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Akne: Häufigste Hautkrankheit bei Jugendlichen

Die Pubertät ist für Körper und Geist eine anstrengende Zeit. Verschiedene Vorgänge werden im Körper in Gang gesetzt, und meist lässt auch der erste Pickel nicht lange auf sich warten. Wenn es bei einem Pickel bleibt – kein Problem. Nicht gern gesehen und leider auch recht auffällig sind dagegen Akne-Pickel. Bei Jugendlichen ist Akne die häufigste Hauterkrankung. Die AOK Hessen gibt einen Überblick über verschiedene Anwendungen zur Verbesserung des Hautbildes.

In der Pubertät bilden sich vermehrt männliche Geschlechtshormone, sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen. Diese regen die Talgbildung in der Haut an. Gleichzeitig entstehen mehr Hornzellen. Vergrößern sich nun die Poren und werden sie von zu viel Talg verstopft, kann dies zu Pickelbildung und Entzündungen auf Gesicht, Hals, Nacken und Rücken führen.

Bei Akne werden drei Stufen der Erkrankung unterschieden:

Leichte Akne: nur Mitesser und vereinzelte Akne-Pickel
Mittelschwere Akne: mehrere Pickel mit Entzündungen, sogenannte Pusteln mit Eiterbildung und Papeln (kleine Knötchen)
Schwere Akne: entzündete Pusteln und starke Knötchenbildung

Da die Akne hormonell bedingt ist, ist es keine Sache der Sauberkeit, wenn Akne-Pickel entstehen. Aber das Hautbild lässt sich durch gute Pflege mit pH-neutralen Produkten verbessern.
Folgende Tipps können helfen:

– Ölhaltige Kosmetik vermeiden und feuchtigkeitsspendende Cremes auf Wasserbasis verwenden.
– Nicht öfter als zweimal täglich waschen, da ansonsten die Haut zu strak austrocknet.
– Gesichtswasser mit einem hohen Alkoholgehalt wirkt desinfizierend.
– Zinksalben beruhigen die Haut und lassen Entzündungen abklingen.
– Auch milde Peelings sind geeignet.
– Zu viel Sonne, zum Beispiel durch das Sonnenstudio oder ungeschützte Sonnenbäder vermeiden. UV-Licht macht die geschädigte Haut noch empfindlicher.

Vorsicht gilt auch beim Pickelausdrücken: Dies sollte nur mit einem sauberen Tuch und am besten professionell ausgeführt werden. Ansonsten können sich die Entzündungen verschlimmern und Narben zurückbleiben.

Bei manchen Menschen wirkt sich eine gesunde Ernährung gut auf das Hautbild aus. Beim Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte und zuckerhaltige Speisen berichten Betroffene von einer Verbesserung des Hautbildes.

Mädchen, die mit der Antibabypille verhüten, können ihre Akne dadurch verbessern. Diesen Effekt haben alle Pillenpräparate. Es gibt auch Pillen, die eine etwas stärkere Wirkung auf das Hautbild haben. Diese enthalten den Wirkstoff Chlormadinonacetat. Ob diese Präparate jedoch infrage kommen, sollte mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.

Grundsätzlich gilt, je früher der Hautarzt aufgesucht wird und eine individuelle Therapie erfolgt, umso größer sind die Chancen auf einen gemäßigten Verlauf der Akne. Der Arzt kann bestimmte antibiotikahaltige Cremes oder Gels beziehungsweise eine kombinierte Therapie aus Cremes und Antibiotikatabletten oder Hormonpräparaten verschreiben.

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