INFORM-Studie: Optimierungslücke Lkw-Zulaufsteuerung

INFORM-Umfrage alarmiert: Ungesteuerte Prozesse und fehlende Daten bei Lkw-Zulauf und Warenanlieferung führen zu enormen Effizienzverlusten

INFORM-Studie

Optimierungslücke Lkw-Zulaufsteuerung

INFORM-Umfrage alarmiert: Ungesteuerte Prozesse und fehlende Daten bei Lkw-Zulauf und Warenanlieferung führen zu enormen Effizienzverlusten

Aachen, 22. November 2012 – Steigender Kostendruck, schwankende Marktentwicklungen, komplexe Produkte – um international wettbewerbsfähig zu bleiben, optimieren deutsche Industrieunternehmen mit viel Aufwand ihre Fertigungs- und Logistikprozesse. Ein wichtiges Bindeglied wird dabei jedoch häufig übersehen: die Lkw-Zulaufsteuerung, welche Logistik, Produktion und Supply Chain miteinander verbindet. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Aachener INFORM GmbH. Im Rahmen einer Online-Befragung hat das Optimierungshaus 51 Unternehmen aus der Automobil-, Chemie-, Konsumgüter- und Stahlindustrie, dem Handel und Maschinenbau sowie der Spedition zu den internen Abläufen im Bereich Lkw-Zulaufsteuerung befragt und dabei erhebliche Optimierungspotenziale aufgedeckt. So kommen bei rund 60 Prozent der befragten Firmen, Lkw am vereinbarten Liefertag ohne ein definiertes Zeitfenster oder sogar ganz spontan an. Dadurch bleibt viel Optimierungspotenzial ungenutzt.

Fehlende Planung bei Lkw-Zulaufsteuerung
Bei der Lkw-Zulauf und Warenanlieferung entscheidet sich, ob Herstellungsprozesse effizient oder bereits mit einem Kostendefizit beginnen. „Die Lkw-Zulaufsteuerung ist gewissermaßen ein Nadelöhr, das die interne mit der externen Logistik verbindet. Während die Speditionen seit Jahren ihre Prozesse mithilfe von Disponentensystemen optimieren und die Unternehmen ihre interne Versorgungslogistik oder das Warehousemanagement mit hohem Aufwand steuern, blieb die Lkw-Zulaufsteuerung bislang jedoch unbearbeitet. Dies führt zu enormen Effizienzverlusten durch hohe Wartezeiten bei der Warenanlieferung und unkoordinierte Lkw-Entladung“, erklärt Matthias Berlit, Leiter des Geschäftsbereichs Industrielogistik bei INFORM.

Wie die Studie zeigt, besteht hier noch großer Handlungsbedarf. So geben nur 20 Prozent der Umfrageteilnehmer am Liefertag eine Ankunftszeit vor, indem sie ein Buchungsportal oder eine steuernde Software einsetzen. Staus vor und hinter dem Werktor sind damit vorprogrammiert, wobei staubedingte Standgelder die Kosten unnötig in die Höhe treiben können.

Vermeidbare Kosten für Spediteure und Kunden
Noch sichtbarer wird die Optimierungslücke auf dem Werksgelände selbst: Bei 50 Prozent der Unternehmen bewegen sich die Lkw ungesteuert und selbstständig auf dem Firmengelände. Die Durchlaufzeiten der Lkw lassen sich auf diese Weise weder kalkulieren noch reduzieren, was zu erheblichen Planungsschwierigkeiten auf Spediteurs- wie auf Kundenseite führt. Zudem können Entladeressourcen nur reaktiv bereitgestellt werden. 68 Prozent aller Befragten setzen sowohl Personal als auch Gerätschaften situativ nach dem aktuellen Anlieferungsaufkommen ein. Das bedeutet, entweder stehen die richtigen Ressourcen nicht zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung oder es müssen ausreichend Ressourcen „für alle Fälle“ vorgehalten werden, was die Kosten unakzeptabel erhöht.

Optimierungslücke bei Warenanlieferung bekannt
Die Studie verdeutlicht, dass sich ein Großteil der Unternehmen dieser Problematik durchaus bewusst ist. So zählen mehr als zwei Drittel aller Befragten eine bessere Planbarkeit der Abfahren und Ankünfte zu den TOP-Herausforderungen in Bezug auf die Lkw-Zulaufsteuerung. Die Unternehmen sind zudem auf der Suche nach effizienten Lösungen, um die Durchlaufzeiten zu verkürzen (64,4 Prozent), die Lkw-Wartezeiten am Wareneingang zu reduzieren (48,9 Prozent) und die Lkw am Ankunftstag besser disponieren zu können (44,4 Prozent).

Intelligente Zulaufsteuerung ermöglicht effiziente Prozesse
Abhilfe schaffen können in diesem Fall intelligente Software-Systeme, die den Zulauf der Lkw präzise planen und steuern. Dabei reicht es nicht aus, Prozesse lediglich zu digitalisieren, sondern vielmehr das Gesamtsystem „Zulauf“ von der Anfahrt von Frachtfahrzeugen bis zur Laderampe einzubeziehen. Umsetzbar wird dies mithilfe von Operations Research-Verfahren. Damit gewährleisten bereits heute Unternehmen aus der Automobil- und Prozessindustrie höchste Versorgungssicherheit in der Produktion.

Auffällig: Für 76,7 Prozent der befragten Unternehmen ist die Auswertung in Form von Statistiken und Reports die Wunschfunktion Nummer Eins an eine geeignete Software. Aber auch die Möglichkeit, in Online-Portalen Zeitfenster für die planbare Ankunft der Lkw zu buchen (74,4 Prozent) und dessen Länge dem An- oder Auslieferungsvolumen entsprechend zu berechnen (51,2 Prozent) würde nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer die Steuerung um ein Vielfaches vereinfachen.

„Der Wunsch nach zuverlässigen Daten verdeutlicht das fehlende Wissen bezüglich der genauen Zulaufprozesse und damit die Tatsache, dass die Lkw-Zulaufsteuerung bisher aus Optimierungssicht vernachlässigt wurde“, fasst Berlit zusammen. „Intelligente Zeitfenstersysteme, die mehr bieten als nur eine webbasierte Buchung, machen nicht nur ein geregeltes Ankommen der Lkw möglich, sie beschleunigen auch die Durchlaufzeiten im Werk und liefern gleichzeitig genaue Informationen über die Dauer jedes einzelnen Prozessschritts. Mit diesem Wissen können Unternehmen die Fenster enger takten und den Speditionen mehr Entlademöglichkeiten zu günstigen Zeiten anbieten und so eine stabile Plattform für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit schaffen.“

Gerne stellen wir Ihnen die ausführliche Studie inklusive Auswertungsgrafiken zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an [email protected]

INFORM GmbH
INFORM ist spezialisiert auf Softwaresysteme, die nicht bloß Daten verwalten, sondern „mitdenken“ und in Echtzeit intelligente Planungs- und Dispositionsentscheidungen treffen. Die Basis dafür sind wissenschaftlich fundierte, mathematische Optimierungsalgorithmen aus Fuzzy Logic, Operations Research und Statistik, die für das jeweilige Einsatzfeld angepasst werden. Die Software mit Entscheidungsintelligenz optimiert Geschäftsprozesse in der Transportlogistik, im Airport Resource Management, in der Produktion sowie der Material- und Warenwirtschaft. Die über 400 Mitarbeiter der INFORM betreuen heute zahlreiche Kunden auf der ganzen Welt, darunter Containerterminals, Verkehrsflughäfen, Finanzdienstleister, Industriebetriebe, Großhändler, Lager- und Umschlagzentren sowie Transportunternehmen.

Mehr über INFORM erfahren Sie unter: http://www.inform-software.de/

Kontakt:
INFORM Institut für Operations Research und Management GmbH
Sabine Walter
Pascalstraße 23
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