resultat eines Jahrhunderts voller Grenzüberschreitungen und Paradigmenwechsel, der Präsenz der Medienkunst und der Rückkehr zur Leinwand, einer schier grenzenlosen Freiheit gegenübersehen, bedeutet das gleichsam Möglichkeit und Herausforderung. Im etwaigen Bewusstsein momentaner Entwicklungen und der Äußerungen vergangener Dekaden, entwickeln Künstlerinnen und Künstler ganz unterschiedliche Strategien zur Umsetzung ihrer Ideen.“

Derartige Strategien umfassen einen weiten Raum an kreativen Möglichkeiten. Wie Wurm, verließen auch Martin Kippenberger und Franz West schon in den 1980ern das tradierte Gehege der Kunstgeschichte. Irina und Marina Fabrizius (Zwillingsschwestern, die als kreative Einheit agieren), währenddessen, verwenden Zeit, Kontinuität und Präzision als Mittel, um in unzähligen Schritten das Licht in zu fangen.
Die Negation von körperlichen Schönheitsidealen in Werbung und Medien, anhand fototechnischer Unkenntlichmachung, steht im Fokus der gezeigten Arbeiten von Eva Schlegel, während Othmar Krenn den eigenen Körper, eingeschweißt in starres Metall, als Medium verwendet, um das Verhältnis von gefundener (natürlicher) und geschaffener (kultureller) Form aufzuzeigen.
Dirk Meinzer“s sensible Blumengrafik verwendet Bienenflügel als formgebendes Element, eine Verwendung von Naturmaterialien, die einfache Vollkommenheit ausstrahlt und doch dem Leben allen Sinn entzieht.
Bei Martin Roth ist es die Natur selbst, die gestaltet, während Clemens Hollerer Impulse aus der Realität zu Objekten verarbeitet, die mit eigenem Maßstab den Raum durchmessen.

Bildrechte: Eva Schlegel Bildquelle:Eva Schlegel

Seit mehr als 25 Jahren sammelt, zeigt und handelt Helmut Reinisch mit österreichischer und internationaler Gegenwartskunst. Neben aktuellen Werken neuer Talente beinhaltet die Sammlung auch teils frühe Arbeiten von Künstlern wie Arnulf Rainer, Erwin Wurm und Joseph Beuys.

Über formelle Grenzen hinweg beschäftigt sich Reinisch Contemporary mit vermeintlich disparaten Schaffensfeldern und deren Verknüpfungen. Unvermutete Resonanzen zwischen ausgewählten Werken der Malerei, Skulptur, Textilkunst und Fotografie werden mitunter zum Vorschein gebracht und erzeugen Spannung.

Durch Ausstellungen, Aktionen, Künstlerstipendien und interdisziplinäre Projekte ermöglicht Reinisch Contemporary immer wieder Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Künstlern, Sammlern und der Öffentlichkeit.

Reinisch Contemporary
Helmut Reinisch
Hauptplatz 6
8010 Graz
+43 (0) 316 810 110
press@reinisch-contemporary.com
http://reinisch-contemporary.com

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