Neuigkeiten Timeline

Medizin, Gesundheit, Wellness
Juli 18, 2026

10 Jahre Yasmin Mohr Osteopathie Bensheim

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juli 17, 2026

IRIS begleitet Adaptive ML vom Seed-Investment zum Exit an Datadog

Computer, Information, Telekommunikation
Juli 17, 2026

AOC präsentiert: Gaming-Monitore CU34G4CA und CU34G4ZCA

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juli 17, 2026

Human Quality Capital: Wiesbadener Führungsexpertin erhält höchste Auszeichnung für Zukunftsansatz im KI-Zeitalter

Kunst, Kultur
Juli 17, 2026

Stadt Dachau – vielfältiges Kultur- und Freizeitprogramm lädt zum Entdecken ein

Bildung, Karriere, Schulungen
Juli 17, 2026

Buch Mitarbeiterbindung: Jetzt im Handel!

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juli 17, 2026

Cyberangriff auf Unternehmen und Selbständige: Soforthilfe durch Rechtsanwälte für Cyberkriminalität

Bildung, Karriere, Schulungen
Juli 17, 2026

Young Talents Day: Nachwuchsförderung in der Wiener Top-Hotellerie

Allgemein
Juli 17, 2026

Sieben Fragen vor jedem Online-Marketing-Vertrag

IT, NewMedia, Software
Juli 17, 2026

KI-Richtlinie für Unternehmen: Security Awareness Toolbox zukünftig mit kostenloser Vorlage

IT, NewMedia, Software
Juli 17, 2026

ISO 27001 Audit erneut bestanden: niteflite steht für geprüfte IT-Sicherheit

Immobilien
Juli 17, 2026

Hotel Sansibar: Hotel Green Ocean Zanzibar eröffnet nach umfassendem Design-Upgrade

Medizin, Gesundheit, Wellness
Juli 17, 2026

Ein Jahr nach Gründung: Schweizer Nahrungsergänzungs-Startup Revitera liefert in 13 europäische Länder

Kunst, Kultur
Juli 17, 2026

Spannung, Abgründe und die Suche nach Gerechtigkeit

Digitalisierung – „größter Umweltschützer aller Zeiten“ oder „Brandbeschleuniger“ für den Klimwandel?

Digitalisierung - "größter Umweltschützer aller Zeiten" oder "Brandbeschleuniger" für den Klimwandel?

Timotheus Höttges, Vorstandvorsitzender der Deutschen Telekom, erklärte im Jahr 2016 die Digitalisierung zum „größten Umweltschützer aller Zeiten“. Und zweifelsohne bietet digitale Technik echte Chancen, um die 17 Nachhaltigkeitsziele für 2030, die von der UN im Jahr 2015 beschlossen wurden, schneller zu erreichen. Digitalisierung hilft dabei helfen, Ressourcen effizienter einzusetzen. Sie macht es möglich, komplexe Wertschöpfungsketten zu optimieren und transparenter zu gestalten – etwa durch den Einsatz von Blockchains die erlauben, die Einhaltung von Umwelt und Sozialstandards über den gesamten Produktionsprozess nachzuvollziehen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit arbeiten daran, Veränderungen von Klima, Boden, Infrastruktur und Marktfaktoren in Modelle zu integrieren, die helfen könnten, Lebensmittelknappheit und Hungerkatastrophen zu verhindern. So könnte beispielsweise mittels sogenannten Geoengineerings die globale Erwärmung zukünftig aufgehalten oder die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre verringert werden.
Die Möglichkeiten, Digitalisierung im Sinne der Nachhaltigkeit einzusetzen, sind vielfältig, und es werden täglich mehr. Immer mehr rückt jedoch ins Bewusstsein, dass auch Digitalprodukte einen satten CO2-Fußabdruck hinterlassen können. Als Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) im März ihre „Umweltpolitische Digitalagenda“ vorstellte, verwies sie auf Prognosen, wonach der CO2-Ausstoß durch digitale Anwendungen bereits 2025 den des weltweiten Kraftfahrzeugverkehrs übersteigen könnte. Digitalisierung, warnte Schulz, sei nicht nur ein wichtiges Instrument für mehr Klimaschutz – sie könne auch zum „Brandbeschleuniger“ für den Klimawandel werden.
Wir sollten uns immer wieder vor Augen führen: Daten lagern nicht auf „Clouds“, die klimaneutral durch die Atmosphäre schweben. Sie lagern auf riesigen Serverfarmen, für deren Betrieb erhebliche Mengen an Strom aufgewendet werden müssen. Wäre das Internet ein Staat, er hätte den sechsthöchsten Energieverbrauch der Welt.
Das Beispiel Videostreaming führt den immensen Stromverbrauch von digitalen Dienstleistungen besonders eindringlich vor Augen. Die Datenmengen, die für Filme und Serien auf Plattformen wie Netflix oder YouTube anfallen, machen heute bereits 58 Prozent und damit mehr als die Hälfte des globalen Datenvolumens aus. „Um diese Mengen über die Rechenzentren bereitstellen zu können, dürften global fürs Streamen schätzungsweise bereits bis zu 200 Milliarden kWh Strom pro Jahr anfallen, Tendenz steigend“, rechnet Stromanbieter EON vor. „Damit könnte man sämtliche Privathaushalte in Deutschland, Italien und Polen zusammen für ein Jahr mit Strom versorgen.“ Online-Videos produzieren damit über 300 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr (The Shift Project) – rund ein Drittel soviel wie der globale Flugverkehr. Wer in Zeiten der Corona-Krise über die Klimafreundlichkeit von #stayathome nachdenkt, darf diesen Faktor nicht außer lassen (dass die Pandemie auch sonst kein Segen für das Klima ist, hat Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber dargelegt).
Nach Gesprächen mit der EU-Kommission hat Netflix jüngst die Qualität seiner Videostreams gedrosselt, um einer Überlastung der Netze während der Pandemie vorzubeugen. Das Datenvolumen wurde damit um rund 25 Prozent reduziert. Müssen wir uns bald auch über Klimaquoten für das Streaming unterhalten?
Fest steht jedenfalls: Im Kampf gegen den Klimawandel sind digitale Anwendungen ein unverzichtbares Instrument. Aber sie selbst sind nicht per se klimaneutral. Auch die Nachhaltigkeit von Digitalprodukten gehört regelmäßig auf den Prüfstand.

Bernd Lorenz Walter arbeitet international seit über 25 Jahren als unabhängiger Berater für Strategie und Kommunikation. Seine meist langjährigen Kunden sind sowohl klein- und mittelständische Unternehmen als auch namhafte Großunternehmen und Organisationen.
Zu seinen Spezialgebieten zählen die Unternehmenskultur, -werte und -regeln, CSR- und Nachhaltigkeitsmanagement, unterschiedliche Bereiche der Unternehmenskommunikation sowie das Management und die Kommunikation von Veränderungen.
Darüber hinaus bereitet er als Medien- und Kommunikationstrainer sowie Persönlichkeits-Coach Führungskräfte auf ihren Auftritt vor und unterstützt sie, ihr Anliegen überzeugend auf den Punkt zu bringen.
Neben seiner Tätigkeit als Berater, Trainer und Coach ist Bernd Lorenz Walter außerdem seit Jahren als zertifizierter Lehrbeauftragter an Hochschulen tätig. Er ist Autor diverser Essays und bereits prämierter Buchbeiträge.
Bernd Lorenz Walter arbeitet agil und ortsunabhängig mit einem weltweiten Netzwerk von erstklassigen Fachleuten unterschiedlicher Spezialgebiete.

Kontakt
Strategy & Communication
Bernd Lorenz Walter
Kaztbachstr. 3
10965 Berlin
+49 (0)30 44356122
welcome@blwalter.com
http://www.BLWalter.com

(Visited 31 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert