Neuigkeiten Timeline

Garten, Bauen, Wohnen
September 30, 2026

XANI BAU GmbH übernimmt Großbaustelle im Raum Frankfurt und sucht Verstärkung

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
September 30, 2026

Inway Systems und Objektkultur bündeln ihre Expertise unter agenic

Internet, Ecommerce
September 30, 2026

KI-Sichtbarkeit wird zur neuen Agenturleistung

Computer, Information, Telekommunikation
September 30, 2026

Das TOUGHBOOK G3 setzt neue Standards für robuste Tablets

Auto, Verkehr
September 30, 2026

Wie betriebliche Mobilität im Alltag funktioniert

Maschinenbau
September 30, 2026

Protolabs treibt Robotikentwicklung mit schneller On-Demand-Fertigung voran

Wissenschaft, Forschung, Technik
September 30, 2026

Leichteres und größeres TOUGHBOOK 34 erhöht die Agilität mobiler Nutzer

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
September 30, 2026

Alvarez & Marsal Wettbewerbsindex 2026: Deutsche Industrie stellt Weichen für neue Wettbewerbsfähigkeit

IT, NewMedia, Software
September 30, 2026

Infostealer und Ransomware: Warum gestohlene Zugangsdaten zunehmend zum Einfallstor werden

Sport, Events
September 30, 2026

Gute Städte entstehen durch Menschen: Warum wir den DSW 1912 Darmstadt unterstützen

Umwelt, Energie
September 30, 2026

„Wir müssen den Nutzen von Vorräten außerhalb der Krise stärker betonen“

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
September 30, 2026

AKTIEGO: Wenn der Uranbedarf steigt: Warum das Athabasca Basin wieder in den Fokus rückt

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
September 30, 2026

AKTIEGO: Wenn Silber knapp bleibt: Historische Minencamps treffen auf moderne Exploration

Familie, Kinder, Zuhause
September 30, 2026

Testament schreiben: Warum sich der Gang zum Notar lohnt

Ist Zeitenwende sekundär?

Die starke Abhängigkeit von Rohstoffen verlangt ein Umdenken

Ist Zeitenwende sekundär?

Berlin, September 2023 – Seit dem 24. Februar 2022 ist es hochoffiziell: Wir leben in der Phase einer Zeitenwende. Ist der Grund dafür der Einmarsch Russlands in die Ukraine oder die in diesem Moment offensichtlich gewordene Abhängigkeit und Blauäugigkeit, von der wir uns abwenden müssen?

Jahrelang hat uns die Ressource Gas günstige Energie und Wohlstand beschert. Unter Druck ist es uns jetzt gelungen Lösungen aufzubauen – auch wenn wir noch lange nicht fertig sind. Andere Ressourcen werden an der Stelle deutlich schwerer zu ersetzen sein, da sie Grundstoffe unserer Wirtschaft sind, die sich nicht durch regenerative Energien ersetzen lassen. Wir können nicht mehr verbrauchen, als wir haben – diese Erkenntnis ist nicht neu. Wir alle kennen den Erdüberlastungstag (2023 in Deutschland am 04.Mai, in den USA schon am 13.März) (Quelle: Country Overshoot Days 2023 – Earth Overshoot Day). Das Problem mit dem „Pump auf Umweltkosten“ ist: Wir können definitiv nicht sagen, wann wir den Kredit aus der Zukunft zurückzuzahlen haben.

Für die Analyse und zur Untermauerung politischer Entscheidungen hat die EU ein Dashboard bzw. Informationssystem RMIS („Raw Materials Information System“) aufgebaut, auf das auch der Bürger Zugriff hat. Dort werden 87 relevante Rohstoffe analysiert und für Interessierte nachvollziehbar dargestellt (Quelle: RMIS – Raw Materials Information System / europa.eu). Demnach sind nur 37 Rohstoffe unkritisch, hingegen 50 Rohstoffe „kritisch“, und 25 werden sogar als „strategisch kritisch“ bewertet. Es zeigt mehr als deutlich, wie stark abhängig Deutschland und die gesamte EU bei Rohstoffen von anderen Ländern ist. Laut dieser Analyse (vom 16.03.2023) ist auch Gallium einer der kritischsten Rohstoffe mit einer Risikobewertung von 4,8 (max. 5). Passenderweise will China Gallium zusammen mit Germanium nur noch begrenzt liefern bzw. hat diese inzwischen sanktioniert. Beide spielen bei Zukunftstechnologien (u.a. Glasfaserkabel, Halbleiter, Solarzellen) eine Schlüsselrolle.

Eigentlich sind diese beiden seltenen Erden wenig beachtete Rohstoffe, von denen wir aber wissen, dass sie zu weit über 80% des Weltmarktes in China raffiniert werden. Laufen wir also von einer Krise/von einer Abhängigkeit in die Nächste? Ja, nur laufen wir nicht, sondern sind bereits mittendrin.
Wir müssen uns eingestehen, dass wir unsere Zukunft nicht autark planen können, sondern wie sehr wir in unserem täglichen Leben, und wie sehr unsere Wirtschaft abhängig vom Verhalten anderer ist. Dumm, dass diese uns nicht unbedingt als Priorität ansehen.

Es gibt keine andere Chance, als dass wir uns in Zukunft wieder an das natürliche Kreislaufmodell der Wirtschaft gewöhnen. Und genau darin liegen neue Perspektiven – vor allem für die, die sich nicht zu schade sind, über den Re-Use, Recycle, und regenerativ als Wert nachzudenken. Vorteile, die sich ergeben, sind klar ersichtlich: Wir könnten uns etwas unabhängiger machen, unser Abfallaufkommen reduzieren, die Umwelt schützen und neue Technologien entwickeln, die das Potenzial als Basis für ein neues Wirtschaftswachstum bergen. Schließlich wird es überall Bedarf an diesem Know-How geben. Dieses Innovationspotenzial gemeinsam mit der reduzierten Abhängigkeit sollte uns alleine schon Motivation genug sein.

Schon Albert Einstein sagte: „Es ist ein Zeichen von Wahnsinn, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Das sollte Antrieb genug sein. Bleibt nur zu hoffen, dass es unsere Führung diesmal schafft, das Wichtige richtig zu vermitteln und die positiven Aspekte herauszustreichen, statt mit Angst vor dem Verlust Wähler in die falsche Richtung zu treiben.

Autor: Andreas Falke, Geschäftsführer FBDi e.V.

20 Jahre Fachverband der Bauelemente Distribution e.V. (www.fbdi.de):
Der 2003 gegründete FBDi e.V. ist eine etablierte Größe in der deutschen Verbandslandschaft und bündelt die Interessen seiner Mitglieder aus der Distribution, die rund drei Viertel des Umsatzvolumens elektronischer Komponenten in Zentral-Europa (DACH) vertreten. Dabei überblickt er die gesamte Wertschöpfungskette der Elektronik.
Neben der Aufbereitung und Weiterentwicklung von Daten zum zentraleuropäischen Distributionsmarkt erzeugen Competence Teams zu wichtigen Themen der Regulatorik in der Elektronikindustrie (u.a. CE, Richtlinien und Verordnungen) eine hohe marktnahe Kompetenz. Diese qualifiziert den FBDi zum gefragten Partner für Politik, Elektronik-Hersteller und -Kunden.
Über die Mitgliedschaft im internationalen Distributionsverband IDEA erfolgt der Austausch mit anderen Verbänden auf europäischer Ebene.

Firmenkontakt
FBDI e. V.
Andreas Falke
Ludwigkirchplatz 8
10719 Berlin
+49 174 / 8702 753
http://www.fbdi.de

Pressekontakt
Agentur Lorenzoni GmbH, Public Relations
Beate Lorenzoni-Felber
Landshuter Straße 29
85435 Erding
+49 8122 55917-0
http://www.lorenzoni.de

(Visited 29 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert