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Erster GOLD-TO-GO-Automat auf dem Nürburgring

„Wie cool ist denn das bitte?! In der 10Q Racing Team-Box ist es möglich, sich GOLD TO GO aus dem Automaten zu ziehen!“

Erster GOLD-TO-GO-Automat auf dem Nürburgring

Kam unbeschadet und superschnell durch, der optimierte V8-GOLD-TO-GO-Mercedes-AMG

Der Rennkommentator Eddi Mielke riss die Augen weit auf. Das hat das ADAC TOTAL 24h-Rennen Nürburgring in den fast fünf Jahrzehnten seines Bestehens noch nicht gesehen.

Mielke hielt den Goldautomaten im Fahrerlager sofort in einem Video fest und postete auf Facebook: „Also das ist jetzt kein Witz, man kann hier tatsächlich Gold ziehen. GOLD TO GO. 10Q Racing Team. Ich bin geflasht, habe ich noch nie gesehen. Wie ein Geldautomat.“

Mielke scherzte: „Jetzt fehlt mir nur noch der Zugangs-Code. Den hole ich mir gleich und dann mach ich Feierabend. Also nix mit Kommentieren 24-Stunden-Rennen. Habe ich nicht mehr nötig. Denn hier ist ein ganzer Koffer voller Gold.“

Und den dazugehörigen GOLD-TO-GO-Mercedes AMG sah man dann beim 24-Stunden-Rennen (Samstag 15:30 Uhr bis Sonntag 15:30 Uhr) abwechselnd mal an der Spitze eines Pulks oder auch mal sehr schnell ganz allein auf gerader Strecke.

Für alle 121 Rennteams, die nach den Qulifys der letzten Tage noch übrig waren, hieß es bei diesem härtesten und größten Autorennen der Welt gleichermaßen: Möglichst immer schön auf der Strecke bleiben und durchhalten. Ein 24-Stunden-Rennen wird nicht in der ersten Kurve entschieden, sondern es kommt auf Ausdauer an.

GOLD-TO-GO-Fahrer Kenneth Heyer (41) aus Viersen gab in seinem Post auf Facebook zu: „24 Stunden sind echt lang…“

Der GOLD-TO-GO-Benz mit der Startnummer 40 blieb aber trotz Regen-Unwetters (Heyer: „als würden wir auf einem anderen Planeten Rennen fahren“) und Nebelschwaden speziell vorm Schwedenkreuz und im Bereich Schwalbenschwanz von Ausfällen verschont.

Doch es gab viele Ausfälle und Unfälle bei den anderen Teams.

Die Taktik des 10Q Racing Teams um Heyer für die ersten 21 Stunden lautete daher: Ruhe bewahren und abwarten, wer sich von der Konkurrenz selbst von der Piste schießt.

Wie zum Beispiel die Startnummer 30 (Porsche 911 GT3 R). Erst musste dieser Porsche gestern um 18:10 Uhr nach einem Schaden an der Servolenkung mit herauslaufender Hydraulikflüssigkeit für 20 Minuten in der Box repariert werden. Kaum war das geschafft, wurde der Porsche-Pilot Klaus Abbelen dann beim Überrunden eines BMW auf die Hörner genommen und blieb mit einem hinteren Reifenplatzer an der Seitenabsperrung hängen.

Oder die Startnummer 69 (Porsche 991 GT 3 Cup MR) vom Clickversicherung TEAM. Nur 17 Minuten nach dem Rennstart brannte das Auto lichterloh im Bereich Hatzenbach, an dieser Stelle Code 60, Fahrer Robin Chrzanowski aus Langenfeld konnte das Auto noch schnell verlassen.

Richtig schlimm traf es um 19:27 Uhr den Fahrer Stefan Branner aus München mit der Startnummer 87 (Porsche 718 Cayman GTS). Der Cayman erlitt einen heftigen Unfall im Bereich der Hohenrain-Schikane. Das Auto ist zuerst ein- und hat sich dann überschlagen. Pilot Branner war nach dem Unfall im Tiergarten ansprechbar und klagte über Rückenschmerzen. Das Extrication-Team musste ihn wirbelsäulenschonend aus dem Rennen holen.

Souverän zogen dagegen die vier Fahrer des GOLD TO GO-Mercedes AMG ihre Runden. Immer im Wechsel. Essen, duschen, schlafen, raus ins Rennen.

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