Neuigkeiten Timeline

Kunst, Kultur
Oktober 24, 2026

Farbe, Form und Ausdruck: Walter Angerer der Jüngere bei KunstKlangGenuss

Tourismus, Reisen
Oktober 24, 2026

Saisonende naht – Gradierhaus noch bis 1. November in Betrieb

Tourismus, Reisen
Oktober 23, 2026

Erleben Sie die besondere Atmosphäre direkt am Wasser – Wasser soweit das Auge reicht

Tourismus, Reisen
Oktober 23, 2026

Meeresblick Panorama Wohnung mit eigenem Strandzugang hier sitzen Sie in der ersten Reihe

Tourismus, Reisen
Oktober 23, 2026

Deichhaus herrlicher Wasserblick bis 6 Personen mit Sauna

Immobilien
Oktober 23, 2026

Baugrundstück am Meer nur noch 1 Baugrundstück

Vereine, Verbände
Oktober 23, 2026

Weiter auf Expansionskurs

Tourismus, Reisen
Oktober 23, 2026

Winterurlaub auf der Baar: Haus Mohnblume in Öfingen

Medizin, Gesundheit, Wellness
Oktober 23, 2026

Den Stress mit Füßen treten – das ist durchaus wörtlich gemeint!

IT, NewMedia, Software
Oktober 23, 2026

KI und Robotik im Wochentakt: dcyphr.® startet Freitags-Briefing und erweitert Workshop-Angebot

Wissenschaft, Forschung, Technik
Oktober 23, 2026

Arcanus Aerial Systems und NeuralDrones: Exlusive Partnerschaft zur Waldbranderkennung mit KI und Brandnachwache

Maschinenbau
Oktober 23, 2026

40 Jahre für die vernetzte Blechfertigung

Garten, Bauen, Wohnen
Oktober 23, 2026

Hainrich-Challenge: Einsparpotenziale entdecken und gewinnen

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Oktober 23, 2026

Frequentis leitet europäisches SESAR-Projekt zur Weiterentwicklung der nächsten Generation von Flugsicherungssystemen

Europa – ein unbeliebter Standort?

Warum es nationale Produktionsstätten braucht

Europa - ein unbeliebter Standort?

Chakib Lemzouri, Leiter Gesundheitspolitik und Tender der Bracco Imaging Deutschland GmbH (Bildquelle: Photogenika)

Immer mehr europäische Firmen überlegen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern. So erwog laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer 2023 ein Drittel aller befragten Industrieunternehmen aufgrund der Energiepolitik in Deutschland eine Abwanderung beziehungsweise Verlagerung der Kapazitäten. „Oftmals zieht es auch Produktionsstätten pharmazeutischer Unternehmen etwa in Länder mit geringeren Energiekosten außerhalb Europas. Infolgedessen hängt die europäische Versorgung mit Arzneimitteln zunehmend auch von langen Lieferketten ab. Kommt es zu Lieferproblemen, besteht die Gefahr, dass die Patientensicherheit nicht mehr gewährleistet ist“, erläutert Chakib Lemzouri, Leiter für Gesundheitspolitik bei Bracco Imaging Deutschland GmbH.

Lange Lieferwege gefährden Patientenversorgung

Vor allem hohe Energiekosten, aber auch der zunehmende Fachkräftemangel und eine oftmals langsame Bürokratie hierzulande machen eine Verlagerung der Produktion nach beispielsweise Asien für viele Unternehmen attraktiver. „Die Auswirkungen der daraus resultierenden langen Lieferketten haben in den letzten Jahren bereits viele Patienten und deren Angehörige in Deutschland zu spüren bekommen, als unter anderem Fiebersäfte für Kinder oder Krebsmedikamente fehlten. Auch Lieferengpässe bei Kontrastmitteln nahmen zu, beispielsweise als 2022 der Hafen von Shanghai aufgrund des Lockdowns gesperrt wurde und ein internationaler Hersteller nicht wie geplant liefern konnte“, erklärt Lemzouri und ergänzt: „Und auch jetzt noch gibt es viele Versorgungsengpässe in Deutschland.“

Produktionsstandorte in Europa stärken

Um Engpässen entgegenzuwirken, müsste Deutschland beziehungsweise Europa unabhängiger von globalen Lieferketten werden. „Die Bracco Group hat insgesamt sieben Kontrastmittel-Produktionsstätten – die größte davon mit Sitz in Singen in Deutschland. Weitere vier sind in der Schweiz und Italien. Zudem befinden sich zwei unserer Anlagen zur Wirkstoff-Herstellung in Europa. All diese Produktionsstätten wollen wir nicht verlagern, um Kosten zu sparen. Denn nach unserer Auffassung lässt sich nur durch kurze Lieferketten die Versorgung der Krankenhäuser und Ärzte in Europa mit Kontrastmitteln wirklich gewährleisten und somit die Patientensicherheit stärken“, so Lemzouri. „In Europa zu bleiben, sollte für europäische Produktionsstätten aber nicht mit wirtschaftlichen Nachteilen einhergehen.“

Anreize schaffen

Für Kontrastmittelhersteller gestaltet es sich mittlerweile sehr schwer, in Deutschland wirtschaftlich zu arbeiten. Denn die Produktion ist nicht nur teuer geworden, sondern die gesetzlichen Krankenkassen wollen zudem für Kontrastmittel immer weniger zahlen. So wählen sie in einigen Bundesländern durch Exklusivausschreibungen den günstigsten Anbieter aus, der daraufhin als einziger in der jeweiligen KV-Region den Zuschlag bekommt und mit dem als einzigem ein Rabattvertrag geschlossen wird. „Dass nur der niedrigste Preis bei den Ausschreibungen eine Rolle spielt, halten wir für unverantwortlich. Aspekte wie Qualität, Patientensicherheit, Umweltfaktoren, Produktionsstandorte und die Lieferkettensicherheit müssten auch berücksichtigt werden“, betont Lemzouri.

Der Experte fordert: „Die Politik muss dringend etwas gegen die strukturellen Probleme unternehmen. Es gilt Anreize zu schaffen. Beispielsweise sollten Anbieter mit nationaler Produktion den Vorzug vor Herstellern mit Produktion außerhalb Europas bekommen. Dabei ist das Instrument von Exklusivausschreibungen bei so einer hohen Marktkonzentration, wie sie bei Kontrastmitteln existiert, genau falsch. Aus diesem Grund und vor dem Hintergrund des Urteils des Bundessozialgerichts vom 21. September 2023, Aktenzeichen B 3 KR 4/22 R, fordern wir die Krankenkassen auf, die Exklusivausschreibungen und die geschlossenen Rabattverträge unverzüglich zu beenden und eine der vielen vertraglichen Möglichkeiten zu nutzen, die uns der Gesetzgeber zur Verfügung stellt.“

Weitere Informationen unter www.bracco.com/de-de (https://www.bracco.com/de-de)

Die Bracco Imaging Deutschland GmbH aus Konstanz gehört zur italienischen Bracco Group, die als Hersteller von Kontrastmitteln zu den global führenden Unternehmen im Bereich der diagnostischen Bildgebung für Röntgen, Magnetresonanztomografie und Ultraschall zählt. Mit drei eigenen Forschungszentren in Italien, der Schweiz und in den USA bilden Forschung und Entwicklung einen wichtigen Bestandteil ihrer Arbeit. Die Produktion findet neben Deutschland auch in Italien, der Schweiz, Kanada, China und Japan statt. Zusätzlich zu Kontrastmitteln und Medizinprodukten beinhaltet das Angebot verschiedene Serviceleistungen, die medizinisches Fachpersonal bei der Optimierung der Diagnostik unterstützen. Insgesamt betrug der weltweite Umsatz der 3.600 Mitarbeiter starken Bracco Group im Jahr 2020 rund 1,4 Milliarden Euro.

Firmenkontakt
Bracco Imaging Deutschland GmbH
Chakib Lemzouri
Max-Stromeyer-Straße 116
78467 Konstanz
07531 3631-130
https://www.bracco.com/de-de

Pressekontakt
Borgmeier Public Relations
Vanessa Köhnke
Lange Straße 112
27749 Delmenhorst
04221 9345-333

Home

(Visited 42 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert