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Jahrelang unentbehrlich, plötzlich aussortiert

Warum Berufserfahrung allein keinen Arbeitsplatz sichert

Jahrelang unentbehrlich, plötzlich aussortiert

In seinem Buch „Wer wartet, wird aussortiert“ zeigt Matthias Konetzny, warum langjährige Erfahrung nicht vor einer Kündigung schützt und wie Fach- und Führungskräfte nach einer solchen wieder ins Handeln kommen. Das Buch erscheint am 17. November 2026 im GOLD Verlag.

Wer über Jahre Verantwortung trägt und seinen Job zuverlässig erledigt, rechnet meist nicht damit, eines Tages selbst auf einer Streichliste zu stehen. Doch bei einer Neuaufstellung interessiert sich ein Unternehmen nicht zwangsläufig dafür, was jemand gestern geleistet hat. Mit dem Verlust ihrer Stelle gerät für viele Betroffene auch das Bild ins Wanken, das sie von sich und ihrer beruflichen Zukunft hatten. Um diese Situation geht es im Buch „Wer wartet, wird aussortiert“ von Unternehmerberater Matthias Konetzny. Er warnt: Wer die Entscheidung über den eigenen beruflichen Wert allein seinem Arbeitgeber überlässt, macht sich gefährlich abhängig.

Konetzny weiß, wie sich ein solcher Einschnitt anfühlt. Nach einer Unternehmensübernahme verlor er 2002 seinen Arbeitsplatz, während seine Frau schwanger war. Statt auf eine neue Zusage zu warten, wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit. Seit mehr als zwei Jahrzehnten berät er Unternehmen und Führungskräfte. Im Buch verbindet er diesen persönlichen Wendepunkt mit Erfahrungen aus seiner Beratung und Anregungen, die Leser unmittelbar auf ihre eigene Situation übertragen können.

Wenn eine Kündigung am Selbstvertrauen rüttelt

Nach einer Kündigung zweifeln selbst Menschen an sich, die über Jahrzehnte schwierige Aufgaben gemeistert haben. Konetzny unterscheidet deshalb bewusst zwischen Selbstwert und Selbstvertrauen. Eine Entscheidung des Arbeitgebers sagt nichts darüber aus, was ein Mensch wert ist. Wer nach einer Kündigung an seinen Fähigkeiten zweifelt, braucht keine gut gemeinten Durchhalteparolen. Er braucht handfeste Belege dafür, welche Probleme er bereits erfolgreich gelöst hat.

Konetzny empfiehlt Betroffenen, sich mit den Situationen auseinanderzusetzen, in denen sie unter schwierigen Bedingungen Verantwortung übernommen und etwas bewirkt haben. Wer sich daran erinnert, wie er diese Probleme aus eigener Kraft gelöst hat, erkennt häufig Fähigkeiten, die im Arbeitsalltag längst selbstverständlich geworden sind. Solche Belege helfen mehr als der pauschale Zuspruch, man müsse eben wieder an sich glauben.

Erfahrung allein reicht nicht, wenn niemand ihren Nutzen erkennt

Dienstjahre und beeindruckende Stellenbezeichnungen wirken auf dem Papier oft besser als im Gespräch mit einem möglichen Arbeitgeber. Entscheidend ist nach Konetznys Auffassung, ob jemand verständlich machen kann, welchen Unterschied seine Arbeit bewirkt. Wer nur seine bisherigen Aufgaben beschreibt, überlässt es anderen, den Wert seiner Erfahrung zu erraten.

Wie folgenreich das sein kann, zeigt Konetzny am Beispiel eines Produktionsleiters Anfang 50. Der Mann hatte Verantwortung für mehr als 260 Mitarbeitende getragen und war nach rund 200 Bewerbungen immer noch auf Stellensuche. An diesem Fall erklärt Konetzny, weshalb ein Lebenslauf voller Zuständigkeiten noch keine überzeugende Antwort auf die Frage liefert, welches Problem ein künftiger Arbeitgeber mit genau diesem Menschen lösen kann.

Selbstverantwortung zeigt sich nicht im Warten

Der Buchtitel ist absichtlich zugespitzt. Konetzny fordert seine Leser auf, nicht auf die nächste Entscheidung anderer zu warten, sondern den eigenen Spielraum zu nutzen. Manchmal beginnt das mit einem Anruf bei einem früheren Kontakt, den man seit Wochen vor sich herschiebt. Nachdenken allein hilft nicht weiter, denn das verändert die Lage kein bisschen, solange nicht wirklich etwas unternommen wird.

„Wer wartet, wird aussortiert“ richtet sich an erfahrene Fachkräfte und Führungskräfte, insbesondere im mittleren Management, ebenso wie an HR-Verantwortliche. Denn auch Unternehmen sollten genauer hinsehen, welchen Beitrag Menschen tatsächlich leisten, bevor Erfahrung im Zuge einer Umstrukturierung vorschnell aus dem Organigramm verschwindet.

„Wer wartet, wird aussortiert – Selbstverantwortung statt Hoffnung in Zeiten von Umbau, Druck und Austauschbarkeit“ erscheint am 17.11.2026 im GOLD Verlag. ISBN: 978-3-912214-14-7, 162 Seiten, Ladenpreis: 19,99 €.

Über den Autor

Matthias Konetzny ist Unternehmerberater, Speaker, Buchautor und Gründer von Konetzny Consulting Services. Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet er selbstständig und begleitet Unternehmen sowie Führungskräfte in Veränderungsprozessen. Dass berufliche Sicherheit keine Garantie ist, erlebte er 2002 bei seiner eigenen Kündigung. Diese Erfahrung prägt seinen Blick auf Selbstverantwortung und sein Buch „Wer wartet, wird aussortiert“.

Der GOLD Verlag, initiiert von Topspeaker und Bestseller-Autor Hermann Scherer, versammelt in seinem Programm Sach- und Ratgebertitel mit klarer Haltung – fokussiert auf Arbeit & Karriere, Beziehung & Persönlichkeit, Familie & Gesundheit sowie Digitalisierung & Teilhabe. Leitmotiv: „Starke Stimmen. Starke Bücher.“ Weitere Informationen: www.goldverlag.com

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