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Ab 27. September 2015: „Dark Mirror. Lateinamerikanische Kunst seit 1968“ im Kunstmuseum Wolfsburg

Das Kunstmuseum Wolfsburg präsentiert vom 27. September 2015 bis zum 31. Januar 2016 die Ausstellung „Dark Mirror. Lateinamerikanische Kunst seit 1968“. Gezeigt werden 175 Werke von 41 Künstlern aus 10 Ländern aus der Daros Latinamerica Collection.

Ab 27. September 2015: "Dark Mirror. Lateinamerikanische Kunst seit 1968" im Kunstmuseum Wolfsburg

Vik Muniz, Clown Skull, 1989-1990, Daros Latinamerica Collection, Foto: Peter Schälchli (Bildquelle: © VG Bild-Kunst, Bonn 2015)

Ein Totenschädel mit Clownsnase. Ein Fußball, über und über bedeckt mit Brustwarzen. Ameisen, die wie Aktivisten Flaggen und Friedenszeichen umhertragen. Che Guevara aus Suppenbohnen, Freud aus Schokoladensauce.

Mit der Ausstellung „Dark Mirror. Lateinamerikanische Kunst seit 1968“ ermöglicht das Kunstmuseum Wolfsburg einen ebenso umfassenden wie dezidierten Blick auf die zeitgenössische Kunst Mittel- und Südamerikas. Aus den reichen Beständen der Daros Latinamerica Collection in Zürich wurden 175 Arbeiten aller Gattungen ausgewählt – Installationen, Objekte, Gemälde, Fotografien, Papier- und Videoarbeiten. Werke von 41 Künstlerinnen und Künstlern aus zehn Ländern von Argentinien über Costa Rica und Kuba bis Uruguay lassen einen bildstarken Spannungsbogen erleben: von Vik Muniz „Clown Skull“ zu Miguel Angel Ríos Videoinstallation „A Morir“, einem Tanz auf Leben und Tod, der mit der Lakonie des frühen Jorge Luis Borges – „Zum Sterben braucht es nicht mehr, als dass einer lebt“ – menschliche Existenz fokussiert.

Amerika, das sind nicht nur die USA, sondern ebenso Mittel- und Südamerika. Genau um diesen zweiten, nicht weniger bedeutsamen Teil des (Kunst)Kontinents geht es „Dark Mirror“. In unserer ökonomisch und medial globalisierten Welt der Waren- und Datenströme gibt es keine Unschuld des Nichtwissens mehr – dennoch liegt Lateinamerika immer noch allzu wenig im Blickfeld Europas. Das Kunstmuseum Wolfsburg wird deshalb mit „Dark Mirror“ explizit zum Ort künstlerischer Analyse und kreativer Erkenntnis dieses Kontinents, nicht selten gewürzt mit Ironie, (Sprach)Witz und schwarzem Humor, gespeist aus der größten und wichtigsten Sammlung der Kunst Lateinamerikas weltweit.

Der Titel „Dark Mirror“ meint Geschichte und Gegenwart Lateinamerikas. Es geht um nachhaltige Spiegelblicke, die das ernste Spiel von Eigen- und Fremdwahrnehmung sichtbar machen. So steht Coca-Cola, das Getränk der GIs und der Wirtschaftswunderjahre, in Europa historisch vor allem für Freiheit und konsumorientierten Aufschwung. In Lateinamerika wird es gesellschaftspolitisch auch als Symbol einer ökonomischen Fremdherrschaft, der überwältigenden, alle Lebensbereiche bestimmenden Einflussnahme der USA gelesen. Antonio Caros lackierte Metalltafel, auf der „Colombia“ in der unverwechselbaren Coca-Cola-Schrift weiß auf rot aufscheint, macht den größten Verbündeten der USA in Südamerika geradewegs zur amerikanischen Marke.

„Dark Mirror“ geht es um intensive Kunsterfahrung, aber auch um geopolitische Spannungen, private und öffentliche Gewalt, Widerstand und Utopie sowie den menschlichen Körper als Aktionsfeld psychosozialer und gesellschaftlicher Konflikte.

Werke aus der Daros Latinamerica Collection von
Mauricio Alejo – Álvaro Barrios – Luis Fernando Benedit – Eduardo Berliner – Luis Camnitzer – María Fernanda Cardoso – Antonio Caro – Donna Conlon – Nicola Costantino – Mario Cravo Neto – Antonio Dias – Gonzalo Díaz – Juan Manuel Echavarría – Iván Edeza – Paz Errázuriz – Leon Ferrari – Rene Francisco – Víctor Grippo – Alfredo Jaar – Charles Juhász-Alvarado – Guillermo Kuitca – Nelson Leirner – Marcos Lopez – Jorge Macchi – Ana Mendieta – Priscilla Monge – Vik Muniz – Oscar Muooz – Nadín Ospina – Fernando Pareja & Leidy Chavez – Manuel Pioa – Liliana Porter – Jose Alejandro Restrepo – Miguel Angel Ríos – Miguel Ángel Rojas – Betsabee Romero – Rosemberg Sandoval – Teresa Serrano – Melanie Smith – Liliana Velez Jaramillo – Horacio Zabala

Die Ausstellung „Dark Mirror. Lateinamerikanische Kunst seit 1968“ wird unterstützt durch die artEDU Stiftung.

Gezeigt wird die Ausstellung vom 27. September 2015 bis zum 31. Januar 2016.

Die Medienkonferenz findet am Donnerstag, 24. September 2015 um 11.15 Uhr statt.

Medienvertreter können sich unter media@kunstmuseum-wolfsburg.de anmelden.

Eröffnung am Samstag, 26. September 2015, 19 Uhr mit anschließender Party ab 21 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Foto: Vik Muniz, Clown Skull, 1989-1990, Kunststoffgips, 21 x 13 x 19,5 cm, Daros Latinamerica Collection, Zürich, Foto: Peter Schälchli, Zürich, © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Das Kunstmuseum Wolfsburg wurde im Jahr 1994 eröffnet und kann bereits heute auf eine einzigartige Geschichte mit einer Vielzahl maßgeblicher Ausstellungen und Veranstaltungen zurückblicken. Es ist in kurzer Zeit gelungen, das Haus regional zu verankern und gleichzeitig international Beachtung zu finden. Das Museum ist der Kunst aus Gegenwart und Moderne gewidmet und es vereint die verschiedensten Medien, angefangen von Malerei, über Skulpturen und Fotografie, Video und neue Medien bis zu Mode und Design. Das imposante, modernistische Gebäude im Zentrum der Stadt gelegen, präsentiert auf 3500 qm Ausstellungsfläche sowohl wechselnde Ausstellungen als auch Werke aus der Sammlung.

The Kunstmuseum Wolfsburg was opened in 1994 and can already look back at a unique history with numerous authoritative exhibitions and events. Within a brief period of time, it has been possible for the museum to position itself locally and find international recognition at the same time. The museum is dedicated to modern and contemporary art, combining diverse media ranging from painting, photography and sculpture and the new media to fashion and design. The striking modernist building located in the heart of the city presents temporary exhibitions as well as works from its own collection on 3,500 square meters.

Kontakt
Kunstmuseum Wolfsburg
Christiane Heuwinkel
Hollerplatz 1
38440 Wolfsburg
05361266969
media@kunstmuseum-wolfsburg.de
http://www.kunstmuseum-wolfsburg.de

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