Neue Bearbeitungszentren, gebündelte Prozesskompetenz und der Ausbau der Löttechnik stärken den Standort Mannheim für anspruchsvolle Industrie- und Halbleiteranwendungen.
Kyoto/Esslingen, 28. Oktober 2026. Kyocera baut seine Fertigungskompetenz für Metall-Keramik-Verbundbauteile (https://www.kyocera-fineceramics.de/know-how/verbindungstechnik) am Standort Mannheim gezielt aus. Mit Investitionen in moderne Dreh-Fräs-Technologie und zusätzliche Ofenkapazitäten stärkt das Unternehmen eine durchgängige Prozesskette: von der keramischen Komponente und der hochpräzisen Metallbearbeitung über das Fügen bis zur qualifizierten Reinigung. Kunden profitieren von kurzen Abstimmungswegen, hoher technischer Flexibilität und reproduzierbaren Prozessen weitestgehend aus einer Hand.
Durchgängige Fertigung schafft Prozesssicherheit
Am Standort Mannheim fertigt Kyocera keramische Komponenten, hochpräzise Metallteile und die zugehörigen Fügeverbindungen. Die wesentlichen Arbeitsschritte werden eng aufeinander abgestimmt und intern umgesetzt. Dadurch können Anforderungen an Werkstoffe, Toleranzen, Sauberkeit und Verbindungsqualität bereits in einer frühen Projektphase gemeinsam betrachtet werden. Die gebündelte Fertigung reduziert Schnittstellen und externe Transporte, beschleunigt technische Rückkopplungen und erhöht die Prozesssicherheit.
Investitionen erweitern Präzision und Kapazität
Mit einer neu angeschafften Werkzeugmaschine erweitert Kyocera die Möglichkeiten zur präzisen Komplettbearbeitung anspruchsvoller Metallkomponenten. Das Dreh-Fräs-Zentrum unterstützt die wirtschaftliche Fertigung komplexer Geometrien in möglichst wenigen Aufspannungen und trägt damit zu hoher Maßhaltigkeit und stabilen Prozessen bei.
Im Herbst 2026 soll der Maschinenpark zusätzlich um eine Universaldrehmaschine ergänzt werden. Sie schafft weitere Drehkapazität und erhöht die Flexibilität bei unterschiedlichen Bauteilgrößen und Stückzahlen. Für 2027 ist darüber hinaus die Ergänzung eines neuen Lötofens vorgesehen. Damit baut Kyocera die Kapazitäten für anspruchsvolle Lötprozesse weiter aus und schafft zusätzliche Voraussetzungen für steigende Serienbedarfe.
Werkstoffkompetenz für anspruchsvolle Anwendungen
Metall-Keramik-Verbundbauteile verbinden die elektrische Isolation, Temperaturbeständigkeit und Verschleißfestigkeit technischer Keramik mit der mechanischen Funktionalität metallischer Werkstoffe. Verarbeitet werden unter anderem Keramik-Edelstahl- und Keramik-Titan-Verbindungen. Für ergänzende Spezialprozesse, beispielsweise das Laserschweißen oder Elektronenstrahlschweißen, kann Kyocera bei Bedarf auf qualifizierte externe Partner zurückgreifen.
Die abschließende Präzisionsbearbeitung mehrfach gefügter Baugruppen nach Hartlöt- und Schweißprozessen ist ein etablierter Bestandteil der Fertigung. Dabei werden mögliche thermisch bedingte Verzüge gezielt ausgeglichen, mit dem Ziel enge Maß-, Form- und Lagetoleranzen einzuhalten und hohe Wiederholungsgenauigkeit zu erreichen.
Von der Halbleiterfertigung bis zum Ultrahochvakuum
Die Verbundbauteile kommen unter anderem in Wafer-Inspection- und Metrologiesystemen, Plasmaätz- und Depositionsanlagen sowie in Elektronenstrahlanwendungen zum Einsatz. Weitere Einsatzfelder sind Vakuumdurchführungen und Baugruppen für Hochvakuum- und Ultrahochvakuumsysteme, in denen Dichtheit, elektrische Isolation und langfristige Zuverlässigkeit entscheidend sind.
Technische Beratung und qualifizierte Reinigung
Kyocera begleitet Kunden bereits in frühen Projektphasen – von der Werkstoffauswahl und Fügetechnik über die fertigungsgerechte Konstruktion bis zur Bewertung anwendungsspezifischer Anforderungen. Ergänzend stehen am Standort mehrstufige Reinigungsprozesse zur Verfügung. Je nach Bauteil und Anforderung umfassen diese mechanische Vorreinigung, ultraschallunterstützte Nassreinigung, DI-Wasser-Spülungen, alkoholbasierte Feinreinigung sowie Trocknungsprozesse bis hin zur Vakuumtrocknung. Da die Reinigung unmittelbar nach Bearbeitungs-, Löt- oder Montageschritten erfolgen kann, lassen sich zusätzliche Handhabungsschritte und potenzielle Kontaminationsquellen reduzieren.
Hochauflösendes Bildmaterial steht unter dem nachfolgenden Link zum Download bereit:
https://spgroup.box.com/s/3ddqygjbyhq6rdhtulyg0709sir20fjb
Für weitere Informationen zu Kyocera: www.kyocera-fineceramics.de/
Über Kyocera
Bereits seit über 50 Jahren ist Kyocera in Europa erfolgreich. Von seinem europäischen Hauptsitz in Esslingen am Neckar betreibt die KYOCERA Europe GmbH 27 Standorte inkl. Produktionsstätten, wobei die Produktpalette von Feinkeramik-, Automobil-, Halbleiter- und optischen Komponenten bis hin zu Komponenten für Medizinprodukte, Industriewerkzeugen, LCDs, Touch-Lösungen, industriellen Druck-Komponenten und Konsumgütern wie Küchen- und Büroartikeln reicht.
Die Produkte aus Hochleistungskeramik werden u.a. von der KYOCERA Fineceramics Europe GmbH, einer Tochtergesellschaft der KYOCERA Europe GmbH, produziert und vertrieben. Die Kyocera-Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter von Komponenten aus Hochleistungskeramik für die Technologieindustrie und bietet heute über 200 verschiedene Keramikwerkstoffe sowie modernste Technologien und Services, die auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Märkte zugeschnitten sind.
KYOCERA Europe GmbH ist ein Unternehmen der KYOCERA Corporation mit Hauptsitz in Kyoto/Japan, einem weltweit renommierten Anbieter von Halbleiter-, Industrie- und Automobil- sowie elektronischen Komponenten, Druck- und Multifunktionssystemen, smarten Energiesystemen sowie Kommunikationstechnologie. Kyocera ist einer der erfahrensten Technologieproduzenten, mit mehr als 65 Jahren Branchenfachwissen. Die Kyocera-Gruppe umfasst 279 Tochtergesellschaften (31. März 2026). Mit etwa 73.800 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Netto-Jahresumsatz von rund 11,83 Milliarden Euro.
Kyocera ist auf der „Global 2000“-Liste des Forbes-Magazins für das Jahr 2026 vertreten, die die größten börsennotierten Unternehmen der Welt aufführt. Außerdem hat Kyocera zum vierten Mal die Note A im CDP-Rating (2025) im Bereich Klima und für das Jahr 2025 eine Silberbewertung in der EcoVadis Nachhaltigkeitsumfrage erhalten. Bereits zum zehnten Mal wurde die Kyocera von Clarivate als „Top 100 Global Innovator 2026“ als einer der weltweiten Innovationsträger anerkannt.
Kyocera engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet ca. 539.000 Euro pro Preiskategorie).
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