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Mediendebatte: Wenn Journalisten zu Aktivisten werden

forum Nachhaltig Wirtschaften 1/2014

(Mynewsdesk) München, 17. Dezember 2013. Einen guten Journalisten erkenne man daran, dass er sich auch mit einer guten Sache nicht gemein mache. Ob das Diktum des ehemaligen Tagesthemen-Moderators Hanns Joachim Friedrichs auch in Zeiten gilt, in denen nationale Interessen den Kampf gegen den Klimawandel blockieren und Mensch und Natur immer stärker leiden, diskutieren namhafte Journalisten in der aktuellen forum Nachhaltig Wirtschaften. Der Chefredakteur der ZEIT, Giovanni di Lorenzo, will auch bei einer so lebenswichtigen Frage „den Leser nicht indoktrinieren, sondern ihm die Mittel an die Hand geben, damit er sich eine eigene Meinung bilden kann“. Zugleich berichtet di Lorenzo von einer “ erschreckenden Erfahrung: Unsere Titelgeschichten über Klima oder Nachhaltigkeit waren am Kiosk absolute Flops . Wer Rat weiß, soll sich bitte melden“.

Für einen distanzierten Journalismus plädiert auch Ulrich Brenner, der ehemalige Leiter der Deutschen Journalistenschule (DJS) im Streitgespräch mit forum-Herausgeber Fritz Lietsch . Darin debattieren sie, ob Journalisten gleichzeitig Aktivisten sein dürfen. Brenner bezeichnet etwa Alice Schwarzer „als Grenzfall, den ich nicht beim Journalismus verorte“. Zugleich beklagt er „das Elend des aktuellen Journalismus“, denn die Ausstattung in Redaktionen ginge dramatisch zurück. „Der verantwortungsvolle Journalismus schafft sich gerade selbst ab“.

Fritz Lietsch hingegen macht sich als Journalist „ganz bewusst mit Nachhaltigkeit gemein“, um Umweltthemen in die Öffentlichkeit zu tragen. Er kritisiert das Agenda-Setting in den Medien als zu profitgetrieben. „Verlage greifen Themen wie Nachhaltigkeit nicht auf, obwohl sie gesellschaftlich hochrelevant sind. Denn aus ihrer Sicht lässt sich Nachhaltigkeit nicht gut genug verkaufen“. Der Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins enorm, Marc Winkelmann, sieht Journalisten „mitunter sogar in der Pflicht“, sich mit einer guten Sache gemein zu machen. In der Berichterstattung auf Ausgewogenheit zu setzen und den Klimawandel von „sogenannten Skeptikern leugnen zu lassen“, hält er „für grob fahrlässig“. Auch Marco Eisenack, der Geschäftsführer des mehrfach ausgezeichneten Webmagazins klimaretter.info fordert „neue Darstellungsformen und Medienformate, die sich für eine Sache stark machen und sich dazu ehrlich bekennen“.
Außerdem in forum und jetzt auch als E-Paper :
• Schon kaputt? Todesursache: geplanter Verschleiß

• Das Versagen der Design- und Kommunikationsbranche
Sie motiviert zu Ausbeutung, denn „viel“ und „billig“ sind ihre Götzen. Ein Designer zieht Bilanz.

• Innovationsschmieden
In Futurelabs heben Kreative die Welt aus den Angeln.

• Gibt es Wohlstand ohne Wachstum?
Nein – und auch keinen Umweltschutz, sagt der Wirtschaftsethiker Karl Homann.

Presseinformationen & Bildmaterial finden Sie im  forum-Pressebereich .

forum Nachhaltig Wirtschaften „Produktverantwortung“ ist für 7,50 € zzgl. 3,00 € Porto und Versand (innerhalb Deutschlands) online (auch als PDF und E-Paper) sowie ab 2. Januar im Buchhandel und an Kiosken erhältlich. Das E-Paper lässt sich auf PC, Mac und Linux-Computer lesen. Für die Lektüre auf den mobilen Endgeräten iPad, iPhone und iPod touch gibt es die kostenlose Keosk-App . forum Nachhaltig Wirtschaften erscheint im ALTOP Verlag und berichtet vierteljährlich über neue Entwicklungen, Trends und Erfolgsbeispiele zur unternehmerischen Verantwortung.
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Das Magazin forum Nachhaltig Wirtschaften ist ein Produkt des ALTOP Verlags. ALTOP steht für „All Love to our Planet“. Seit über 25 Jahren setzt sich der Verlag für die Förderung grüner Lösungen, Produkte und Dienstleistungen ein. Weitere regelmäßig erscheinende Produkte sind das Alternative Branchenbuch „Eco-World“ und das „B.A.U.M.-Jahrbuch“ sowie die Events „Storytelling“ und „SusCon“ (www.suscon.net).

Kontakt:
forum Nachhaltig Wirtschaften
Anna Gauto
Gotzinger Str. 48
81371 München
089 / 746611-23
a.gauto@forum-csr.net
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