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freelance.de-Umfrage: Freelancer schlafen lange aus – oder doch nicht?

Freelancer haben ungewöhnlich-gewöhnliche Arbeitszeiten / Je kreativer die Aufgabe, desto „unkreativer“ wird die zeitliche Einteilung

München, 13. Juni 2017_ Einfach mal später mit der Arbeit beginnen, die Mittagspause verlängern, weil die Sonne scheint, spontan einen Tag weg fahren – Freelancer müsste man sein, denken viele Festangestellte. Und es liegt auch auf der Hand: Wer sein eigener Boss ist, hat den entspanntesten Boss – oder etwa nicht? freelance.de, Deutschlands größter regionaler Marktplatz, auf dem Freischaffende und Auftraggeber sich finden, hat unter den angemeldeten Freelancern nachgefragt, um zu klären: Wann arbeiten die Experten, wenn sie die Uhrzeit selbst entscheiden können?

Arbeitszeiten der Freelancer: Spießiger als gedacht
Das kann doch nicht wahr sein: Die beliebteste Uhrzeit ist unter Freischaffenden ausgerechnet von 9.00 Uhr morgens bis mittags. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, in diesem Zeitraum gerne zu arbeiten. Dann also, wenn die meisten Angestellten auch ihren PC hochfahren. Unterschied freie Arbeit zu fester Stelle ist also gleich Null. Ein Drittel fängt sogar gerne noch bis zu drei Stunden früher an.

Kreative Arbeit – unkreativer Tagesrhythmus
Liegt es am Berufsbild? Sind die Künstlerseelen aus der Designabteilung wenigstens freier in der Zeiteinteilung als zum Beispiel die Ingenieure? Nein. Sogar im Gegenteil. Während der Anteil der Designer, die gerne morgens anfangen, etwa im Durchschnitt liegt, gibt es ausgerechnet unter ihnen die Wenigsten, die nach 21.00 Uhr noch ihre kreative Ader ausleben wollen – weniger als fünf Prozent der Befragten. Unter den IT-lern, die nicht als große Freigeister verschrien sind, tüftelt immerhin noch jeder Fünfte gerne bis Mitternacht.

Die Zeit nach dem Lunch, also ungefähr ab 12.00 Uhr, schätzen in den meisten Berufsgruppen noch ungefähr 15 bis 20 Prozent der Freischaffenden. Auch hier gehören die Designer zu den Schlusslichtern – gemeinsam mit den freien Kräften aus den Bereichen Finanzen, Versicherungen und Recht. Wenn alles schläft, also ab Mitternacht, arbeitet auch unter Freelancern kaum noch jemand freiwillig. Kein Wunder, wenn man früh wieder aus den Federn muss.

„Ohne feste Strukturen geht gar nichts“
Woran es liegen könnte, dass auch Freischaffende eher gewöhnliche Arbeitszeitvorlieben haben? Simon Gravel ist Geschäftsführer bei freelance.de und war früher selbst Freelancer. Ihn überrascht das Ergebnis nicht. „Wer sich als Freelancer selbstständig macht, merkt schnell, dass ohne feste Strukturen nichts funktioniert“, sagt Gravel. „Viele vermissen die festen Arbeitszeiten im Büro und müssen neu lernen, sich zu organisieren.“ Coworking-Spaces, in dem Freie, die auch von zuhause arbeiten könnten, in einem Büro zusammensitzen, sind eine Antwort auf den Bedarf nach alteingesessenen Strukturen.

„Ein Grund für die festen Zeiten ist natürlich auch, dass Freelancer immer von den Projektpartnern abhängig sind“, fügt Gravel hinzu. „Und wenn die nur von 9-to-5 erreichbar sind, dann macht es auch für Freie Sinn um diese Zeit zu arbeiten.“

Der Mythos der paradiesischen Arbeitszeiten bei Freelancern ist also unwahr und man selber ist eben doch nicht der entspannteste Chef.“ Dafür arbeitet man auf eigene Rechnung und weiß immer, für wen man es macht“, sagt Gravel.

Über freelance.de
freelance.de ist in Deutschland der größte unabhängige Marktplatz, der Freelancer sowie Unternehmen, aus allen Branchen, bei der Suche nach Projekten bzw. einem freiberuflichen Experten unterstützt. freelance.de bietet ein regionales Profil- und Projektportfolio und gewährleistet hierbei höchste Qualitätsstandards, zertifiziert nach PCI DSS. freelance.de wurde 2007 gegründet und zielt mit mehr als 125.000 registrierten Nutzern, täglich 1.000 Bewerbungen und über 400 neuen Projekten vorrangig auf Kunden aus der DACH-Region.
Weitere Informationen unter: www.freelance.de

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