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Künstliche Intelligenz – Zukunftsträger der Logistik?

INFORM-Umfrage offenbart sowohl großen Bedarf als auch mangelndes Anwenderwissen beim Thema KI

Künstliche Intelligenz - Zukunftsträger der Logistik?

Quelle: INFORM GmbH

Eine neue Studie von INFORM attestiert künstlicher Intelligenz (KI) eine große Relevanz für die Logistik: Über 80 Prozent der Befragten begrüßen KI als wichtiges Zukunfts- und Innovationsthema. Zugleich hapert es an der Umsetzung, denn drei Viertel der Teilnehmer fehlen hierzu das praktische Know-How, Investitionskraft oder eine ausreichende IT-Infrastruktur. Die Technologie ist daher noch lange nicht etabliert, ihr Potenzial allerdings durchaus von der Branche erkannt. Insgesamt nahmen 123 Mitarbeiter und Führungskräfte verschiedener logistischer Disziplinen an der Befragung teil.

Logistikbranche erkennt Relevanz
Übergreifend zeigt sich, dass die Befragten KI als relevantes Zukunftsthema wahrnehmen. Lediglich ein Bruchteil rechnet mit einem vorüberziehenden Hype ohne Relevanz oder kann noch nicht überblicken, was unter dieser Technologie konkret verstanden wird (6 Prozent). Die Befragten bewerten KI überwiegend als lohnende Investition, die langfristig eine bessere Marktposition verspricht (90 Prozent). In der Unternehmensrealität scheint das Thema allerdings noch nicht angekommen: Gerade einmal 26 Prozent der befragten Betriebe setzen in ihren Logistikprozessen bereits auf KI. Entsprechend meinen 60 Prozent der Befragten, das Thema habe die Logistik bislang kaum durchdrungen.

Wissen zur Umsetzung fehlt
Die Gründe für die schleppende Umsetzung sind vielfältig: Über die Hälfte der Befragten, die aktuell noch keine KI einsetzen, identifizieren fehlendes Know-How als Hauptgrund (54 Prozent). Tatsächlich fühlen sich erst 12 Prozent der Befragten gut informiert – drei Viertel wissen ihrer eigenen Einschätzung nach noch zu wenig oder wünschen sich zumindest Unterstützung bei der Anwendung.

Neben diesem Wissensdefizit sind weitere Hindernisse bei der Umsetzung hohe Kosten (46 Prozent), eine unzureichende IT-Infrastruktur (44 Prozent) und ein Mangel an zeitlichen Ressourcen (38 Prozent). Dennoch erkennt der Großteil der Befragten einen Handlungsbedarf, wenn es darum geht, die logistischen Prozesse mit KI auszustatten.

Peter Frerichs, Leiter des Geschäftsbereichs Inventory & Supply Chain bei INFORM und Sprecher der Studie, wertet diese Ergebnisse als Warnsignal, den Anschluss nicht zu verpassen. „Mit KI, etwa Machine-Learning-Technologie, lassen sich schon heute beispielsweise zuverlässige Prognosen zur Kundennachfrage berechnen. Diese Verfahren sind bereits in bestehende Lösungen zur Planung der Supply-Chain-Prozesse eingebettet. Der Einsatz ist innovativ, aber bedarf nicht zwangsläufig einer entsprechenden Expertise im Unternehmen. Fachwissen beim Softwareanbieter sowie Vertrauen und gute Beratung sind an dieser Stelle wichtiger für den Erfolg.“

Absatzplanung als wichtigster Anwendungsbereich
Mit Blick auf die Anwendungsgebiete von KI sehen 62 Prozent der Befragten die Absatzplanung vorne – ein Bereich, der eine Vielzahl an nachgelagerten Prozessen bedingt. Hier bietet KI die Chance, Bedarfsprognosen durch die Berücksichtigung von Markttendenzen zu verbessern. Neben der Absatzplanung identifiziert je die Hälfte der Befragten außerdem die Produktions- bzw. Transportoptimierung, etwa durch autonome Transportsysteme, als wichtigsten Einsatzbereich.

Auf einem guten Weg
Feststeht: Erst wenige Unternehmen setzen heute in ihrer Logistik auf KI. Das scheint in erster Linie an mangelndem Wissen zu liegen. Dennoch erkennt die Branche das Potenzial der Technologie: Die Hälfte der Teilnehmer, die ihren Einsatz plant, befindet sich bereits in der Implementierung. Demnach sind in naher Zukunft weitere Anwendungsbeispiele zu erwarten, die als Best-Practice-Ansätze dienen können.

„In Zukunft wird der Bedarf an KI-gestützten Plattformen und Dienstleistungen für die Supply Chain Optimierung speziell im Großhandel und industriellen Mittelstand steigen“, sagt Studiensprecher Frerichs.

Über die Umfrage
An der diesjährigen Umfrage „Künstliche Intelligenz – die Zukunft der Logistik?“ von INFORM und LOGISTIK HEUTE nahmen 123 Mitarbeiter und Führungskräfte verschiedener logistischer Disziplinen teil. 44 Prozent der Befragten stammen aus produzierenden Branchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau, Baustoff-, Automobil-, Stahl-, Chemie-, Pharma-, Konsumgüter- oder Lebensmittelbereich. 20 Prozent sind Logistikdienstleister. Jeweils 18 Prozent gehören dem Handel oder sonstigen Branchen an. 85 Prozent der Befragten arbeiten in Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland und beschäftigen überwiegend (84 Prozent) mehr als 500 Mitarbeiter.

Ein ausführlicher Artikel zur Studie sowie weitere Grafiken sind auf Anfrage verfügbar.

INFORM ist spezialisiert auf entscheidungsintelligente IT-Systeme. Sie optimieren komplexe betriebliche und logistische Abläufe. Hierbei sorgen sie dafür, dass Unternehmen aus unüberschaubar vielen Alternativen unter großem Zeitdruck die beste Entscheidung treffen. Während datenverwaltende Software nur Informationen bereitstellt, können INFORM-Systeme in Sekundenschnelle große Datenmengen analysieren, zahlreiche Entscheidungsvarianten durchkalkulieren und die bestmögliche Lösung dem Anwender zur Umsetzung vorschlagen. Unternehmen erhöhen so nachhaltig die Produktivität und Sicherheit ihrer Geschäftsprozesse. INFORM entwickelt dafür seit 1969 wissenschaftlich fundierte Optimierungsalgorithmen und erschließt damit einen breit gefächerten Markt. Von Containerterminals, Verkehrsflughäfen, Finanzdienstleistern, Industriebetrieben, Großhändlern bis hin zu Lager- und Umschlagzentren sowie Transportunternehmen – heute betreuen über 750 Mitarbeiter mehr als 1.000 Kunden weltweit.

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