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Hüftgelenkspiegelung – für wen lohnt sie sich?

Spannende Themen aus der Gelenk-Medizin beim großen BVASK-Kongress

Hüftgelenkspiegelung - für wen lohnt sie sich?

(Bildquelle: Dr. med. Christian Sobau / BVASK)

Wenn sich am 2.und 3. Februar Hunderte Orthopäden, Chirurgen und Sportmediziner zum 28. Kongress des Berufsverbandes für Arthroskopie in Düsseldorf treffen, ist auch Dr. med. Christian Sobau von den ARCUS Kliniken, Pforzheim dabei. Er vermittelt neueste Erkenntnisse rund um die Hüftgelenkarthroskopie.

„Ich hab´s mit der Hüfte“ – ein häufig gehörter Spruch im Bekanntenkreis. Doch was steckt dahinter? Bei jüngeren Menschen sind häufig Sportler oder Patienten mit Leistenschmerzen betroffen. Viele sind um die 25 Jahre alt, wenn es los geht, 85 Prozent davon im Fußball. Aber auch Kampf- und Tanzsport, sowie die Ballsportarten fordern ihren Tribut.

Ein nächster Häufigkeitsgipfel liegt bei den 40 bis 55Jährigen. Sie haben meist mit dem hormonellen Abbau der Knochenqualität zu tun. Der Generation 60 / 65+ kann eine Coxarthrose bzw. schwere Degeneration des Hüftgelenkes das Leben schwer machen. Letztere geht häufig auch mit Nachtschmerzen beim Liegen einher.

Bei 60 bis 70 Prozent aller Patienten mit kaputtem Hüftgelenk ist das Labrum geschädigt. Labrum (lat. Lippe) – das ist eine dicke Ausstülpung aus Fasergewebe die die Hüftgelenkpfanne auskleidet. Es dient zur Gelenkdämpfung und zum Gleiten des Oberschenkelkopfes in der Gelenkpfanne. Dr. Sobau: „Das Labrum ist eine hochsensible, sehr gut durchblutete Struktur. Es ist der Warnmelder. Wenn´s wehtut, sollte man die Hüfte sofort schonen“.

Grundsätzlich gilt: Menschen mit einer sitzenden Tätigkeit profitieren schneller von einer Hüftgelenkarthroskopie und können früher in Ihren Job zurückkehren, als solche in körperlich arbeitenden Berufen. Wenn bei massiver Schädigung des Hüftgelenks der Ruheschmerz und tägliche Schmerzen trotz Medikamenten-Einnahme im Vordergrund stehen, bleibt oft nur noch das künstliche Hüftgelenk.

Bei Betroffenen mit akuten Verletzungen aber, mit Rissen, Bewegungseinschränkungen, Gelenk-Blockaden oder einem schnappenden Hüftgelenk – da ist eine Arthroskopie (Hüftgelenkspiegelung) angezeigt. 35 bis 40 Prozent der Patienten haben kaputte Knorpel. Schon bei alltäglichen Bewegungen stoßen die Knochen aneinander, weil sich zu viel Knochenmasse gebildet hat. Hier kann die Arthroskopie genauso gut helfen, wie bei der Dysplasie, einer Fehlform der Hüftpfanne mit zu wenig Knochen. Bei dieser Form (30 Prozent der Betroffenen) springt der Hüftkopf immer wieder aus der Pfanne und schädigt so den Knorpel.

Der Vorteil der Arthroskopie liegt darin, dass minimalinvasiv und schonend operiert wird.
Wichtig: das eigene Gelenk sollte immer so lange wie möglich erhalten bleiben!

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Der Berufsverband für Arthroskopie e.V. vertritt die fachlichen und politischen Interessen arthroskopisch tätiger Ärzte (Orthopäden und Chirurgen) in Deutschland. Ziel ist es, alle Patienten nach dem modernsten Stand der Medizin versorgen zu können.

Kontakt
Berufsverband für Arthroskopie
Kathrin Reisinger
Breite Straße 96
41460 Neuss
0157 81777 698
presse@bvask.de
http://www.bvask.de

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