Neuigkeiten Timeline

Tourismus, Reisen
Juni 18, 2026

Airport Nürnberg und Leitner Reisen eröffnen Schule in Peru

Kunst, Kultur
Juni 18, 2026

Natürlich.Verbunden.

IT, NewMedia, Software
Juni 18, 2026

Tenable optimiert Risikopriorisierung im Exposure Management durch kontinuierliche Validierung von Sicherheitskontrollen

Umwelt, Energie
Juni 18, 2026

Reju schließt sich Recycling Europe Textiles an

Politik, Recht, Gesellschaft
Juni 18, 2026

Deutsch-französisches Positionspapier

Immobilien
Juni 18, 2026

Baugrundstücke erschlossen Insel Rügen Glowe ca 200 m zur Ostsee

IT, NewMedia, Software
Juni 18, 2026

“State of AI in the Enterprise Report 2026” von Box zeigt: Agentic AI verändert die Unternehmenswelt bereits jetzt nachhaltig

Bildung, Karriere, Schulungen
Juni 18, 2026

Selbst in Zeiten von KI und Automatisierung: Jede/r dritte Beschäftigte verliert 28 Arbeitstage im Jahr durch ineffiziente Prozesse

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juni 18, 2026

Corporate Gold: SOLIT Group bietet neuen Service bei der Anlage von Betriebsvermögen

Vereine, Verbände
Juni 18, 2026

Neuer Vorstand für sportspaß e.V. in Hamburg

Medien, Kommunikation
Juni 18, 2026

Newsjacking-PR zur Fußball-WM: Themenideen für Pressemitteilungen

Medizin, Gesundheit, Wellness
Juni 18, 2026

Carnivore Rezepte: Einfacher Einstieg in die Carnivore Ernährung

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juni 18, 2026

bKV-Reaktivierung: Schluss mit toten Benefits

Bildung, Karriere, Schulungen
Juni 18, 2026

4. Deutscher Bildungs-Award in Folge für dehner academy

Wärme und Strom mit kurzen Wegen

SWW Wunsiedel baut Netz von Biomasse-Heizkraftwerken

Wunsiedel – Die Energiewende wird nicht zuletzt wegen fehlender Leitungen ausgebremst. Überregionale Verteilnetze auszubauen, kostet viel Geld und Zeit. Für Marco Krasser funktioniert daher der Umbau der Energieversorgung nur dann, wenn Wärme und Strom überwiegend dort verbraucht werden, wo man sie erzeugt. Krasser ist Geschäftsführer der SWW Wunsiedel GmbH, ein kommunales Unternehmens im oberfränkischen Wunsiedel, und er hat längst die Konsequenzen aus seiner Erkenntnis gezogen. „Wir bauen ein Netz an Stadtteilheizungen auf, über das nach und nach alle Haushalte und Betriebe nachhaltig mit Energie versorgt werden.“

Jüngstes Kind dieser Strategie ist das kürzlich in Betrieb gegangene Biomasse-Heizkraftwerk im Wunsiedler Ortsteil Schönbrunn. Rund 3,7 Millionen Euro haben das Heizkraftwerk und das 5,3 Kilometer lange Nahwärmenetz gekostet. Der hocheffiziente Brenner verfügt über eine thermische Leistung, die zwischen 350 und 950 Kilowatt modulierbar ist. Was gerade benötigt wird, leitet die Anlage automatisch aus der Außentemperatur ab. Bei strengem Frost powert sie mit voller Leistung, ansonsten mit gedrosselter Kraft, was sparsamen Betrieb garantiert. Hinzu kommt ein Pelletvergaser mit einer elektrischen Leistung von 190 Kilowatt und einer thermischen von 250 Kilowatt. Um nicht sofort verbrauchte Wärme speichern zu können, wurden Pufferspeicher eingebaut, die zusammen 80 Kubikmeter Wasser fassen.

Das Heizkraftwerk soll rund 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom und ca. 2,9 Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr erzeugen. Damit wäre der Stadtteil Schönbrunn energetisch autonom. „Unserer Überzeugung nach liegt im Prinzip Strom und Wärme mit kurzen Wegen einer der Schlüssel zum Erfolg der Energiewende“, meint Krasser. Entsprechend ambitioniert sind seine weiteren Pläne, denn das Werk in Schönbrunn und eine weitere Stadtteilheizung in Wunsiedel-Breitenbrunn sieht er lediglich als Auftakt. „Wir bezeichnen diese Anlagen als Keimzellen einer rein regionalen Energieversorgung.“

Holz aus der Region
Zur Regionalität gehört aber auch ein regional gewonnener Energieträger. Und der stammt im Falle der Stadtteilheizungen tatsächlich aus örtlichen Quellen. Verheizt werden Pellets aus dem Pelletwerk in Holenbrunn, das von der WUN Bioenergie GmbH, einer SWW-Tochter, betrieben wird. Die für die Pelletherstellung nötigen Späne steuert die GELO-Holzwerke GmbH aus dem nahe Wunsiedel gelegenen Weißenstadt bei, die dafür wiederum Holz aus Wäldern der Region nutzt.

Besonderer Clou des Wunsiedler Konzepts: Zum Trocknen der Pellets wird Wärme gebraucht und die erzeugt das Biomasseheizkraftwerk der WUN Bioenergie in Wunsiedel-Holenbrunn. Als Brennmaterial dienen hier Holzhackschnitzel von lokalen Waldbauern und den Bayerischen Staatsforsten. Mit den Pellets löse man das Problem der Speicherung regenerativer Energie, erläutert Krasser. „Wir haben damit so etwas wie „kalte“ Fernwärme, die leicht transportierbar ist und genau dann in „heiße“ Fernwärme verwandelt wird, wenn der Wärmebedarf da ist.“

Mehr Wertschöpfung vor Ort
Das ausgeklügelte Konzept der SWW Wunsiedel ermöglicht eine dezentrale und regenerative Energieversorgung – und erfüllt damit die wesentlichen Voraussetzungen für Zukunftsfähigkeit. Zu bedenken ist laut Krasser auch die höhere Zustimmung der Bevölkerung zu neuen Ideen, „wenn sie dabei mitgenommen werden, vor Ort die Ergebnisse sehen und davon profitieren“. Eben dies geschieht in Wunsiedel. So haben die Bürgerinnen und Bürger nicht nur den Vorteil komfortabler Fernwärme, die eigene Heizungen überflüssig macht. Darüber hinaus werde die Wertschöpfung in der Region erhöht, sagt Krasser. „Und das ist gerade im strukturschwachen Nordostoberfranken ein entscheidendes Argument.“

Weitere Informationen auf der Homepage der Stadtwerke Wunsiedel

Wärme und Strom vor Ort erzeugen und verbrauchen – das ist das Konzept der Stadtwerke im oberfränkischen Wunsiedel.

Kontakt
SWW Wunsiedel GmbH
S. Spangenberg
Rot-Kreuz-Str. 6
95632 Wunsiedel
0921/7593553
s.spangenberg@froehlich-pr.de
http://www.s-w-w.de

Pressekontakt:
Fröhlich PR GmbH
Siynet Spangenberg
Alexanderstraße 14
95444 Bayreuth
0921/75935-53
s.spangenberg@froehlich-pr.de
http://www.s-w-w.de

(Visited 15 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert