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Echt Kroko: Acchrochage 2013

Ausstellung in der Galerie Noah im Glaspalast Augsburg mit 14 Künstlen

Echt Kroko: Acchrochage 2013

(NL/1673393811) mit Werken von: Otmar Alt, Deutschland | Jens Augustin, Deutschland | Andreas Decke, Deutschland
Ferjo, Brasilien | Mou Huan, China | Oliver Jordan, Deutschland | Hermann Kolb, Deutschland
Helge Leiberg, Deutschland | Michael Luther, Deutschland | Oskar Manigk, Deutschland
Heiner Meyer, Deutschland | Detlev Peters, Deutschland | Ricardo Semino, Argentinien | Igor Sidorin, Russland

Dauer der Ausstellung: 18.10. – 30.11.2013

Ein bunter Reigen von figurativen, surrealen, abstrakt expressionistischen Gemälden und Arbeiten auf Papier zeigt die Vielfalt der Malerei von 14 Künstlern in der Accrochage Echt Kroko. Sie bieten einen differenzierten Blick auf die unterschiedlichen Facetten der Malerei.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Oskar Manigk. Er wurde 1934 in Berlin geboren, studierte Malerei in der ehemaligen DDR immer mit kritischem Blick auf das damalige Regime. 2006 erhielt er für sein Lebenswerk den Kunstpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. In den hier gezeigten figurativ expressiven Papierarbeiten, die formal alle ähnlich angelegt sind, sehen wir als Protagonisten Menschen, Tiere und Dinge. Die Gestaltung ist von malerischer, animalischer Wucht, zusätzlich spüren wir jedoch auch öfters eine Portion Ironie. (Echt Kroko) Meine Bilder konservieren kein Naturerlebnis…Ich will nicht von der Natur sprechen, als wäre dies mein Auftrag. Sie würde ohne Zögern mein Haus zerstören mit allen Bildern darin. Und ich bedeute ihr nichts…Ich habe ein individuelles Bedürfnis nach einer Beschäftigung, die man Malerei nennt. Und die meinen eigenen Angelegenheiten gilt…ich sehe meine Bilder Tag für Tag das Märchen erzählen vom Augenblick, der nie vergeht. Eine Sammlung leerer Versprechen und Anfänge. Ich wollte mir nicht dieses sonntägliche Sehen einüben, das man braucht, um sich ein schönes Bild aus seiner Umgebung herauszuschneiden. (aus Ladies & Magenta, 2007, S. 44)
Er lebt in Berlin und auf Usedom.

Otmar Alts Werke sind farbenfroh und wirken vordergründig meist heiter verspielt. Bei näherer Betrachtung entdeckt man oft tiefgründige komplexe Geschichten. Er erzählt Fabeln von der „Seltsamkeit des Lebens“. Otmar Alt wurde 1940 in Berlin geboren und lebt im Ruhrgebiet in der Nähe von Hamm/ Westfalen.

Die reliefartige Struktur der Oberfläche von Jens Augustins Werk entsteht durch zahlreiche Farbschichten. Pigmente werden mit Acryl oder Leinöl gebunden. Der Malprozess zieht sich oft über mehrere Wochen hin. Das Ergebnis ist ein wilder Farbkosmos voll Rhythmus und Harmonie.
Jens Augstin (1967 in Pasing geboren), studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Sauerbruch.

Die Bilder von Andreas Decke (1961 in Würzburg geboren) stehen in der Tradition der Landschaftsmalerei. Decke knüpft dabei nicht an die aktuellen Strömungen an, sondern sieht sich in der Nachfolge der Impressionisten. Er lebt in Zusmarshausen bei Augsburg.

Das Werk von Ferjo (Fernando de Jesus Oliviera or Ferjo/ 1946 in Bahia/ Brasilien geboren) verblüfft durch die figurativ surrealistische Wiedergabe von Versatzstücken der Kunstgeschichte (u.a. hier ein Portrait von Tamara de Lempicka: Portrait of the Duchess of la Salle, c.1925) in architektonischen Phantasieräumen. Diese gewähren Einblick in eine Welt von irrationalen Erscheinungen, in der Schwerelosigkeit herrscht Objekte schweben über dem Boden, Wände verschwinden und traditionell perspektivische Gesetzmäßigkeiten sind vollkommen verzerrt dargestellt.
Ferjo studierte in Pennsylvania/ USA Malerei und lebt heute in New York.
Bewusst gegenüber gestellt ist das Werk von Ferjo dem von Heiner Meyer (1953 in Bielefeld geboren). Inspirierte Tamara de Lempicka nicht nur die Parfumwelt zur Entwicklung eines Parfums (Lolita de Lempicka = eine Ode an die Weiblicheit) sondern auch das Modelabel Louis Vuitton setzte Madonna wie eine Hollywood-Diva im Stil der Malerin Tamara de Lempicka 2009 in Szene. Die Stilikone blickt selbstbewusst auf Heiner Meyers Werk. Hier trifft europäische Pop Art der 50er Jahre auf gestischen Expressionismus. Heiner Meyers Malerei wirkt doppelbödig. Meyer zeigt die glamouröse Welt und lässt zugleich die Brüchigkeit hinter der Fassade durchschimmern. Das ausgestellte Werk zeigt Fashionista und Ex Spice Girl Victoria Beckham stickend auf einem Ball des Künstler Takashi Murakami sitzend. Takashi Murakami lieferte 2003 das Design für Louis Vuitton.

Die Isolation des Menschen erstarrte Bewegung spiegeln die Arbeiten von Mou Huan (1959 in Chendu/ China geboren). Er studierte von 1997 2000 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Klapheck und Immendorff.

Oliver Jordan (1958 in Essen geboren) verfolgt ein Konzept der gegenständlichen Malerei, welches er konsequent durchsetzt. Neben der Landschaft ist das Portrait ein Hauptthema seiner Kunst. Die Galerie Noah zeigt das Portrait von Dürer und Holbein. Oliver Jordan lebt in Köln.

Die surrealistisch verfremdeten Gemälde von Herman Kolb (1927 in Augsburg geboren/ 2009 gestorben) erinnern an Traumbilder und magische Zirkel. Hauptthema ist das Labyrinth.

Mit der Wechselwirkung Malerei und Musik beschäftigt sich Helge Leiberg (1954 in Dresden/ Loschwitz geboren). Urwüchsige, temperamentvolle Bewegungen, die nicht kopfgesteuert erscheinen, charakterisieren seine Bilder. Figuren mit überlangen Gliedern tänzeln ohne Erdenschwere über die Leinwand. Helge Leiberg lebt in Berlin.

Aus den Jahren 1994/1995 sind zwei abstrakte Gemälde vom Michael Luther (1964 in Bad Saulgau geboren), in denen sich bereits die Hinwendung zur Figuration abzeichnet. Mit ihr setzt sich der Künstler bis heute auseinander. Er lebt in Berlin.

Die Architekturbilder in strenger Raumgeometrie sind von Detlev Peters (1936 in München geboren). Er lebt in Berlin.

Ricardo Semino bietet Blumenbouquets. Er wurde 1938 in Rosario/ Argentinien geboren. Nach dem Studium der Malerei folgen zahlreiche Ausstellungen in Amerika und Europa. Semino lebt in Argentinien.
Igor Sidorin (1947 in Moskau geboren/ er starb 2009) zeigt poetische Landschaftsbilder, welche die Verbundenheit mit seiner russischen Heimat wiederspiegeln. Er absolvierte ein Studium der Architektur und Malerei in Moskau.

Von 9 15 Uhr öffnen die Galerie und unser Nachbar (das Kunstmuseum Walter) exklusiv für angemeldete Schüler- und Kindergartengruppen, die sich die Ausstellung ansehen und anschließend im Atelier künstlerisch arbeiten möchten.
Wir bieten verschiedene altersgerechte Formate und Themen, die sich inhaltlich und praktisch auf die Ausstellung beziehen.
Termine nach Vereinbarung.
Information und Anmeldung:
Telefon: 0821 8151163
office@galerienoah.com

Galerie Noah
Beim Glaspalast 1
86153 Augsburg
Tel. 0821 / 8151163
www.galerienoah.com

Öffnungszeiten Galerie Noah:
Di Do 11 – 15 Uhr
Fr, Sa, So u. Feiertage 11 – 18 Uhr
sowie nach Vereinbarung
AB 23. NOVEMBER HABEN WIR DIENSTAG BIS SONNTAG VON 10 18 UHR GEÖFFNET!

Kontakt:
Galerie Noah
Eva Wiest
Beim Glaspalast 1
86153 Augsburg
08218151163
eva.wiest@galerienoah.com
www.galerienoah.com

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