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Die KI empfiehlt, wen sie versteht — was Agentic Commerce für Online-Shops bedeutet

Nach Google, Mobile Commerce und Social Shopping steht der nächste große Umbruch im digitalen Handel bevor. Diesmal verändert sich nicht der Zugang zum Kunden – sondern der Entscheider.

Die KI empfiehlt, wen sie versteht — was Agentic Commerce für Online-Shops bedeutet

creativestyle | KI-Beratung: Die KI empfiehlt, wen sie versteht

München – 08. Juli 2026 | Seit fast drei Jahrzehnten verändert Technologie die Spielregeln des digitalen Handels. Google machte Produkte erstmals für Millionen Menschen auffindbar. Das Smartphone brachte den Einkauf in die Hosentasche. Social Media und Plattformen wie Instagram oder TikTok verwandelten Inhalte in Verkaufskanäle. Mit Generative AI begann schließlich auch die Suche selbst, sich grundlegend zu verändern.Nach Einschätzung der Münchner E-Commerce-Agentur creativestyle steht der Handel nun vor der nächsten Entwicklungsstufe. Mit dem sogenannten Agentic Commerce suchen, vergleichen und bewerten KI-Systeme Produkte zunehmend eigenständig und bereiten damit Kaufentscheidungen vor, noch bevor Menschen einen Online-Shop besuchen. Die nötige Reichweite ist längst erreicht: ChatGPT kommt inzwischen auf rund eine Milliarde aktive App-Nutzerinnen und -Nutzer pro Monat1, Google Gemini auf rund 900 Millionen2.Für Unternehmen bedeutet das einen grundlegenden Perspektivwechsel. Sie konkurrieren künftig nicht mehr ausschließlich um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden, sondern auch um die Empfehlung künstlicher Intelligenz. Aus Sicht von creativestyle ist das die tiefgreifendste Veränderung des digitalen Handels seit dem Aufstieg der Suchmaschinen.

Nicht der Kanal verändert sich – sondern der Entscheider
Jede große technologische Entwicklung hat den E-Commerce neu definiert. Google entschied darüber, welche Produkte gefunden wurden. Mobile Commerce veränderte, wann und wo Menschen einkauften. Social Commerce machte Inspiration zu einem festen Bestandteil der Customer Journey.Mit Agentic Commerce verändert sich nun erstmals der eigentliche Entscheider. Die Customer Journey beginnt künftig immer seltener im Online-Shop oder in einer Suchmaschine – sondern im Dialog mit einer künstlichen Intelligenz.
Wer heute einen KI-Assistenten bittet, den passenden Wanderschuh, den besten Bürostuhl oder die richtige Kaffeemaschine zu finden, erhält längst nicht mehr nur eine Liste von Links. KI-Systeme vergleichen Produkte, bewerten Eigenschaften, berücksichtigen Rezensionen und treffen eine Vorauswahl. Der eigentliche Kontakt zwischen Händler und Kunde entsteht häufig erst dann, wenn die Kaufentscheidung bereits weitgehend vorbereitet ist.
Wie stark dieser Einfluss schon heute ist, wird dabei regelmäßig unterschätzt. Laut einer Analyse von Similarweb besuchen Menschen, denen ChatGPT eine Marke empfiehlt, deren Website mit 2,5-fach höherer Wahrscheinlichkeit. Die Similarweb bringt es auf den Punkt: KI besetzt den Anfang der Customer Journey.
Während viele Unternehmen derzeit vor allem diskutieren, wie sie KI in ihren eigenen Shop integrieren, sieht creativestyle die eigentliche Herausforderung an anderer Stelle – nämlich davor: Wie werden Produkte künftig von KI-Systemen gefunden, verstanden und empfohlen? 

„Ich habe in den vergangenen 25 Jahren erlebt, wie erst Google, dann Mobile Commerce und schließlich Social Commerce den digitalen Handel jeweils neu geprägt haben. Agentic Commerce geht noch einen Schritt weiter: Zum ersten Mal verändert sich nicht nur der Weg zum Shop, sondern der eigentliche Entscheider. Unternehmen müssen deshalb lernen, nicht mehr nur für Menschen sichtbar zu sein, sondern auch für KI-Systeme verständlich und vertrauenswürdig zu werden“, sagt Jaromir Fojcik, Gründer und Geschäftsführer von creativestyle.

Die neue Zielgruppe  heißt KI
Über viele Jahre hinweg war digitales Marketing darauf ausgerichtet, Menschen zu überzeugen. Suchmaschinenoptimierung, Performance Marketing, Customer Experience und Content folgten derselben Logik: Aufmerksamkeit erzeugen, Vertrauen aufbauen und den Nutzer bis zum Kauf begleiten. Diese Logik erweitert sich nun.
Neben der klassischen Kommunikation für Menschen müssen Unternehmen ihre Informationen künftig auch für Maschinen verständlich machen. Eine KI bewertet keine emotionale Bildsprache. Sie analysiert strukturierte Produktdaten, technische Eigenschaften, Lieferinformationen, Rezensionen, Verfügbarkeiten und Vertrauenssignale. Sie empfiehlt die Produkte, die sie eindeutig interpretieren und miteinander vergleichen kann.

Produktdaten werden zum neuen Sichtbarkeitsfaktor
Unternehmen haben in den vergangenen Jahren in Performance Marketing, Suchmaschinenoptimierung und Social Commerce investiert. Mit Agentic Commerce rückt nun ein Bereich in den Mittelpunkt, der bislang häufig als technische Pflichtaufgabe betrachtet wurde: Produktdaten. Was lange als Backend-Thema galt, entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Marketing und Vertrieb.Produktattribute, technische Daten, Schema-Markup, APIs, Verfügbarkeiten, Bewertungen und konsistente Datenmodelle bilden die Grundlage dafür, dass Produkte und Marken von KI-Systemen überhaupt gefunden, verstanden und empfohlen werden. Damit gewinnt ein Thema an strategischer Bedeutung, das bislang häufig im Hintergrund stand: Data Intelligence.
Es reicht künftig nicht mehr aus, Daten lediglich zu sammeln. Unternehmen müssen ihre Produkt-, Kunden- und Transaktionsdaten so strukturieren und miteinander verknüpfen, dass daraus nutzbare Informationen entstehen. Kann eine KI diese Daten nicht lesen oder finden gibt es nur eine Entscheidungsbasis: Preis, Verfügbarkeit und/oder Lieferzeit. Um genau diesem Kampf aus dem Weg zu gehen, wird Data Intelligence zum entscheidenden Bindeglied zwischen Commerce, Marketing und KI.

„Vor wenigen Jahren wollte niemand über Produktdaten sprechen – heute entscheiden sie über digitale Sichtbarkeit. Produktdaten sind plötzlich sexy. Denn künftig zählt nicht mehr allein die beste Kampagne, sondern die Qualität der Informationen, die eine KI verstehen und bewerten kann. Datenstruktur, Datenqualität und Data Intelligence werden damit zu einer der wichtigsten Disziplinen im digitalen Handel. Oder kurz gesagt: Die KI empfiehlt, wen sie versteht.“, sagt Jaromir Fojcik.

Der Online-Shop bleibt – seine Rolle verändert sich
Agentic Commerce bedeutet nicht das Ende des Online-Shops. Seine Funktion verschiebt sich jedoch. Bisher vereinte der Shop nahezu die gesamte Customer Journey – von Inspiration und Beratung über Produktauswahl bis hin zum Kaufabschluss. Künftig könnten KI-Agenten einen erheblichen Teil dieser Aufgaben übernehmen. Der Shop bleibt der Ort für Transaktion, Service, Markenbindung und Fulfillment. Die Produktauswahl beginnt jedoch zunehmend außerhalb des Shops.
Internationale Technologieunternehmen wie OpenAI, Google, Perplexity und Amazon entwickeln bereits unterschiedliche Ansätze für agentengestütztes Einkaufen – von KI-gestützter Produktsuche bis hin zu autonomen Checkout-Prozessen. Aus Sicht von creativestyle zeigt diese Dynamik deutlich: Agentic Commerce ist keine theoretische Zukunftsvision mehr, sondern entwickelt sich Schritt für Schritt zur nächsten Infrastruktur des digitalen Handels.

Unternehmen sollten jetzt die Grundlagen schaffen
Noch befindet sich Agentic Commerce in einer frühen Entwicklungsphase. Die Richtung ist jedoch klar: Unternehmen, die ihre Commerce-Plattformen heute modernisieren, sollten diese Entwicklung bereits berücksichtigen. Denn wer erst reagiert, wenn KI-Agenten zum Alltag geworden sind, wird wichtige Grundlagen nachträglich schaffen müssen.
Dass sich diese Vorbereitung auszahlt, deutet sich bereits an: Beim jüngsten Prime Day in den USA erzielten Kundinnen und Kunden, die KI zur Produkt- und Angebotssuche nutzten, laut Adobe eine um 40 Prozent höhere Conversion Rate als Nutzer klassischer Kanäle wie Suche, E-Mail und Social Media. Die größte Veränderung im E-Commerce besteht deshalb nicht darin, dass künftig eine KI einkauft, sondern darin, dass Marken lernen müssen, nicht mehr nur Menschen zu überzeugen, sondern auch Maschinen.

1 Sensor Tower, State of AI 2026 Report | 2 Google Juni 2026

Über creativestyle
creativestyle steht für „Customer-Experience-Driven Commerce“ und gestaltet die Zukunft des digitalen Handels. Als inhabergeführte Full-Service E-Commerce-Agentur verbindet das Unternehmen seit 2001 kreative Exzellenz mit technologischer Präzision. Mit einem starken Team aus zertifizierten Experten realisiert creativestyle komplexe B2B- und B2C-E-Commerce-Lösungen für mittelständische und größere Unternehmen aus allen Branchen. Von der strategischen Beratung über erstklassiges UX-Design bis hin zur Entwicklung skalierbarer Commerce-Plattformen begleitet die Agentur namhafte Kunden dabei, in einem dynamischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben und nachhaltiges Wachstum zu generieren.

Website: www.creativestyle.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/creativestylede
Press-Kit: urlr.me/!Press-Kit-creativestyle

Kontakt
creativestyle GmbH
Simone Kohler
Erika-Mann-Str. 25
80636 München
+49 89 5480 7604
www.creativestyle.de

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