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Algen machen es möglich: Vom Zappelphilipp zum Hochbegabten

Algen machen es möglich: Vom Zappelphilipp zum Hochbegabten

Reinalgenzuchtanlagen in industrieller Bauweise in Bassum, Niedersachsen

Eine Schatztruhe voller Nährstoffe

Die Algen bergen sind eine Schatztruhe voller Nährstoffe, sie enthalten so viele Nährstoffe wie kein anderes Lebensmittel: Eiweiße und Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffe und Spurenelemente, eine Vielfalt an Farbpigmenten und essenzielle Fettsäuren. All diese Stoffe stabilisieren Stoffwechsel- und Kreislaufprozesse; antioxidative Komplexe schützen vor Zellschädigungen durch freie Radikale und Ballaststoffe stimulieren hingegen die Immunabwehr. Hierzu ein Beispiel:

Unglaublich ist, dass Studien zufolge Hyperaktivität bei Kindern durch den therapeutischen Einsatz von besonderen Mikroalgen (AFA-Alge) große Erfolge verzeichnen. Wie ist das zu erklären? Ganz einfach: Algen enthalten viele der Nährstoffe, deren Mangel für das Auftreten von Hyperaktivität und anderen Symptomen mitverantwortlich gemacht werden. In Langzeitstudien wurden Verbesserungen im Verhalten, der Fähigkeit zur Problembewältigung, der Konzentrationsfähigkeit und der Stimmung festgestellt, selbst Kinder und Jugendliche, die keine Konzentrationsprobleme hatten, profitierten von dieser Nahrungsergänzung. Kurz gesagt, die Studien belegen, dass alle Substanzen besonders die der AFA-Alge sich positiv auf Körper, Geist, Psyche, Sozialverhalten und somit zur Behandlung von Hyperaktivität eignen und das mit einem natürlichen Produkt.

Hochreine Algenproduktion in Deutschland möglich?

Ganz richtig, die Voraussetzungen für die Produktion und optimalen Wachstumsbedingungen der Mikroalgen sind am Algenstandort Bassum und Essen in Niedersachsen in Deutschland geschaffen.
In langjähriger Versuchsproduktion auf dem Grundstück eines früheren Buchsbaumproduzenten wurden in einem Gewächshauskomplex von insgesamt 3,2 ha die optimalen Bedingungen zur Produktion von verschiedenen Mikroalgen probiert und erforscht. Es ist nun gelungen in diesen Gewächshäusern durch gesteuerte Konditionierung eine stabile umweltabhängige Biosphäre herzustellen, damit verschiedene Algen unter den optimalsten Bedingungen ganzjährig produziert werden können. Verschiedene Unternehmen haben sich vorgenommen die Algenstandorte Bassum und Essen für den Anbau von Reinalgenzuchtanlagen in industrieller Modulbauweise zu erschließen, auszubauen vom Anbau, Forschung, Ernte bis zur Vermarktung ein Erfolgsmodell mit guten Investitionsmöglichkeiten zu generieren. Unternehmen wie die ÖPAG, Dreischtrom UG, die Energiestrategen GmbH haben sich zur erfolgreichen Umsetzung der Abläufe und des funktionierenden Zusammenwirkens aller Systempartner ein Vertriebsnetz aufgebaut. Die potenzielle Chance für den Markt sollte genutzt, aufgegriffen und darin investiert werden.

Algen verblüffen immer wieder:

Die Nachfrage nach hochreinen Algen und die Produktionskapazitäten werden in den nächsten Jahren um ein vielfaches steigen, es entwickelt sich ein Markt, der für alle Beteiligten hochinteressant sein wird. Nicht nur die ökologische Wirkung von Algen verblüfft immer wieder in den verschiedenen Bereichen, sondern grundsätzlich kämpfen Algen im Wasser gegen den Klimawandel, weil CO2 mit diesem wunderbaren „Grünzeug“ gebunden werden kann. Durch die massenhafte Produktion wird nicht nur Geld verdient, sondern auch CO2 gebunden. Die Algen sind genügsam: sie brauchen stabile Lebensverhältnisse, Sonnenlicht, etwas Wärme, Wasser und wenige Nährstoffe. Für das Reinalgenzuchtprojekt in Bassum und Essen spricht deutlich: Das Verfahren ist für den industriellen Einsatz wirtschaftlich.

Der Algenmarkt:

Seit ca. 20 Jahren ist weltweit ein bedeutendes Wachstum der Mikroalgen-Technologie zu beobachten, dass ihre Schwerpunkte in der Produktion von Wertstoffen aus Mikroalgen und ihre Verwertung in unterschiedlichen Industriebranchen aufzeigen. Unter den europäischen Unternehmen wächst das Interesse an bioaktiven Substanzen aus Algen für den Einsatz in der Pharmaindustrie, Kosmetikbranche, Nahrungsmittelindustrie und als Futtermittelzusatz. Seit Jahrhunderten werden Algenarten von den Menschen direkt als Lebensmittel genutzt.
Mit Algen in die Zukunft, eine grüne gesunde Zukunft. Dazu eine Marktentwicklung mit großen Chancen und kleinen Risiken, die durch Forschung, Entwicklung und Know-How durch den Anbau in geschlossenen Reinalgenzuchtanlagen auf ein Minimum reduziert werden können.

V.i.S.d.P.:

Holger Schön
Redakteur

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Florian Fritsch ist freier Consultant und Energieexperte. Er leitet als Geschäftsführer mehrere Unternehmen aus dem Bereich „Erneuerbare Energie“, insbesondere Tiefen-Geothermie, Elektromobilität und Solarthermie. Weitere Informationen unter: www.fg.de

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