Neuigkeiten Timeline

Medien, Kommunikation
Juli 17, 2026

Fachportale steigern SEO- und KI-Sichtbarkeit

Auto, Verkehr
Juli 17, 2026

Welche Schuhe am Steuer heikel werden

Handel, Dienstleistungen
Juli 17, 2026

Erst Hitze, dann Sturzflut: So schützen Sie Ihren Keller

Mode, Trends, Lifestyle
Juli 17, 2026

Glanznagel: Der Maßstab für günstige & hochwertige Abendkleider im deutschsprachigen Raum

Garten, Bauen, Wohnen
Juli 17, 2026

Die EPBD-Frist ist abgelaufen, die Klimaschutz-Umsetzung hinkt

Garten, Bauen, Wohnen
Juli 17, 2026

Jubilaeum – 50 Jahre LKT Luft- und Klimatechnik- Gute Luft für Mensch und Maschine

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juli 17, 2026

FREQUENTIS gibt vorläufige Zahlen für das 1. Halbjahr 2026 bekannt: Deutlich positives EBIT erwartet

Handel, Dienstleistungen
Juli 17, 2026

Hitzewelle meistern mit Hydrofast: Die Heatwave Survival Station für europäische Haushalte

Essen, Trinken
Juli 17, 2026

Kyoceras Liebling des Monats – Nature Serie

Garten, Bauen, Wohnen
Juli 17, 2026

Lunartec 2in1-LED-Tischleuchte und -Flaschenaufsatz, RGBW

Essen, Trinken
Juli 17, 2026

Neue Rezeptplattform kämpft gegen werbeüberladene Wettbewerber

Computer, Information, Telekommunikation
Juli 17, 2026

nLighten und Arqit beweisen, dass die Public Cloud genutzt werden kann, ohne dabei auf Souveränität zu verzichten

Tourismus, Reisen
Juli 16, 2026

Hotel Sansibar: ASILI FREQUENCIES feiert Premiere im Hotel Green Ocean Zanzibar

Medizin, Gesundheit, Wellness
Juli 16, 2026

Flüssigkeitszufuhr: Warum Longevity mit einfachen Routinen beginnt

Durch Übernahme der Dolmetscherkosten wird Hilfe erst möglich

Tag der seelischen Gesundheit: Rund 35.000 Asylbewerber im Südwesten leiden an Traumata, nur ein Bruchteil erhält Hilfe

Stuttgart/ Freiburg, 10. Oktober – Mahamed S. aus dem Irak hat in seiner Heimat ein Selbstmordattentat in einem Bus schwerverletzt überlebt. Die meiste Passagiere sind bei dem Anschlag gestorben. Seitdem bekommt er die Bilder nicht mehr aus dem Kopf. Immer wieder durchlebt er diese Momente und ist deshalb kaum in der Lage, sein Leben hier zu gestalten und zu entwickeln. Er leidet unter massiven Schlafstörungen, Reizbarkeit und einer starken Angst vor Menschengruppen.

Mohamed S. ist schwer traumatisiert. Von den rund 100.000 Geflüchteten, die bis Jahresende in Baden-Württemberg leben werden, ist geschätzt ein Drittel traumatisiert. Sie leiden unter den Folgen von Krieg und Flucht, haben Gewalt gesehen und sind häufig selbst Opfer von Gewalt und Vergewaltigung geworden. Aber nur zwei Prozent der psychisch kranken Flüchtlinge bekamen im Jahr 2015 in den Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer im Land Hilfe. Diese Zentren in Ulm, Villingen-Schwenningen, Karlsruhe und zweimal in Stuttgart übernehmen als gemeinnützig anerkannte Vereine in erster Linie die psychosoziale Versorgung der Flüchtlinge. Werden diese Zentren nicht zeitnah ausgebaut und auch keine weiteren Therapiemöglichkeiten für Flüchtlinge geschaffen, werden Ende des Jahres 2016 nur noch ein Prozent einen Therapieplatz erhalten haben. Darauf macht die Caritas in Baden-Württemberg zum Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober aufmerksam.

„Wenn Menschen traumatisiert sind, stehen sie Höllenqualen durch. Ein normales Leben ist unmöglich. Die Menschen leiden oft unter massiven Schlafstörungen, Herzrasen, Ängsten und stehen unter Dauerstress. Häufig besteht auch Selbstmordgefahr“, so die Caritasdirektoren Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Rottenburg-Stuttgart) und Monsignore Bernhard Appel (Freiburg). „Um diese Not der Flüchtlinge und Asylbewerber zu lindern, müssen im Südwesten dringend weitere Therapieangebote geschaffen werden. Werden die traumatisierten Menschen allein gelassen, können sie kaum eine Arbeit aufnehmen und den Anschluss an unsere Gesellschaft finden.“ Derzeit werden die Therapien mit Mitteln von Bund, Land, Kommunen, Kirchen, Stiftungen und auch Spenden finanziert. Die Caritas in Baden-Württemberg fordert die Politik auf, die Behandlungsplätze ihrem Bedarf entsprechend auszubauen. Außerdem sind die Weichen zu stellen, damit therapeutische Hilfe für traumatisierte geflüchtete Menschen eine Regelleistung im Gesundheitssystem wird.

Appel und Holuscha-Uhlenbrock weisen darauf hin, dass Psychotherapien auch nur mit Dolmetschern durchgeführt werden können. Muttersprachliche Therapeuten oder Ärzte stehen kaum zur Verfügung. Die Geflüchteten sind trotz Sprachkurs innerhalb der kurzen Zeit noch nicht in der Lage, Gespräche mit Psychologen in deutscher Sprache zu führen. Sprache ist aber der Dreh- und Angelpunkt, damit den traumatisierten Asylbewerbern geholfen werden kann. Die Sozialämter bezahlen diese Leistung bislang selten, Dolmetscherleistungen werden wie die Therapie selbst aus verschiedenen Töpfen finanziert. Aus Sicht der Caritas sollten die Dolmetscherkosten von den Kassen übernommen werden.

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg rund 3.800 Einrichtungen mit mehr als 175.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 65.000 Mitarbeiter/innen tätig sind.

Kontakt
Caritas in Baden-Württemberg
Eva-Maria Bolay
Strombergstr. 11
70188 Stuttgart
0711/2633-1288
bolay@caritas-dicvrs.de
http://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

(Visited 16 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert