Berliner Freiluft-Fotoausstellung „Gesichter am Mehringplatz“

– Am 19. Oktober lädt das Künstlerduo Janina Niendorf und Stefan Walter um 14 Uhr am Kreuzberger Mehringplatz zur Vernissage ein.
– 80 Bewohnerinnen und Bewohner haben sich dafür fotografieren lassen. Die plakatierten Portraits geben Einblick in das nachbarschaftliche Miteinander im Quartier.

Der Blick ist einladend. „Kommen Sie doch mal auf einen Kaffee vorbei“, scheint die ältere Dame zu sagen, die den Passanten ab kommendem Samstag von einer Säule des Mehringplatzes aus entgegenlächelt. Normalerweise schaut sie hier eher durch die Fenster ihrer Wohnung nach unten – denn genau wie die anderen Porträtierten, deren Ganzkörperfotos dann an den 80 Säulen des Wohngebäudes plakatiert sind, ist die Dame Mieterin am Mehringplatz. Gemeinsam mit ihren Nachbarn hat sie an der Fotoaktion „Gesichter vom Mehringplatz“ des Künstlerduos Janina Niendorf und Stefan Walter teilgenommen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner waren in den vergangenen Wochen eingeladen, sich für die Kunstaktion fotografieren zu lassen, und damit dem Kreuzberger Mehringplatz ein persönliches Gesicht zu geben. Und vor allem viele verschiedene Gesichter: Die Fotos zeigen einen Querschnitt durch die multikulturelle, vielfältige Nachbarschaft des Quartiers. Mitgemacht haben junge wie alte Bewohner, Hausfrauen wie Studenten sowie Nachbarn unterschiedlicher kultureller Herkunft.

„Die Ausstellung spricht Passanten sehr direkt an, indem sie hinter die Fassaden blicken lässt und eine Vorstellung von den Bewohnern vermittelt“, so GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema, Vorstand der Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG, die 1.031 Wohnungen zu ihrem Bestand am Mehringplatz zählt. Viele der Porträtierten scheinen dabei auch miteinander oder mit den Passanten zu interagieren, indem sie sich etwa von Säule zu Säule zuwinken. „Zugleich wirkt die Ausstellung aber auch nach innen: Sie stärkt die Identifikation mit dem Quartier und regt zur Kommunikation an, etwa, wenn sich zwei ,Säulen-Nachbarn“ zukünftig beim Bäcker um die Ecke wiedererkennen“, so Jellema.

Die Ausstellung „Gesichter am Mehringdamm“ eröffnet mit einer Vernissage am 19. Oktober 2013, um 14 Uhr, im Innenring des Kreuzberger Mehringplatzes. Dort wird auch das Künstlerduo persönlich für Gespräche zur Verfügung stehen. Gefördert wurde die Ausstellung, die voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2013 zu sehen ist, durch das Programm „Soziale Stadt“ über das Quartiersmanagement am Mehringplatz.

Die Initiative Zukunftswerkstatt
Die Kunstaktion ist es der zahlreichen Ergebnisse der Zukunftswerkstatt. Mit mit ihr wurde im Mai 2011 eine „Belle Alliance“ gegründet. Senat und Bezirk, Institutionen, Wohnungsunternehmen und Bewohner engagieren sich seither für eine gemeinsame Vision für den Mehringplatz. Die Fäden dieses Stadtteilentwicklungsprozesses laufen beim Quartiersmanagement am Mehringplatz zusammen. Unter dem Motto „Zurück zu einem der schönsten Plätze Berlins“ bringen sich die Akteure, darunter viele Bewohner, in derzeit fünf Arbeitsgruppen ein. Jede Arbeitsgruppe hat einen thematischen Schwerpunkt: Image, öffentlicher Raum, Gewerbe, Wohnen und Bildung für Kinder/Jugendliche. Ein wesentlicher Meilenstein zur Realisierung der Zukunftsvision für den Mehringplatz ist der Brunnen mit seinem Engel. Dieses Wahrzeichen soll nach Abschluss der U-Bahn-Baumaßnahmen der BVG wieder an seinen Platz zurückkehren. Architektonische Maßnahmen sind ebenso angedacht, wie die Schaffung eines Cafés und Veranstaltungen, um das harmonische Zusammenwohnen weiter zu fördern. Im letzten Jahr hat ein eigens engagierter Platzgärtner seine Arbeit aufgenommen, gemeinsam mit Bewohnern wurden mehrere hundert Rosen gepflanzt.

Über das Quartiersmanagement Mehringplatz:
Seit 2005 ist das Quartiersmanagement am Mehringplatz von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg damit beauftragt, das Programm Soziale Stadt im Quartier umzusetzen. Zu den Aufgaben des Quartiersmanagements gehören u.a. die Förderung von Kommunikation und Vernetzung im Gebiet, die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements sowie die Beratung und Unterstützung bei der Realisierung von sozio-kulturellen Projekten, für welche Fördermittel der Sozialen Stadt zur Verfügung stehen. In den bewohnergetragenen Gremien Quartiersrat und Bürgerjury gestalten die Meinungen aus der Nachbarschaft die Entscheidungsprozesse im Quartier mit.

Die GEWOBAG zählt mit rund 57.500 Mietwohnungen sowie 1.500 Gewerberäumen zu den marktführenden Immobilienunternehmen in Berlin und Brandenburg. Spezielle Serviceleistungen, unter anderem für Senioren, ergänzen das Angebot. Der Immobilienbestand der GEWOBAG steht für die Vielfalt der Stadt und bietet eine solide Basis auf dem regionalen Wohnungsmarkt. Soziale Quartiersentwicklung, Klimaschutz und wirtschaftliche Effizienz sind für die GEWOBAG bei der Entwicklung zukunftsorientierter Konzepte gleichermaßen wichtig.

Kontakt
GEWOBAG
Dr. Gabriele Mittag
Bottroper Weg 2
13507 Berlin
030 4708 1525
[email protected]
http://www.gewobag.de

Pressekontakt:
GEWOBAG WOHNUNGSBAU AKTIENGESELLSCHAFT BERLIN
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