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Neue Ein- und Ausblicke im Niederwald

Eröffnung des neuen Besucherinformationszentrum Niederwald in Rüdesheim am Rhein

Neue Ein- und Ausblicke im Niederwald

Das neue Besucherzentrum Niederwald in Rüdesheim am Rhein (Bildquelle: Dirk Uebele, Wiesbaden)

Am 18.04.2016 wurde im Rheingau der Neubau des Besucherinformationszentrum Niederwald von Boris Rhein, dem hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, feierlich eröffnet. Ab Mai steht das neue Haus mit Information, Ausstellung sowie einem Cafe auch den Besuchern des Landschaftsparks Niederwald offen. Die Investitionen des Landes für den Neubau des Besucherinformationszentrums und die Neugestaltung der Außenanlagen beliefen sich auf insgesamt 2,5 Mio. Euro. Für die Gestaltung zeichnen die Wiesbadener Architekten von grabowski.spork architektur verantwortlich.

Der Landschaftspark Niederwald im Hohen Taunus, über dem Rheintal zwischen Rüdesheim und Assmannshausen gelegen, ist beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen. Er bildet den südlichen Eingang zum UNESCO Welterbe „Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal“ und ist eine der ersten romantischen Parkanlagen Deutschlands. Markant erhebt sich das Niederwalddenkmal aus der Parklandschaft über das Rheingau. Im Rahmen der Wiederherstellung des Landschaftsparks zum 250-jährigen Bestehen wurde auch die Einrichtung eines Besucherinformationszentrums mit einem Cafe geplant. grabowski.spork architektur hat das Informationszentrum als reine Holzkonstruktion geplant und im Auftrag der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen realisiert. Bei der Eröffnung waren neben weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft auch die beteiligten Planer und die ausführenden Firmen dabei.

„Das Besucherinformationszentrum ist ein zentraler Anlaufpunkt des Landschaftsparks Niederwald und ergänzt mit seinen Funktionen das Angebot für die Besucher. Als Architekten war uns einerseits die Integration in den Landschaftspark als auch eine ordnende bauliche Ergänzung in der Zugangssituation wichtig. Wir haben daher ein einfaches Haus entwickelt, das sich in die direkte Umgebung einfügt, aber seine gestalterische Eigenständigkeit behält. Die Bauweise aus vorgefertigten Holzbauelementen und die Materialwahl für die Fassade tragen diesem Gedanken Rechnung“, erläuterte Jan-Eric Spork, Architekt des Hauses in seiner Rede zur Eröffnung.

Das langgestreckte Haus liegt unterhalb der Zufahrt zum Parkplatz und fügt sich dank seiner dunkelgrauen Holzfassade unauffällig in die Umgebung. Zur Terrasse wird die Fassade durch den Wechsel von raumhohen Fensterelementen und prägnanten Holzschotten gegliedert. Durch das Kippen der Fassade zur Talseite und dem zur Rückseite abfallenden Pultdach wirkt das Haus sehr dynamisch. Vor dem Haus liegt über die gesamte Breite die große Außenterrasse. Über diesen Platz verläuft der Weg der Besucher von der Seilbahnstation hin zum Niederwalddenkmal. Schon im Vorbeigehen können sie sich auf haushohen Informationstafeln über den Ort informieren.

Den Zugang zum Haus wird von einem großen Rahmen definiert, der deutlich über die Kubatur ragt. Von hier gelangt man in den großen Multifunktionsraum mit Ausstellung und Restaurant. Der Gastraum wird von warmen Holztönen im Kontrast zu der dunklen Wandverkleidung und dem roh versiegelten Betonfußboden bestimmt. Eine Lampenlandschaft mit Motiven des Landschaftsparks sowie eine lange Theke sind die zentralen Elemente. Raumhohe Fenster ermöglichen den Blick über die Terrasse auf das Rheintal und weiter bis zum Odenwald zu. Im Bereich des Cafes können die Fenster vollständig geöffnet werden und ermöglichen so einen fließenden Übergang vom Gastraum auf die Terrasse. Im rückwärtigen Bereich sind Küche, Kühlräume, Umkleiden für die Mitarbeiter und die WC-Anlagen untergebracht.

Das neue Besucherinformationszentrum ist ein Holzbau. Die tragende Holzkonstruktion wurden als vorgefertigte Holz-Rahmen-Konstruktion geliefert. Auch die die Wand- und Deckenelemente wurden vorfabriziert. Alle Bauteile mussten auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt werden. Dies sorgte für eine hohe Ausführungsqualität und einen schnellen Baufortschritt.

grabowski.spork architektur ist ein Wiesbadener Architekturbüro, das seit 2005 von den Inhabern Christoph Grabowski und Jan-Eric Spork partnerschaftlich geführt wird. Zusammen mit ihrem 13-köpfigen Team planen grabowski.spork Häuser für private und öffentliche Auftraggeber. Das Leistungsspektrum setzt sich aus den Bereichen Büro-, Gewerbe- und Wohnungsbau sowie Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zusammen. Kreativität, Effektivität und hohe Präzision bei der Arbeit sichern Qualität, Kosten und Termine. Das sorgt für hohe Zufriedenheit bei Bauherren, Projektentwicklern, Investoren und den Projektpartnern.

Firmenkontakt
grabowski.spork architektur
Christoph Grabowski
Unter den Eichen 7
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