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Fahrradanhänger: So geht’s sicher durch die Stadt

Passionierte Radler mit kleinen Kindern müssen aufs Fahrradfahren nicht verzichten – dank Kinder-Fahrradanhänger.

Fahrradanhänger: So geht

Der Fahrradanhänger gilt heute als sicherste Variante, um Kinder mit dem Fahrrad zu befördern. (Bildquelle: @shutterstock.com)

Die praktischen Vehikel gelten heute als sicherste Variante, um die Kleinen mit dem Fahrrad zu befördern. Doch beim Kauf und beim Fahren sollten Eltern einiges beachten.

Die Kinder können selbst noch nicht Rad fahren? Dann rein in den Hänger und ab durch die Stadt. Selbst ausgedehnte Radtouren sind mit den Kinder-Fahrradanhängern möglich. Wichtigster Vorteil – zum Beispiel gegenüber einem Kindersitz oder Nachziehrad: Die Kinderanhänger sind besonders sicher. Stürzt der Radfahrer bei einem Unfall, kippt der Anhänger in der Regel nicht um. Zudem ist der Hänger eine Art Kokon, der die kleinen Passagiere bei einem Aufprall schützen kann. Das Kind sollte aber trotzdem immer einen Helm tragen und im Anhänger angegurtet sein.

Das Angebot an Kinder-Fahrradanhängern ist recht groß. Vor dem Kauf sollte daher überlegt werden, ob man einen Ein- oder Zweisitzer braucht. Ein breiterer Hänger bietet Platz für zwei Kinder und hat mehr Stauraum, doch passt er nicht mehr durch jede Tür.

Hierauf sollten Eltern beim Kauf achten:
– Kompatibilität: Um zu prüfen, ob das eigene Fahrrad überhaupt dafür geeignet ist, einen Anhänger zu ziehen, und ob der Hersteller es dafür freigegeben hat, sollten am besten beide Elternteile ihre Räder zum Kauf mitnehmen. Im Fachgeschäft können die Experten das prüfen.
– Kippsicherheit: Ein niedriger Schwerpunkt, große Laufräder und eine breite Spur sorgen für Kippsicherheit.
– Stabiles Gestänge und Überrollschutz: Der Rahmen sollte seitlich so hochgezogen sein, dass er im Falle eines Überschlags als Überrollbügel dienen kann.
– Kupplung: Die Kupplung sollte kein Spiel haben.
– Schutz vor Insekten und Regen: Der Anhänger sollte gänzlich verschließbar sein, mit einem schwarzen Fliegengitter und bei Bedarf mit einem wasserdichten Verdeck.
– Sonnenschutz: Vor direkten Sonnenstrahlen sollte ein Sonnensegel schützen, ohne die Sicht zu sehr zu beeinträchtigen. Fenster mit UV-Schutz sind wünschenswert.
– Gurte: Y-Gurte, um die Kinder anzuschnallen.
– Stabiler Sitz: Extrasitze und Kopfstützen sorgen für stabileren Sitz.
– Beleuchtung: Weil das Rücklicht des Zugfahrrads verdeckt ist, braucht der Anhänger eine eigene Beleuchtung – die häufig nicht mitgeliefert wird. Ein (Batterie-)Rücklicht und Rückstrahler in Rot sind Pflicht, Front- und Seitenreflektoren empfehlenswert. Ab einer Spurweite von über 80 Zentimetern ist eine zusätzliche Beleuchtung (weiß) an der linken Vorderseite nötig.
– Federung: Eine auf das Gewicht einstellbare Federung gleicht Unebenheiten aus, ebenso breite, nicht zu prall aufgepumpte Reifen.

Nach dem Kauf sollten die Erwachsenen das Fahren mit dem neuen Anhänger zunächst ohne die kleinen Passagiere üben – aber am besten mit reichlich Gepäck an Bord -, um Länge, Breite, größeren Bremsweg und Wendekreis kennenzulernen. In der Regel passt der Hänger durch eine Engstelle, wenn der Fahrer auch mit breit ausgefahrenen Ellbogen nicht aneckt.

Übrigens: Laut Straßenverkehrsordnung dürfen nur Kinder bis maximal sieben Jahren auf dem Kindersitz oder im Anhänger transportiert werden. Experten empfehlen eine Mitnahme mit dem Anhänger für Kinder ab sechs Monaten – und dann unbedingt in einer Babyschale. Wichtig: Erst wenn das Kind selbst den Kopf halten kann, sollte es darin mitgenommen werden. Der Chauffeur muss mindestens 16 Jahre alt sein.

Weitere Informationen und Tipps rund ums Thema Reisen und Freizeit gibt die AOK Hessen hier: aok-erleben.de (http://aok-erleben.de/category/reisen-freizeit/?cid=aokdehe_aokhe_opr_64).

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