Neuigkeiten Timeline

IT, NewMedia, Software
September 25, 2026

KODAK N2000 Serie – die neuen netzwerkfähigen Scanner von Kodak Alaris

Sport, Events
September 25, 2026

Pickleball boomt bei sportspaß: Zweiter Kurs im Oktober

Vereine, Verbände
September 25, 2026

Gegen Einsamkeit hilft ein Kartentisch

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
September 25, 2026

Polizei Berlin setzt am Kottbusser Tor auf KI-Videoschutz von Staige One

Garten, Bauen, Wohnen
September 25, 2026

Sichler Heizkörper-Ventilator mit USB-Stromversorgung

Garten, Bauen, Wohnen
September 25, 2026

Risiko Wohnungsbrand durch Lampen-Seilsysteme

IT, NewMedia, Software
September 25, 2026

SySS stellt Erebus Strike vor: Neue Methodik für schnelles AI-Pentesting mit technischen Guardrails und menschlicher Kontrolle

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
September 25, 2026

Rockstone News – Tocvan vor dem nächsten großen Schritt: 82% Goldgewinnung und erste kommerzielle Käufer klopfen bereits an

IT, NewMedia, Software
September 25, 2026

Datadobi führt Data Access Governance auf seiner StorageMAP-Plattform ein, um Unternehmen bessere Kontrolle über den Datenzugriff zu geben

Immobilien
September 25, 2026

Schließanlagen und Sicherheitstechnik: Durchdachte Zutrittslösungen für Immobilien in Nürnberg

Freizeit, Buntes, Vermischtes
September 25, 2026

Gnadenhof Weeze in Not

Bildung, Karriere, Schulungen
September 25, 2026

Podcast 3220: Grosse Ziele brauchen einen langen Atem

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
September 24, 2026

Passende Partner*innen über eine Anzeigenplattform kennenlernen?

Computer, Information, Telekommunikation
September 24, 2026

Von der Telefonnummer zur Phone-Domain – und zurück

Energiewende wird im Wohnzimmer entschieden

Größte deutsche Studie zum Heizwärmeverbrauch in Gebäuden veröffentlicht

Energiewende wird im Wohnzimmer entschieden

Christian Sperber, Hauptgeschäftsführer der Arge Heiwako

In wärmegedämmten Gebäuden wird mehr Energie verschwendet als in ungedämmten. Der absolute Energieverbrauch wird mit zunehmender energetischer Gebäudequalität immer kleiner, aber der Einfluss der Nutzer und ihre Neigung zum verschwenderischen Umgang nehmen deutlich zu. Zu diesem Ergebnis kommt die bundesweit größte Studie zur Energieeffizienz in Gebäuden des renommierten Prof. Dr. Clemens Felsmann. Sein Fazit: Je besser der energetische Zustand der Gebäudehülle ist, desto weniger kümmert die Bewohner ihr Umgang mit der Wärme. Deshalb plädiert der Wissenschaftler für verursachergerechtes Abrechnen der Heizkosten auch in sehr gut wärmegedämmten Gebäuden. Darüber hinaus belegt die Studie das hohe CO2-Minderungspotenzial der Heizkostenabrechnung.

Felsmann hat die bislang größte deutsche Studie zu den „Auswirkungen der verbrauchsabhängigen Abrechnung in Abhängigkeit von der energetischen Gebäudequalität“ vorgestellt. Der Professor für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung lehrt am Institut für Energietechnik der Technischen Universität Dresden. Das Institut genießt hohes Ansehen und ist häufig für die Bundesregierung tätig. Die Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V. (Arge Heiwako) hat Felsmann anonymisierte Messdaten von 3,3 Millionen Wohnungen zur Verfügung gestellt. Insgesamt gibt es in Deutschland 18 Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Geringste CO2-Vermeidungskosten
Die Studie bestätigt das hohe CO2-Minderungspotenzial der Heizkostenabrechnung. Seit Einführung der Abrechnungspflicht im Jahr 1981 wurden rund 350 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Die meisten Energieeffizienzmaßnahmen zur CO2-Vermeidung verursachen Kosten. Im Gegensatz dazu entstehen bei der verbrauchsabhängigen Abrechnung Einsparungen in Höhe von knapp 200 Euro je Tonne vermiedenes CO2. „Keine im Ansatz vergleichbare Maßnahme weist derart geringe Vermeidungskosten auf wie die verbrauchsabhängige Abrechnung“, sagt Felsmann. Seinen Berechnungen zufolge sind Heizkostenabrechnungen in ihrer Wirkung besser als Energiesparlampen und sogar vergleichbar mit der Sanierung aller unsanierten 1- bis 2-Familienhäuser.

Nutzer in Altbauten deutlich energiebewusster
Die Analyse belegt, dass in Mehrfamilienhäusern die gemessenen Raumtemperaturen in zwei Dritteln aller untersuchten Wohnräume deutlich unter dem theoretischen Sollwert von 20 °C liegen. Die Hälfte aller erfassten Werte lag sogar unter 19 °C. Demnach verhalten sich Nutzer in Altbauten deutlich energiebewusster als bisher angenommen, und ihr Verhalten hat einen größeren Einfluss auf den Gesamtverbrauch als vermutet. Der gemessene Energieverbrauch von Altbauten fällt im Durchschnitt deutlich niedriger aus als der berechnete Bedarf nach EnEV. Einsparpotenziale von energetischen Maßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik werden deshalb überschätzt.

Die Felsmann-Studie weist nach, dass die durchschnittlichen Raumtemperaturen mit der energetischen Qualität der Gebäude deutlich steigen. Wohnungen, die zwischen 1958 und 1967 erstellt wurden, sind durchschnittlich 18,1 °C warm. Solche aus den Jahren 1978 bis 1995 sind nur unwesentlich höher temperiert. Doch bereits die Baujahre von 1996 bis 2001 sind mit 19,4 °C deutlich wärmer. Wohnungen nach dem EnEV-2002-Standard legen weiter zu auf rund 20 °C. In Gebäuden nach aktueller EnEV sind die Raumtemperaturen im Mittel noch höher.

Energieverbrauch für Warmwasser wird unterschätzt
Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass der Gebäudezustand keinen Einfluss auf den Energiebedarf für die Trinkwassererwärmung hat. Allerdings steigt der relative Anteil am Gesamtwärmeverbrauch mit zunehmender energetischer Gebäudequalität. Für Neubauten beträgt der Anteil hierfür über 30 Prozent. Aus dem umfangreichen Datenmaterial ermittelte Felsmann einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 26 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/(m2 a)) für die Wassererwärmung. Dieser Verbrauchswert liegt mehr als das Doppelte über dem in DIN V 18599 Teil 10 angenommenen Nutzenergiebedarf von 12,5 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter. In einem Altbau, der vor 1977 erstellt wurde, fallen durchschnittlich 17 Prozent des Heizwärmeverbrauchs auf die Warmwasserbereitung. In Gebäuden, die nach der EnEV 2002 gebaut wurden, sind es bereits 28 Prozent. In Einzelfällen kann der Anteil der Wassererwärmung im Neubau auf bis zu 50 Prozent steigen. Deshalb empfiehlt Felsmann, die verursachergerechte Heiz- und Wasserkostenverteilung auch im Neubau und im energetisch optimierten Altbau einzusetzen, um die Nutzer zum Energiesparen zu bewegen.

Verbrauchsausweis deutlich überlegen
Weil die Berechnungsgrundlage (DIN V 18599) auf anderen Grundannahmen beruht, wird der berechnete Energieverbrauch im Neubau nicht erreicht. Einsparpotenziale im Altbau könnten jedoch nur dann seriös prognostiziert werden, wenn für jeden Einzelfall die tatsächliche Verbrauchssituation geprüft werde. Ebenso wie im Altbau würden die Auswirkungen der energetischen Vorschriften nach EnEV im Neubau überschätzt. Der Wissenschaftler macht auch hierfür im Wesentlichen das Nutzerverhalten verantwortlich. Vor allem in neuen Gebäuden mit niedrigem Energiebedarf verbrauchen die Nutzer durch ihr Heiz- und Lüftungsverhalten mehr Wärme als berechnet.

Fazit
Das Nutzerverhalten ist entscheidend. Nur wer weiß, wie viel Energie er verbraucht und was das kostet, wird sein Verhalten im Umgang mit Energie überdenken. Und nur wer sein Verhalten überdenkt, wird sein Verbrauchsverhalten anpassen. Das kann laut Felsmann dazu führen, dass Räume weniger stark oder nur teilweise beheizt werden und dass bedarfsgerechter gelüftet und weniger Warmwasser verbraucht wird.

Die komplette Studie kann unter info@arge-heiwako.de bestellt werden.

Zur Studie
Die Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung – kurz Arge Heiwako, hat im Januar 2013 die größte deutsche Studie zur Energieeffizienz von Gebäuden veröffentlicht. Für die repräsentative Studie „Auswirkungen der verbrauchsabhängigen Abrechnung in Abhängigkeit von der energetischen Gebäudequalität“ wurden mehr als 3,3 Millionen anonymisierte Verbrauchsabrechnungen ausgewertet.

Bildrechte: PresseCompany

Zur Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V.
Die Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V. zählt als bundesweit tätiger Fachverband die größten Dienstleistungsunternehmen für die verbrauchsabhängige Abrechnung von Heiz-, Warm- und Kaltwasserkosten zu ihren Mitgliedern.

Kontakt
Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V.
Christian Sperber
Heilsbachstraße 24
53123 Bonn
0228-35 14 96
info@arge-heiwako.de
http://www.arge-heiwako.de

Pressekontakt:
PresseCompany GmbH
Rainer Frick
Reinsburgstraße 82
70178 Stuttgart
0711/ 23 88 6-55
rainer.frick@pressecompany.de
http://www.pressecompany.de

(Visited 20 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert