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Rotes Fleisch und Krebs: Was sagt die Wissenschaft?

Warum die Bewertung von rotem Fleisch häufig missverstanden wird und weshalb zwischen rotem und verarbeitetem Fleisch unterschieden werden sollte

Rotes Fleisch und Krebs: Was sagt die Wissenschaft?

Rotes Fleisch am Spieß (Bildquelle: @shutterstock)

Seit der Veröffentlichung der Bewertung der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) im Jahr 2015 hält sich eine Aussage besonders hartnäckig: „Rotes Fleisch ist krebserregend.“ Tatsächlich ist die wissenschaftliche Bewertung deutlich differenzierter und wird in der öffentlichen Berichterstattung häufig verkürzt dargestellt.

Während verarbeitetes Fleisch von der IARC als „krebserregend für den Menschen“ (Gruppe 1) eingestuft wurde, wird unverarbeitetes rotes Fleisch als „wahrscheinlich krebserregend“ (Gruppe 2A) bewertet. Diese Einstufung beschreibt die Stärke der wissenschaftlichen Evidenz für einen möglichen Zusammenhang, nicht jedoch das individuelle Risiko oder die Größe eines möglichen Effekts.

Rotes Fleisch ist nicht gleich verarbeitetes Fleisch

Ein wesentlicher Punkt der wissenschaftlichen Bewertung ist die klare Unterscheidung zwischen unverarbeitetem und verarbeitetem Fleisch.

Als rotes Fleisch gelten beispielsweise:

– Rindfleisch
– Lamm
– Schweinefleisch
– Kalbfleisch

Verarbeitetes Fleisch umfasst hingegen Produkte wie:

– Wurst
– Salami
– Schinken
– Bacon
– Hot Dogs

Diese Produkte werden durch Pökeln, Räuchern, Fermentation oder andere Verfahren haltbar gemacht oder geschmacklich verändert.

Warum wird überhaupt über rotes Fleisch diskutiert?

Die IARC stützte ihre Bewertung bei rotem Fleisch überwiegend auf epidemiologische Beobachtungsstudien. Diese zeigen statistische Zusammenhänge, können jedoch andere Einflussfaktoren wie Lebensstil, Rauchen, Alkoholkonsum oder Übergewicht nicht vollständig ausschließen. Aus diesem Grund spricht die IARC bei rotem Fleisch ausdrücklich von einer „begrenzten Evidenz“.

Hinzu kommt, dass mögliche Mechanismen häufig nicht das Fleisch selbst betreffen, sondern Stoffe, die bei starker Verarbeitung oder sehr hohen Gartemperaturen entstehen können.

Rotes Fleisch liefert wichtige Nährstoffe

Unabhängig von der Diskussion um einzelne Studien gilt unverarbeitetes rotes Fleisch als bedeutende Quelle verschiedener Nährstoffe.

Dazu gehören unter anderem:

– hochwertiges Protein
– Vitamin B12
– gut verfügbares Häm-Eisen
– Zink
– B-Vitamine

Auch internationale Fachgesellschaften weisen darauf hin, dass rotes Fleisch wertvolle Nährstoffe liefert und die Empfehlung vor allem den Konsum von verarbeitetem Fleisch sowie sehr hohen Mengen betrifft.

Carnivoro ordnet die Studienlage ein

Mit einem ausführlichen Fachbeitrag beleuchtet Carnivoro die wissenschaftlichen Hintergründe zur Diskussion um rotes Fleisch. Dabei werden die Unterschiede zwischen unverarbeitetem und verarbeitetem Fleisch, die Aussagekraft epidemiologischer Studien sowie die Bedeutung der IARC-Einstufung verständlich erklärt.

Ziel ist es, Verbrauchern eine sachliche Einordnung der häufig diskutierten Schlagzeilen zu ermöglichen und wissenschaftliche Bewertungen differenziert darzustellen.

Fazit

Die Frage, ob rotes Fleisch krebserregend ist, lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Die aktuelle wissenschaftliche Bewertung unterscheidet klar zwischen unverarbeitetem und verarbeitetem Fleisch und basiert bei rotem Fleisch auf begrenzter Evidenz aus Beobachtungsstudien. Wer die Studienlage verstehen möchte, sollte deshalb nicht nur Überschriften betrachten, sondern die zugrunde liegenden Bewertungen im Detail einordnen.

Weitere Informationen:
https://www.carnivoro.eu/blogs/ratgeber/rotes-fleisch-ist-krebserregend-oder-etwa-doch-nicht

Carnivoro® ist ein deutsches Unternehmen mit Fokus auf hochwertige tierbasierte Produkte. Der Schwerpunkt liegt auf natürlichen Inhaltsstoffen, transparenter Herkunft und einer sorgfältigen Verarbeitung ohne unnötige Zusatzstoffe.

Kontakt
carnivoro GmbH
Korbinian Huber
Hauptstr. 5
85469 Walpertskirchen
0812255363-43
https://www.carnivoro.eu

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