Neuigkeiten Timeline

Umwelt, Energie
Oktober 1, 2026

Der Nextpower Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2026: SBTi bestätigt Klimaziele, Scope-3-Emissionsintensität um 12 % gesenkt

Medizin, Gesundheit, Wellness
Oktober 1, 2026

Internationaler Tag der älteren Generation

Bildung, Karriere, Schulungen
Oktober 1, 2026

Outplacement-Kosten im Umbruch: Preise neu bewerten

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Oktober 1, 2026

SOLIT ernennt Konstantin Kavvadias zum Chief Financial Officer

Allgemein
Oktober 1, 2026

Copywriting-ki.de startet: „Eine KI, die tickt wie ein Werbetexter“

Bildung, Karriere, Schulungen
Oktober 1, 2026

Warum suchst du dir immer wieder den falschen Partner aus?

Computer, Information, Telekommunikation
Oktober 1, 2026

European Cyber Security Month: Sicheres Videomanagement und Cloudnutzung für die öffentliche Verwaltung

Umwelt, Energie
Oktober 1, 2026

Engagierte für den Klimaschutz: Europäischer Klimapakt sucht neue Botschafterinnen und Botschafter

Wissenschaft, Forschung, Technik
Oktober 1, 2026

Vier Perspektiven. Vier Gespräche.

Medien, Kommunikation
Oktober 1, 2026

Der gefährlichste Satz im Business: Ich kenne schon genug Leute

Politik, Recht, Gesellschaft
Oktober 1, 2026

Wechsel an der Spitze: August Ilg wird neuer Vorstandsvorsitzender der ANDHERI HILFE

Computer, Information, Telekommunikation
Oktober 1, 2026

AGON PRO präsentiert E-Sport-Monitor AGP257FT mit oxidbasiertem Fast-IPS-Panel und 1.000 Hz (nativ)

Familie, Kinder, Zuhause
Oktober 1, 2026

Jetzt mitmachen und bewerben: Deutscher Kinder- und Jugendpreis 2027 des Deutschen Kinderhilfswerkes

Tourismus, Reisen
Oktober 1, 2026

Goldener Herbst und Winterzauber im Montafon

„Pionier des Umdenkens und großer Geist“

DGHS zum Tod von Walter Jens

(dgpd Berlin) Als „kritischen Vordenker und Pionier eines Umdenkens im Umgang mit dem Sterben“ würdigt Elke Baezner, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. den am Sonntag verstorbenen Walter Jens. In dem Buch „Menschenwürdig sterben. Ein Plädoyer für Selbstverantwortung“ aus dem Jahr 1995 hatten Jens und Co-Autor Hans Küng dafür gestritten, das Sterben in die Verantwortung des einzelnen Menschen zu geben. Jens selbst hatte wiederholt betont, für sich ein selbstbestimmtes Lebensende in Anspruch nehmen zu wollen. Diese Wahlmöglichkeit ist ihm aber nicht geblieben. Nach Ausbruch seiner schweren Demenzerkrankung war Jens zum Pflegefall geworden, die Autonomie zum selbstbestimmten Sterben war damit nicht mehr gegeben.

Walter Jens, der als Rhetorikprofessor in Tübingen lebte und u.a. mit seiner Frau Inge zahlreiche Bücher schrieb, wurde von seiner Familie und professionellen Pflegekräften rundum versorgt. In der Debatte um selbstbestimmtes Sterben und das Leben mit Demenz ist in den vergangenen Jahren das tragische Schicksal des Philologen immer wieder exemplarisch herangezogen worden. Konnte Jens schwersterkrankt seine Würde noch wahren? Oder war Jens privilegiert, weil er sich eine gute Pflege auch finanziell leisten konnte? Seine Frau Inge hatte gelegentlich in den Medien aus dem Alltag ihres Mannes berichtet, was in Diskussionen um die Volkskrankheit Demenz bei einer älter werdenden Bevölkerung oftmals als Beispiel angeführt wurde.

„Es wird bei der hitzigen Diskussion heutzutage gern mal außer Acht gelassen, dass beim Suizid die Tatherrschaft bei der Sterbehilfe immer, aber auch wirklich immer beim Patienten liegt. Ist der Patient nicht mehr entscheidungsfähig, tragen Angehörigen und/oder Pflegekräfte die Verantwortung für eine bestmögliche Versorgung und damit das Weiterleben des Patienten. Dabei müssen aber Bestimmungen aus der jeweiligen Patientenverfügung, zum Beispiel das Nichtbehandeln von Begleiterkrankungen, beachtet werden“, betont Baezner. Eine Mitleidstötung, bei der die Tatherrschaft nicht mehr beim Sterbewilligen liegt, also eine direkte aktive Sterbehilfe, ist nach deutschem Recht absolut ausgeschlossen. Sollte ein solcher Wunsch in der Patientenverfügung angegeben sein, ist dieser ungültig, da er dem geltenden Strafrecht widerspricht.

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR HUMANES STERBEN (DGHS) e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben, kurz DGHS, ist die bundesweit älteste und größte Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie versteht sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 als Bürger- und Menschenrechtsbewegung zur Durchsetzung des Patientenwillens und des Selbstbestimmungsrechts des Einzelnen. Ziel ihrer Arbeit ist, dass Artikel 1 GG, die unantastbare Würde des Menschen, auch im Sterben gewahrt bleibt. … damit das Leben bis zuletzt human bleibt!

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V.
Wega Wetzel
Kronenstr. 4
10117 Berlin
030-21222337-22
wega.wetzel@dghs.de
http://www.dghs.de

(Visited 15 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert