Neumarkter Lammsbräu startet Projekt Klimastrategie 2.0

Neumarkter Lammsbräu startet Projekt Klimastrategie 2.0

Neumarkt, 8. Juli 2021 – Der Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu hat jetzt sein Projekt „Klimastrategie 2.0“ gestartet. Kernpunkt des Vorreiterprojekts ist die komplett wissenschaftsbasierte Optimierung der erfolgreichen Klimastrategie der Oberpfälzer, mit der sie im eigenen Unternehmen und bei der bezogenen Energie allein seit 2012 schon rund 24 Prozent CO2e eingespart haben.

Johannes Ehrnsperger, Inhaber und Geschäftsführer von Neumarkter Lammsbräu: „Wir achten bereits seit Jahrzehnten darauf, dass wir einen möglichst kleinen CO2-Fußabdruck haben und auch unseren Enkeln eine intakte Welt hinterlassen. Was wir noch nicht vollständig vermeiden können, kompensieren wir durch gezielt ausgewählte Klimaschutzprojekte mit höchsten Standards und sind damit schon jetzt klimaneutral. Gerade mit Blick auf das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens reicht uns das aber noch nicht. Uns ist wichtig, dass unsere Klimaschutzmaßnahmen immer optimal ineinandergreifen, wir in allen Bereichen noch besser werden und damit das Maximum an CO2 einsparen. Wir stellen unsere Klimastrategie deshalb ab sofort konsequent auf den Prüfstand und richten diese als erster mittelständischer Lebensmittelhersteller Deutschlands komplett an den Science Based Targets, kurz SBTs, aus.“

Basis für die wissenschaftliche Optimierung der Klimastrategie des Bio-Pioniers entlang von SBTs ist ein fein abgestimmter Prozess, den die Oberpfälzer im Rahmen einer Initiative der Klimaschutzunternehmen e.V. gemeinsam mit der Universität Kassel, Fachgebiet Umweltgerechte Produkte und Prozesse, bis zum 31.12.2022 durchlaufen. Dieser umfasst drei aufeinander aufbauende Schritte:

1. Eingehende Potentialanalyse am Standort: Bewertung von möglichen Reduktions- und Ausgleichsmaßnahmen anhand von ökologischen und ökonomischen Faktoren. Geprüft wird beispielsweise, welche zusätzlichen Möglichkeiten zur weiteren Steigerung der Energieeffizienz oder Nutzung von Flächen für die Gewinnung regenerativer Energien bestehen.

2. Ausrichten der Klimastrategie entlang der SBTs: Wissenschaftliche Hochrechnung der möglichen und nötigen Treibhausgas-Reduktion bis 2030, Verpflichtung zu Reduktionszielen und Veröffentlichung der Ziele auf https://sciencebasedtargets.org/

3. Zusätzliche Potentialanalyse außerhalb des eigenen Unternehmens: Weiterentwicklung der Treibhausgasbilanzierung und Prüfung von Reduktionspotentialen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Fokus liegt hier beispielsweise auf der bestmöglichen Vermeidung von CO2-Emissionen, die bei der Erzeugung von Getränkezutaten wie Hopfen etc. anfallen.

Anwendung finden die Ergebnisse dieses Prozesses bei der Neumarkter Lammsbräu nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern entlang der gesamten Lieferkette sowie im regionalen Umfeld des Unternehmens. Der Bio-Getränkehersteller bindet seine Partner dabei direkt ein und zeigt auch ihnen praktikable Lösungsansätze auf dem Weg zur weiteren Reduktion, Bindung oder direkten Kompensation ihrer CO2-Emissionen auf.

Ein besonders vielversprechender Ansatz ist dabei der Aufbau bzw. Wiederaufbau von Humus, eine Maßnahme, die die Neumarkter Lammsbräu speziell mit Blick auf die Landwirte aktuell immer weiter voranbringt. Konkret unterstützt Lammsbräu bei zwei Pilotprojekten der eigenen Erzeugergemeinschaft für ökologische Braurohstoffe (EZÖB) den Humusaufbau auf den eigenen Flächen. Außerdem engagiert sich Lammsbräu als Gesellschafter und Gründungsmitglied bei der positerra GmbH , die Landwirte auch mit anderen Unternehmen zusammenbringt, um den regionalen Humusaufbau zu fördern. Denn Fakt ist: Eine intakte Humusschicht ist nicht nur Grundlage für natürliches Bodenleben, fruchtbare Böden sowie bestmögliche Wasserspeicherung, sondern neben Wäldern und Mooren eine der größten natürlichen Kohlenstoff-Senken unseres Planeten. Kohlenstoff-Senken binden freigesetztes CO2.

Nach optimistischen Schätzungen der französischen Regierung würde es schon ausreichen, den Humusgehalt der Böden unserer Erde jährlich um 4 Promille zu steigern, um die gesamten weltweiten CO2 -Emissionen eines Jahres zu kompensieren. Auch wenn speziell Vertreter der deutschen Wissenschaft dies u.a. vor dem Hintergrund der Umsetzbarkeit als eher theoretischen Wert sehen: Der Wiederaufbau gesunder Böden ist auch mit Blick auf das Klima eine zentrale Stellschraube, mit der reine Vermeidungsansätze optimal ergänzt werden können.

Weitere Informationen zum Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu und seinen Klimaschutzmaßnahmen finden Sie im Internet unter www.lammsbraeu.de.

Mehr Informationen zum Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu finden Sie auf www.lammsbraeu.de.

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