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Besetzung des Berliner Bärenzwingers hat kein juristisches Nachspiel

Die Besetzung des Berliner Bärenzwingers im November 2012 wird für die Aktivisten des „Berliner Bärenbündnis“ kein juristisches Nachspiel haben. Alle Verfahren sind mittlerweile von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden. Für die Bären gibt es indes Hoffnung. Der Bezirk führt Gespräche mit zwei Auffangstationen.

Im Jahr 1939 wurden der Berliner Bärenzwinger im Köllnischen Park in Berlin Mitte eröffnet. Bis heute werden in der historischen Zwingeranlage zwei Braunbären als lebendige Wappentiere gehalten. Seit Jahren kritisieren Tierschutzverbände die Haltungsbedingungen als nicht artgerecht. Aus sicherheitstechnischen Gründen sind die Bären 14 Stunden am Tag auf wenigen Quadratmetern eingesperrt und auch ihr Auslauf besteht nur aus zwei winzigen Plattformen. Beide Tiere zeigen Verhaltensstörungen.

Im Oktober 2012 schlossen sich verschiedene Tierschutzorganisationen zum Berliner Bärenbündnis zusammen. Gemeinsam forderten sie die Abgabe der beiden Bären in eine Auffangstation. Mit der Besetzung des Dachs des Berliner Bärenzwingers sorgten sie bundesweit für Schlagzeilen. Ein juristisches Nachspiel wird diese außergewöhnliche Protestaktion nicht haben. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile alle Ermittlungsverfahren eingestellt. Noch nicht geklärt ist, ob die Tierschützer den Feuerwehr- und Polizeieinsatz in Höhe von 10.000 Euro zahlen müssen.

Den Bären hat die Aufmerksamkeit geholfen. Wie jetzt während der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin Mitte bekannt gegeben wurde, gibt es Gespräche mit zwei Auffangstationen. Zudem soll ein medizinisches Gutachten angefertigt werden, um zu klären, ob die Tiere transportfähig sind.

Stefan Klippstein, Sprecher des Berliner Bärenbündnis, macht sich da keine Sorgen: „Im Zweifelsfall muss man die Tiere ohne Narkose in ihre Transportboxen manövrieren. Das ist in der Vergangenheit auch bei anderen Bären so sehr erfolgreich praktiziert worden. Dann stellt der Transport kein Risiko für das Wohl der Tiere dar.“

Aktenzeichen: Staatsanwaltschaft Berlin, 224Js137/13 (Staatsanwältin Gierse)

Das „Berliner Bärenbündnis“ ist ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen aktion tier e.V., Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, animal public e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Deutsches Tierschutzbüro und Tasso e.V.

Deutsches Tierschutzbüro – Wir geben Tieren eine Stimme!

Reduziert auf ihre Funktion als Nahrungsmittellieferant, Messinstrument oder lebende Zielscheibe leiden in Deutschland Millionen Tiere. Unzureichende Rechtsvorschriften und mangelhafter Vollzug führen dazu, dass für jeden Laien offensichtlich, Tierquälerei, ob in der industriellen Massentierhaltung oder in Tierversuchslaboren, Alltag und zudem vollkommen legal ist. Auch grausame und überholte Traditionen wie die Hobbyjagd oder das betäubungslose Schächten haben hierzulande bis heute Bestand.
Das Deutsche Tierschutzbüro kämpft gegen diese alltägliche Tierqual. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht den Tieren ein Anwalt zu sein, ihnen eine Stimme zu geben und für ihre Rechte zu streiten.
Wir dokumentieren Tierquälerei und machen sie öffentlich, üben mit spektakulären Aktionen und intensiver Medienarbeit Druck auf die verantwortlichen Politiker aus und greift direkt ein, um Tierleben zu retten.
Mit unseren Informations- und Aufklärungskampagnen versuchen wir gerade die Menschen zu erreichen, die sich bislang nur wenig Gedanken über Tierschutz oder die Herkunft tierischer Produkte gemacht haben. Denn nur wenn die Mehrheit der Verbraucher und Wähler sich gegen tierquälerisch erzeugte Produkte entscheidet und bessere Gesetze und strengere Kontrollen fordert, wird sich die Situation der Tiere ändern.
Dass dies schon bald der Fall ist, daran arbeiten wir täglich. Unser Ziel ist es, dass Tierheime und Gnadenhöfe irgendwann leer stehen und unsere Arbeit überflüssig wird.

Kontakt:
Deutsches Tierschutzbüro
Stefan Klippstein
An Groß Sankt Martin 6/206
50667 Köln
0221-20463862
Info@tierschutzbuero.de
http://www.tierschutzbuero.de

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