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Erstes trafficpilot Display in Solingen in Betrieb

Countdown-Zähler zeigt Fußgängern Zeit bis zum Grünsignal an

Erstes trafficpilot Display in Solingen in Betrieb

Nach Ablauf des Countdowns signalisiert ein laufendes Männchen die Grünphase des Fußgängers.

Als erste deutsche Stadt überhaupt hat Solingen den Countdown-Zähler trafficpilot Display an einer verkehrsabhängig geschalteten Fußgängerampel in Betrieb genommen. Das Gemeinschaftsprojekt von GEVAS software und AVT STOYE wurde in enger Abstimmung mit den Technischen Betrieben Solingen (TBS) entwickelt und soll für mehr Verkehrssicherheit durch weniger Rotlichtverstöße und mehr Komfort sorgen. Das trafficpilot Display ist ein an die Fußgängerampel angeschlossener Monitor, der nach Betätigung des Tasters anzeigt, wieviel Zeit noch bis zum Umschalten auf Grün verbleibt. Mit dieser verkehrstechnischen Innovation hat die Klingenstadt Solingen einen sichtbaren Meilenstein bei ihren Digitalisierungsinitiativen im Rahmen des SmartCity Projekts erreicht.

Die Countdown-Anzeige ist an einer Fußgängerampel an der Konrad-Adenauer-Straße vor dem Theater und Konzerthaus in Solingen installiert. Zunächst fordert eine Animation zum Betätigen des Fußgängertasters auf. Danach wird den wartenden Fußgängern ein Countdown-Zähler in Verbindung mit einem sich verringernden Rot-Teppich angezeigt (s. Bild). Nach Ablauf des Countdowns signalisiert dann ein animiertes laufendes Männchen die Grünphase des Fußgängers.

Die Besonderheit hierbei: Im Gegensatz zu Anlagen in anderen Kommunen im In- und Ausland, bei denen scheinbar ähnlich anmutende Services nur an Lichtsignalanlagen mit starren Festzeitprogrammen des Verkehrsablaufs funktionieren, konnte in Solingen nun eine Anzeige an einer verkehrsabhängig geschalteten Lichtsignalanlage zum Einsatz kommen. Denn durch die variierende Verkehrsbelastung lässt sich grundsätzlich nur eine Restzeit mit einer geringen Prognosegüte darstellen. Durch verbesserte Prognoseverfahren und Künstliche Intelligenz konnten die Entwickler von GEVAS software nun einSystem entwickeln, das die Informationen zur Wartezeit mit hoher Zuverlässigkeit anzeigt. Für hohe Robustheit des 7,5 kg schweren Displays bei jedem Wetter hat AVT STOYE ein stabiles Gehäuse aus pulverbeschichtetem Stahlblech gefertigt. Die Kommunikation mit der Lichtsignalanlage erfolgt über Lichtwellenleiter sowie Ethernet.

Nicht nur technologisch ist dieses Projekt bislang einzigartig. Strategisch erhofft man sich bei der Stadt Solingen dadurch vor allem weniger Rotüberschreitungen durch Fußgänger an einer nicht unerheblichen Gefahrenstelle. Um einen validen Vergleich ziehen zu können, wurde in den Monaten vor der Installation des trafficpilot Displays eine Messung der „Rotläufer“ gemacht. Nach einer ersten Erprobungsphase der Restrotanzeige wird die Erhebung in den nächsten Monaten wiederholt. Ziel dabei ist es herauszufinden, ob durch die Anzeige der verbleibenden Wartezeit die Anzahl an Rotlichtverstößen reduziert und somit die Verkehrssicherheit an dieser Stelle erhöht werden kann.

„Wir sind sehr stolz, dass wir mit der Inbetriebnahme des ersten trafficpilot Displays den Grundstein für eine neue Dimension der Verkehrsinformation legen können, die langfristig zu mehr Transparenz und höherer Akzeptanz der Ampelschaltungen beitragen soll“, so Michael Faludi, Projektingenieur der Stadt Solingen. „Diese erste Installation ist hoffentlich erst der Anfang und ausdrücklich zur Nachahmung in anderen Städten empfohlen. Wir gehen davon aus, dass der Anteil der „Rotläufer“ reduziert werden kann. So ließe sich mit den Displays zukünftig vor allem an neuralgischen Punkten wie etwa vor Schulen ein Zuwachs zur Verkehrssicherheit gewinnen.“
„Dass wir den recht sportlichen Projekt-Zeitplan dieses hochgradig innovativen Produktes einhalten konnten, ist vor allem auch dem starken und andauernden Engagement des Projektteams der TBS zu verdanken. Probleme wurden zu Herausforderungen und somit schlussendlich zu sinnvollen Lösungen“ weiß GEVAS software Projektleiter Thomas Meyer zu berichten.

Das Prinzip des trafficpilot Displays gibt es übrigens schon seit einigen Jahren in Form einer Smartphone App. Hierbei laden sich Auto- und Fahrradfahrer den „Grüne Welle Assistent“ trafficpilot auf ihr Smartphone herunter und erhalten in teilnehmenden Städten Informationen zu den Schaltphasen vorausliegender Ampeln und der daraus folgenden optimalen Geschwindigkeit. Wird eine Grünphase nicht mehr erreicht, zeigt der „Time-to-Green“ (TTG) Service die Dauer bis zur nächsten Freigabe an.

Über die Technischen Betriebe Solingen (TBS)
Die TBS sind eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Klingenstadt Solingen und leisten als moderner Dienstleister einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität. Mit über 900 engagierten Mitarbeitenden sorgen die TBS für eine zuverlässige städtische Abfallentsorgung, Abwasserentsorgung, Stadtsauberkeit, den Winterdienst sowie die Pflege von Grünanlagen und Friedhöfen. Darüber hinaus betreiben sie das Müllheizkraftwerk zur Erzeugung von Strom und Fernwärme, planen und unterhalten die städtische Tiefbau- sowie Verkehrsinfrastruktur, treiben den Glasfaser- sowie Mobilfunkausbau voran und reinigen die städtischen Gebäude. Die Mission „Wir machen Solingen sauber, grün und smart“ spiegelt den Anspruch wider, als Umweltbetrieb und serviceorientierter Partner für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt Solingen zu agieren. Die Unternehmenswerte Offenheit, Mut, Zuverlässigkeit, Tatkraft und Kostenbewusstsein prägen das Handeln der TBS.

Über das Smart City Projekt Solingen
Die Klingenstadt Solingen transformiert sich zur Smart City und gestaltet aktiv die Zukunft des urbanen Lebens. Unter dem Begriff „SmartCity“ werden vielfältige Themen wie Mobilität und Verkehr, Energie und Umwelt, Sicherheit und Resilienz, Stadt- und Raumplanung sowie Open Data und Datenmanagement vereint. Im Fokus steht dabei stets der Mensch: Digitale, innovative und technologische Projekte werden realisiert, um Visionen Wirklichkeit werden zu lassen und technische Innovationen durch konkrete Anwendungen nutzbar zu machen.

Über GEVAS software
GEVAS software ist ein führender Anbieter von innovativen Lösungen im Bereich der Verkehrstechnik. 1980 gegründet, entwickelt das Software-Unternehmens intelligente Lösungen für die Steuerung von Lichtsignalanlagen (LSAs), das Verkehrsmanagement, die Verkehrsplanung und -analyse. Als Bestandteil der AVT Group, Experte für die Planung, Durchführung und Inbetriebnahme von Lichtsignalanlagen, entwickeln die über 40 hochqualifizierten GEVAS-Mitarbeiter intelligente und smarte Softwarelösungen für die Mobilität von Morgen. Mit Hauptsitz in München und in den Niederlassungen Linz, Kassel und Krakau reicht das Angebot von GEVAS vom Verkehrsingenieur-Arbeitsplatz bis zur kompletten Verkehrsmanagement-Zentrale mit modernsten V2I-Anwendungen.

Kontakt
GEVAS software GmbH
Michaela Holzer
Nymphenburger Straße
80335 München
+49 89 25 55 97 – 58
www.gevas.de

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