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Energiemanagement beginnt nicht beim Verbrauch

Auch der Brennstoffeinkauf gehört unter Kontrolle

Energiemanagement beginnt nicht beim Verbrauch

Foto: Fotolia / Bacho Foto

sup.- Die branchen- und länderübergreifende Normung von Energiemanagement-Systemen in Unternehmen ist ein wichtiger Beitrag zum globalen Klimaschutz. International anerkannte Zertifizierungen sind mittlerweile eine entscheidende Voraussetzung für die staatliche Unterstützung der Systeme. „Ein gutes Energiemanagement zeigt auf, wo sich Energieeinsparpotenziale befinden“, so das Umweltbundesamt zum Hintergrund der Normungen auf europäischer Ebene: „Die konsequente Nutzung solcher Potenziale senkt die Betriebskosten und steigert die eigene Wettbewerbsfähigkeit.“ Die Förderung von Energiemanagement-Systemen ist natürlich daran gebunden, dass sich die jeweiligen Einsparpotenziale sowie deren Erschließung exakt erfassen und dokumentieren lassen. Deshalb sind Ausgaben für geeignete Messtechnik wie z. B. Widerstandsthermometer, Durchflussmessumformer oder elektronische Energiezähler ebenfalls förderfähige Investitionen. Und bei den Kosten für die Installation dieser Komponenten durch externe Dritte sind die Förderrichtlinien im Jahr 2015 sogar noch einmal verbessert worden: Bis zu 30 Prozent der Investitionskosten für die Messtechnik können jetzt zusätzlich für den Installationsaufwand beantragt werden (www.bafa.de).

Diese Zähler und Sensoren sind in erster Linie darauf ausgerichtet, den Verbrauch und die Effizienz von Energie zu messen. Ein umfassendes Energiemanagement mit dem Anspruch wirksamer Kostenkontrolle sollte jedoch schon beim Energiebezug einsetzen. Hier stößt der Abgleich unternehmensbezogener Messergebnisse schnell an seine Grenzen: Wenn sich beispielsweise bei Heizöl- oder Flüssiggaslieferungen die Zähleranlagen an den Lieferfahrzeugen des Versorgungsunternehmens befinden, dann kann auch die staatlich geförderte Messtechnik des Abnehmers keine Transparenz schaffen. Ob möglicherweise fehlerhafte bzw. ungeeichte Zähler die Messung beeinflussen, bleibt dann selbst bei einem aufwändig zertifizierten Energiemanagement die große Unbekannte. In diesen Fällen sollte das Vertrauensverhältnis zwischen Lieferant und Kunde durch die Nutzung einer neutralen Kontrollinstanz gefestigt werden: Das RAL-Gütezeichen Energiehandel (http://www.guetezeichen-energiehandel.de) bietet sich dafür als seriöses und seit Jahren bewährtes Qualitätsprädikat an. Brennstoffhändler erhalten diese Auszeichnung erst nach aufwändigen Prüfbesuchen durch unabhängige Gutachter. Kontrolliert werden dabei unter anderem die Eichung und Funktionsfähigkeit der Messgeräte sowie alle betrieblichen Abläufe einschließlich der Kundentankbefüllung. Weitere Informationen zu dieser kostenfreien Ergänzung der betriebsinternen Maßnahmen gibt es unter www.guetezeichen-energiehandel.de.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

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