Viele Unternehmen wollen ihre Energieversorgung unabhängiger gestalten. Fehlende Orientierung und regulatorische Unsicherheit bremsen jedoch Investitionen.
Ingolstadt, 09. Oktober 2026 – Mehr als jedes dritte mittelständische Unternehmen in Deutschland kennt kein Förderprogramm für Investitionen in die eigene Energieversorgung. Das zeigt eine repräsentative Studie der meistro Gruppe (https://www.meistro.de/). Selbst der KfW-Förderkredit 270 ist lediglich gut einem Drittel der Unternehmen bekannt.
Dabei ist das Interesse an einer unabhängigen Energieversorgung groß. 40 Prozent der Unternehmen berichten, innerhalb der vergangenen zwölf Monate Probleme bei ihrer Energieversorgung erlebt zu haben. Entsprechend verfolgt fast jedes zweite Unternehmen (44 Prozent) das Ziel, sich unabhängiger vom klassischen Strombezug aufzustellen.
Die Investitionsbereitschaft ist vorhanden. Rund jedes dritte Unternehmen plant Investitionen von bis zu 250.000 Euro in die eigene Energieversorgung, weitere 23 Prozent kalkulieren mit Investitionen zwischen 250.000 und 500.000 Euro.
In der Praxis setzen bislang jedoch nur wenige Unternehmen auf eine konsequente Eigenversorgungsstrategie. Zwar erzeugen bereits 39 Prozent eigenen Strom – überwiegend mithilfe von Photovoltaikanlagen –, doch lediglich 13 Prozent decken ihren Energiebedarf systematisch über selbst erzeugte Energie. Weitere 26 Prozent planen entsprechende Projekte innerhalb der kommenden zwölf Monate.
Warum viele Vorhaben nicht umgesetzt werden, zeigt ein Blick auf die größten Hürden: 27 Prozent der Unternehmen nennen regulatorische Vorgaben als wesentliches Hindernis, 26 Prozent beklagen fehlende Investitionssicherheit. Hinzu kommt die geringe Bekanntheit bestehender Förderprogramme. Die Studienergebnisse legen nahe, dass fehlende Orientierung Investitionsentscheidungen ebenso bremst wie regulatorische Unsicherheit.
Auch die energiepolitischen Rahmenbedingungen werden kritisch bewertet. Fast jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) beurteilt die Energiepolitik der Bundesregierung negativ.
„Die Investitionsbereitschaft im Mittelstand ist vorhanden – viele Unternehmen wollen ihre Energieversorgung unabhängiger und widerstandsfähiger aufstellen“, sagt Niels Keunecke, CEO der meistro Gruppe. „Unsere Studie zeigt jedoch, dass zahlreiche Unternehmen bestehende Fördermöglichkeiten gar nicht kennen und gleichzeitig mit komplexen regulatorischen Anforderungen konfrontiert sind. Der Industriestrompreis verdeutlicht zwar, wie wichtig wettbewerbsfähige Energiekosten für Unternehmen sind. Für den überwiegenden Teil des Mittelstands bleibt jedoch die eigene Energieversorgung der entscheidende Hebel, um Energiekosten langfristig zu steuern und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, transparente Förderangebote und praxisnahe Unterstützung.“
Zur Methodik
Für die Studie hat die meistro Gruppe gemeinsam mit YouGov im Oktober 2025 insgesamt 400 Entscheiderinnen und Entscheider aus mittelständischen Unternehmen in Deutschland befragt.
Über die meistro Gruppe
Die meistro Gruppe mit Sitz in Ingolstadt ist im Bereich Energie der nachhaltige 360-Grad Partner für Unternehmen und bietet seit 2006 bundesweit die gesamte Wertschöpfung von der Erzeugung, über die Beratung bis zur Lieferung an. Seit der Gründung orientiert sich das Unternehmen an den ESG-Kriterien Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die unternehmerischen Aktivitäten erfolgen in den operativen Tochtergesellschaften meistro Energie GmbH (Energielieferung), meistro solution GmbH (Energieberatung), meistro R. E. GmbH (Erzeugung erneuerbarer Energien), duobloq Energie GmbH (Energie-Contracting) sowie der meistro Stiftung gGmbH. Aktuell arbeiten mehr als 140 Mitarbeiter an der Umsetzung der Vision und Mission der meistro Gruppe.
Kontakt
meistro GmbH
Malte Liesch
Südliche Ringstr. 66
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https://www.meistro.de