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Thema: Soziale Medien und Partnersuche

Soziale Medien erschweren die Partnersuche

Thema: Soziale Medien und Partnersuche

Christa Appelt, Gründerin und Inhaberin der Internationalen Christa Appelt Ehe- und Partnervermittlu (Bildquelle: @Appelt&Co)

Narzissten, Materialisten und Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl – diese Menschen nutzen Soziale Medien wie Facebook und Co. besonders häufig und exzessiv. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Studien, die nun in einer groß angelegten Studie von Soziologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) unter Leitung von Phillip Ozimek zusammengefasst und weiter vertieft wurde. Außerdem, so heißt es in der Auswertung einer weiteren Studie, hat die intensive Nutzung von Sozialen Medien einen negativen Effekt auf Partnerschaften und kann bis zur Trennung führen. „Diese Ergebnisse wundern mich wenig“, so Christa Appelt, Inhaberin der gleichnamigen klassisch geführten Partnervermittlung. Und sie geht noch einen Schritt weiter: „Die Sozialen Medien haben die Menschen verändert: Materialismus, Narzissmus und Oberflächlichkeit nehmen zu. Und das sind Faktoren, die bei der Partnersuche und in einer Beziehung wenig förderlich sind“.

Die aktuellen Studien belegen das, was Appelt seit Jahren in ihrer Arbeit erlebt: Die Sozialen Medien, und damit auch die Online-Singlebörsen, verändern die Menschen. Hier geht es vor allem um die folgenden Aspekte: Soziale Medien machen es Menschen leicht, sich in einer unrealistischen Weise selbst zu präsentieren. Soziale Medien gaukeln den Nutzern vor, stets von einer großen Menge an Freunden umgeben zu sein. Und die Sozialen Medien tragen dazu bei, andere Menschen als Objekte statt als Individuen zu betrachten. „Deshalb setzen wir bei unserer Arbeit bis heute ausschließlich auf persönliche Kontakte. Wir lernen jeden einzelnen Klienten persönlich kennen, legen Wert auf einen regelmäßigen Austausch und bringen so nur die Menschen zusammen, die wirklich zueinander passen. Und das bedeutet: große Ähnlichkeiten in Bezug auf Werte, Ziele und Erfahrungen.“

Ich bin, was ich poste
„Bei den Sozialen Medien kann sich jeder eintragen – der Millionär und der Harzt 4-Empfänger, der Weltreisende und der Pauschalurlauber, der Belesene und der Talkshow-Fan“, unterstreicht Appelt. Zugleich weist sie darauf hin, dass all diese Nutzer von Sozialen Medien durch das Posten von Bildern und Textbeiträgen vorgeben können, ein ganz anderer Mensch zu sein: Da wird aus dem kleinen Büroangestellten plötzlich ein erfolgreicher Jet-Setter und ein Egoist stellt sich als Altruist dar. Für den Betrachter ist es nur schwer zu erkennen, ob die Identität, die da auf den Plattformen der Sozialen Medien gezeigt wird, ansatzweise der Realität entspricht oder reine Phantasie ist. „Gleiches gilt leider auch für die meisten Online-Singlebörsen: Natürlich möchte sich jeder Mensch bei der Partnersuche möglichst positiv präsentieren. Für eine funktionierende Partnerschaft geht es jedoch vor allem um Authentizität“, weiß Appelt. Ihrer Erfahrung nach ist es daher essentiell wichtig, Menschen zueinander zu bringen, die einander aufgrund ihres bisherigen Lebensweges verstehen können.

Beziehung als Wegwerfartikel
Ein weiterer Effekt, den Soziale Medien nachgewiesener Maßen haben, ist die vermeintliche ständige Verfügbarkeit von Freunden, potentiellen Partnern und Bewunderern. In der virtuellen Welt werden Fremde durch einen Klick zum „Freund“ und zwei Menschen, die sich nur über eine Selbstdarstellung in einem Onlineprofil erlebt haben, werden zu potentiellen Partnern. „Easy coming – easy going, sagen die Engländer. Und Sie haben Recht: Freundschaften und Beziehungen brauchen eine Basis“, kritisiert Appelt. Zugleich lehren die Sozialen Medien, dass man Beziehungen zu Menschen eben so schnell wieder beenden kann – nämlich durch einen Klick. Denn: In den Sozialen Medien warten ja schier unendlich viele neue potentielle Freunde und Partner. „Freundschaften und Partnerschaften müssen aber wachsen – an gemeinsamen Erlebnissen. Und dazu zählen auch Probleme, die gemeinsam bearbeitet und gemeistert werden. Wer als Paar eine Krise gemeinsam bewältigt, der geht gestärkt daraus hervor. Das ist aber ein Konzept, das die Sozialen Medien nicht kennen. Hier gibt es nur die Differenzierung zwischen „Liken“ oder eben nicht „Liken“.

Mein Haus, mein Boot, meine Beziehungen
In zwischenmenschlichen Beziehungen geht es immer auch darum, den Freunden und Bekannten von den eigenen Errungenschaften zu berichten. Und natürlich interessiert es das Umfeld, wenn jemand in ein neues Haus gezogen ist oder sich den Traum von einem Boot erfüllen konnte. Die eingangs zitierte Studie der RUB hat jedoch bewiesen, dass Soziale Medien besonders gerne und exzessiv von Materialisten genutzt werden. Sie beschränken sich dabei nicht darauf, sich selbst möglichst positiv darzustellen, sondern sehen ihre „Freunde“ oder anderweitige Kontakte als Objekte statt als Menschen an. Es geht also nicht um die Klasse der Kontakte, sondern rein um die Masse. „Dieser Ansatz ist natürlich absolut kontraproduktiv, wenn es um die Suche nach einem Partner fürs Leben geht. Denn hier geht es ja gerade darum, die oder den einen zu finden, statt Massen von potentiellen Partnern um sich zu scharen“, so Appelt.

Soziale Medien – schlecht oder einfach anders?
Auch, wenn Soziale Medien in den Menschen nicht unbedingt die positivsten Seiten hervorbringen, so sind sie natürlich nicht per se schlecht – das unterstreicht auch die Studie der RUB. Es ist stets eine Frage, wie ein Soziales Netzwerk genutzt wird. Soziale Medien sind ideal, um lose Kontakte zu Menschen zu knüpfen oder Kontakte zu Menschen zu halten, die weit weg wohnen. Wer aber nicht mehr zwischen virtuellen und reellen Kontakten unterscheiden kann, der lässt sich von den Sozialen Medien instrumentalisieren, statt diese als Instrument für sich zu nutzen. „Soziale Medien sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken und sie haben auch ihre Berechtigung. Aber sie sind nicht das Werkzeug der Wahl, um den Partner fürs Leben zu finden. Denn Partnerschaften finden ja auch nicht in der virtuellen Welt statt, sondern in der Realität“, so Appelt.

„Ihr Glück liegt mir sehr am Herzen!“
Als ich Anfang der 1990er Jahre in Berlin mein erstes eigenes Institut gründete, wurde mir schnell klar, dass ich in der Ehe- und Partnervermittlung meine Berufung gefunden hatte.

Seitdem folgte eine Erfolgsstory, nach der unzählige Paare zwischen 25 und 84 Jahren hervorgegangen sind, von denen sich viele zu glücklichen Familien entwickelt haben.

Firmenkontakt
Christa Appelt Internationale Ehe- und Partnervermittlung GmbH
Christa Appelt
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0172/804 87 78
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