Neuigkeiten Timeline

Tourismus, Reisen
August 31, 2026

Novotels aus Köln, Düsseldorf, Aachen und Frankfurt sammelten Müll mit K.R.A.K.E. e. V.

Maschinenbau
August 31, 2026

Von High Mix bis zu extremen Bauteilformaten: FUJI zeigt auf der EFX die Bandbreite moderner SMT-Bestückung

Medien, Kommunikation
August 31, 2026

Die IMAGO-Analyse zur Fußball-WM 2026: Die größte Bildnachfrage entsteht schon weit vor dem Finale

Medizin, Gesundheit, Wellness
August 31, 2026

Der Ayurveda-Herbst beginnt nicht für jeden gleich

Tourismus, Reisen
August 31, 2026

Herbstwandern in Öfingen vom Rückzugsort Haus Mohnblume

Immobilien
August 31, 2026

Die perfekte Immobilienpräsentation: Ein umfassender Leitfaden für Schleswig-Holstein

Umwelt, Energie
August 31, 2026

GS Yuasa präsentiert SalesIQ auf der Automechanika Frankfurt 2026

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
August 31, 2026

DENIOS macht den Sicherheitsschrank smart und intelligent

Garten, Bauen, Wohnen
August 31, 2026

Split-Klimaanlage kaufen: RheinCool führt über 3.000 Geräte von Daikin, Mitsubishi und Bosch

Bildung, Karriere, Schulungen
August 31, 2026

Felix Blume wird offizieller Schirmherr von Sounds of Hope International

Maschinenbau
August 31, 2026

Clypp sichert Industriewissen mit neuem KI-Editor

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
August 31, 2026

Personalentwicklung / Training und KRINNER-Skala ©

Auto, Verkehr
August 31, 2026

15 von 33 Podestplätzen im E-Auto-Index gehen an chinesische Marken

Kunst, Kultur
August 31, 2026

Münzen: Sammel-Leidenschaft Nr. 1 – vor allem bei jungen Deutschen

Zur Sterbehilfe bekennen oder lieber drüber schweigen?

Hitzige Diskussion zwischen Medizinern und Ärztefunktionär auf Berliner DGHS-Veranstaltung

(Berlin) An welchen Arzt kann ich mich wenden, wenn ich ein selbstbestimmtes Ende mit ärztlicher Hilfe haben möchte? Drohen dem Hausarzt Sanktionen, wenn er mir ein entsprechendes Rezept ausstellt? Ist jedem Arzt klar, welche Pflichten er gegenüber seinen Patienten hat? Dies und mehr waren die Fragen, die fast 200 Interessierte am Dienstag in die Technische Universität Berlin führten, um bei der DGHS-Diskussion „Selbstbestimmt sterben. Neue Ansätze für ein Umdenken in Deutschland“ dabei zu sein. In dem Hörsaal verwies der bekannte Münchner Medizinrechtsanwalt Wolfgang Putz auf die völlig „klare Rechtslage“, die lediglich die aktive Tötung unter Strafe stellt. Jeder Patient habe „ein einklagbares Recht, wenn er zum Beispiel nicht mehr beatmet werden möchte“. In seiner Anwaltstätigkeit gebe es einen starken Anstieg von durchgeführten Suizidassistenzen, die durch ihn rechtlich abgesichert werden.

Dr. Ulrich Meyberg, der auch Mitglied des DGHS-Präsidiums ist, warb für die Einrichtung von Suizidpräventionsberatungsstellen, die dem Hilfesuchenden alle Möglichkeiten von Al-ternativ-Behandlungen aufzeigen sollen, aber eine wohlüberlegte Selbsttötung letztlich auch akzeptieren. Dass bereits im alltäglichen Umgang mit Sterbenden eine breite Palette von Hilfestellungen gegeben werde, betonte der Palliativmediziner Dr. Matthias Thöns aus Witten. Den meisten Patienten helfe, so Thöns, Schmerzmittel und Sedierung. Auf die Garantenstellung des Arztes verwies der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst. Er gehe stets davon aus, dass der Patient Hilfe wünsche, aber das Selbstbestimmungsrecht und die Patientenverfügung sei zu respektieren. In seiner Region verbiete das Berufsrecht den Ärzten nicht absolut eine Assistenz beim Suizid, ebenso drohe kein Approbationsentzug, aber kein Mediziner könne dazu verpflichtet werden. Der Berliner Arzt Uwe-Christian Arnold, der aufgrund seiner Suizidbegleitungen mittlerweile Bekanntheit erlangt hat, betonte, dass viele Ärzte Repressionen durch ihre jeweilige Berufsvertretung fürchten.

Einen Ausblick auf die gesetzliche Lage im Nachbarland Belgien, in dem die Sterbehilfe als integraler Bestandteil der Palliativpflege behandelt wird, gab Professor Dr. Jan Bernheim. Auch die Tötung auf Verlangen wird dort unter Umständen nicht strafverfolgt. Ein Vorbild für Deutschland könnten die Gesetze in Belgien und auch in den Niederlanden jedoch nicht sein, widersprach der Kammervertreter. Windhorst: „Ich möchte keine holländischen Verhältnisse haben, dass Menschen entsorgt werden“.

In der Diskussion mit dem Publikum wurde deutlich, dass es vor allem die Angst vor einer entwürdigenden Situation am Lebensende ist, die den Wunsch nach einem erlösenden Rezept wachsen lasse. Zudem wollen viele Menschen sich vertrauensvoll an einen Arzt wenden können. Dass diese sich endlich zusammenschließen und an einen Tisch setzen müssen, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen auszutauschen, nahmen die Veranstalter als Auftrag mit aus der Veranstaltung.

DGHS-Präsidentin Elke Baezner: „Die Diskussion um selbstbestimmtes Sterben ist nun endgültig aus der Grauzone heraus und wird weiter in der breiten Öffentlichkeit geführt.“

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR HUMANES STERBEN (DGHS) e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben, kurz DGHS, ist die bundesweit älteste und größte Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie versteht sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 als Bürger- und Menschenrechtsbewegung zur Durchsetzung des Patientenwillens und des Selbstbestimmungsrechts des Einzelnen. Ziel ihrer Arbeit ist, dass Artikel 1 GG, die unantastbare Würde des Menschen, auch im Sterben gewahrt bleibt. … damit das Leben bis zuletzt human bleibt!

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V.
Wega Wetzel
Kronenstr. 4
10117 Berlin
030-21222337-22
wega.wetzel@dghs.de
http://www.dghs.de

(Visited 28 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert