Neuigkeiten Timeline

Bildung, Karriere, Schulungen
Oktober 16, 2026

Hör endlich auf zu zweifeln, leg los

IT, NewMedia, Software
Oktober 15, 2026

Tenable nutzt OpenAI GPT Cyber-Modelle zur Erweiterung der automatisierten Sicherheitsprüfung in der CyberAgents Exchange

Tourismus, Reisen
Oktober 15, 2026

Fünf besondere Adressen für ungewöhnliche Nächte in Virginia

Immobilien
Oktober 15, 2026

Ronny Kazyska mit Gastbeitrag bei Finanzen100 über VW-Krise und Immobilienwerte

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Oktober 15, 2026

Bitlance Group vor europäischem Großauftrag: PayPay-Bezahlsysteme für rund 12.000 Carrefour-Filialen vorgesehen

Tourismus, Reisen
Oktober 15, 2026

Lakeview Cannobio erweitert sein Angebot in Cannobio!

Allgemein
Oktober 15, 2026

B2B-SEO im technischen Mittelstand: Was die Forrester-Befragung zur KI im Einkauf für Hersteller bedeutet

Politik, Recht, Gesellschaft
Oktober 15, 2026

Cloud-Kanzleisoftware Amberlo startet in Deutschland

Immobilien
Oktober 15, 2026

Geschäftsführer von ALPHAUS Immobilienbewertung stärkt Gutachtenqualität durch Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17024

Bildung, Karriere, Schulungen
Oktober 15, 2026

Lehrkräfte als Vertrauenspersonen: Warum Zuhören so wichtig ist

Immobilien
Oktober 15, 2026

Warum ein Makler Erbengemeinschaften entlastet

Bildung, Karriere, Schulungen
Oktober 15, 2026

Wenn Kinder ausgeschlossen werden: Wie Erwachsene richtig reagieren können

Bildung, Karriere, Schulungen
Oktober 15, 2026

Wer alles alleine machen will, verliert Zeit und Geld

IT, NewMedia, Software
Oktober 15, 2026

Experten und Strategien für optimale Cybersecurity

RAPSBLÜTE 2017

Deutschlands bedeutendste Öl- und Eiweißpflanze sorgt wieder für blühende Landschaften

RAPSBLÜTE 2017

Rapsblüte 2017 (Bildquelle: UFOP e. V. / Johannes Haas)

In Deutschland haben die alljährlichen Raps-Festspiele begonnen. Die Natur hat wieder die Farbeimer ausgepackt und auf rund 1,3 Millionen Hektar ordentlich gelbe Farbe eingesetzt. Auch wenn es so aussieht, als würde immer mehr Raps angebaut, trügt dieser Eindruck. Schon seit Jahren bewegt sich die Rapsanbaufläche in Deutschland konstant zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Hektar. Jeder einzelne Hektar davon liefert elf Monate nach der Aussaat von lediglich 2,5 kg Saatgut bei der Ernte im Juli zwischen 4.000 und 5.000 kg Rapssaat.

Mecklenburg-Vorpommern ist mit einer Anbaufläche von 235.200 Hektar für den deutschen Rapsanbau weiterhin das bedeutendste Bundesland. Weitere wichtige Anbauregionen sind mit 171.000 Hektar Sachsen-Anhalt, mit 135.500 Hektar Brandenburg und mit 131.900 Hektar Sachsen. Insgesamt repräsentieren die östlichen Bundesländer rund 58 Prozent der in Deutschland ausgesäten Rapsfläche. Mit 129.000 Hektar folgt Niedersachsen im Ranking der Bundesländer. Die Länder Thüringen (122.800 Hektar), Bayern (119.200 Hektar) und Schleswig-Holstein (101.000 Hektar) weisen ebenfalls eine Anbaufläche über 100.000 Hektar auf.

Die Ernte im Juli 2017 wird etwa 5 Mio. Tonnen Rapssaat liefern, die anschließend in Ölmühlen gepresst wird. Dabei entstehen ca. 2,2 Millionen Tonnen Rapsöl. Das Speiseöl aus Rapssaat ist bereits seit 2009 das beliebteste in Deutschland und liegt mit einem Marktanteil von über 40 Prozent deutlich vor Sonnenblumen- und Olivenöl. Der größte Teil des Öls findet sich jedoch nicht in der Küche, sondern als Rapskraftstoff in Fahrzeugtanks wieder. Hier ersetzt es mit einem Anteil von bis zu 7 Prozent konventionellen Dieselkraftstoff. Das schont nicht nur die Erdölreserven, sondern reduziert die Treibhausgasemissionen um durchschnittlich 60 Prozent. Diese unterschiedlichen Verwendungen von Rapsöl werden von den Verbrauchern überwiegend begrüßt. Gut zwei Drittel der Deutschen beurteilen die Beimischung von Biodiesel zu fossilem Diesel positiv, so eine Umfrage von TNS Infratest aus dem letzten Jahr.

Neben Rapsöl entsteht bei der Pressung als zweite Komponente auch proteinhaltiges Rapsschrot, das in der Rinder-, Schweine- und Geflügelmast überaus gefragt ist. Hier ersetzt es als gentechnikfreies Eiweißfuttermittel im großen Umfang Sojaschrot. Diese Gentechnikfreiheit ist Voraussetzung dafür, dass immer mehr Milchprodukte, Eier oder Rindfleisch mit dem Hinweis „ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden dürfen. Raps ist hierfür die mit Abstand wichtigste heimische Proteinquelle. Die dadurch eingesparten Sojaimporte entsprechen einem Anbauumfang von rund einer Million Hektar in Südamerika. So trägt der Rapsanbau in Deutschland indirekt auch zum Schutz der Regenwälder bei.

Die leuchtend gelben Felder besitzen übrigens nicht nur für Menschen eine große Attraktivität. Auch Bienen fliegen im wahrsten Sinne des Wortes auf die gelbe Pracht, denn Raps ist hierzulande als wichtigste Trachtpflanze für die Insekten eine unverzichtbare Nektar- und Pollenquelle. Belohnt wird das mit 40 kg Rapshonig pro Hektar. Gefragt ist dabei der sprichwörtliche Bienenfleiß, denn für ein Glas Honig fliegen die Bienen rund 40.000 Mal aus dem Bienenstock und besuchen dabei zwei bis sieben Millionen Rapsblüten.

Eine Besonderheit der Rapspflanzen ist beim Blick auf die blühenden Felder nicht sichtbar, da sie unter der Oberfläche liegt. Wolfgang Vogel, Vorsitzender der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) und selbst praktizierender Landwirt erklärt, um was es sich dabei handelt: „Rapspflanzen haben eine ausgesprochen lange Pfahlwurzel, die den tiefen Erdschichten mit einer enormen Anzahl von Wurzelhaaren Nährstoffe entnimmt. So bereitet Raps den Boden ideal für die nachfolgenden Pflanzen vor. Das macht die Pflanze so gut, dass beispielsweise der im darauffolgenden Jahr angebaute Weizen bis zu 10 Prozent mehr Ertrag liefert. Das ist für uns Landwirte ein wichtiges Argument für den Rapsanbau.“

Weniger erfreulich ist für die deutschen Bauern und ihre europäischen Kollegen hingegen das seit 2013 bestehende Verbot des Einsatzes bestimmter Pflanzenschutzmittel, das durch die EU-Kommission erlassen wurde. „Durch das geltende Anwendungsverbot für drei Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonikotinoide entstehen uns jährlich Verluste in Höhe von fast 900 Mio. Euro. Sollte der Rapsanbau durch diese Einschränkungen ökonomisch weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, würde dadurch die wichtigste Futterquelle der Bienen und auch ein zentrales und wertvolles Fruchtfolgeglied im Ackerbau verlorengehen“, so Wolfgang Vogel.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
030 31904-225
S.Arens@ufop.de
http://www.ufop.de

Pressekontakt
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
030/440388-0
berlin@wpr-communication.de
http://www.wpr-communication.de

(Visited 52 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert