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SAVE startet Wolfsprojekt in Polen

Schutz für den bedrohten Jäger

Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts war der Wolf in Deutschland ausgerottet. Zwar wanderten immer mal wieder einige Tiere aus Polen über die deutsch-polnische Grenze ein, doch sie überlebten nur kurze Zeit in Deutschland. Ausnahmslos alle wurden umgehend erschossen oder vergiftet.

Nun ist der Wolf vor einigen Jahren wieder nach Deutschland zurückgekehrt und wird von vielen Menschen willkommen geheißen – wenngleich auch nicht von allen. Die meisten der rund hundert deutschen Neubürger stammen aus Polen, wo über die Zeit immer einige Rudel erhalten blieben. Somit gilt diesen über die Jahrhunderte verbliebenen Wolfspopulationen im Osten ganz besondere Aufmerksamkeit.

Der SAVE Wildlife Conservation Fund unterstützt aus diesem Grund ein Schutzprojekt für den polnischen Wolf. Es hat zum Ziel, die Bestände im Osten des Landes und im westlichen Grenzgebiet zu schützen und damit gleichzeitig auch alle abwandernden Tiere in westeuropäische Länder.
Das Wohlergehen des deutschen ist eng mit dem des polnischen Wolfes verknüpft. Aus Polen kommend wanderten in den letzten Jahren immer wieder Wölfe über die Grenze nach Deutschland ein. Zwar steht der Wolf in vielen Ländern Europas, so auch in Deutschland und Polen, unter Schutz. Doch noch immer stehen der Rückkehr der Wölfe irrationale Ängste der Menschen entgegen. Nach wie vor werden sie von Jägern illegal erschossen, nicht wenige wünschen sich nach wie vor, die Tiere für immer auszurotten. Viele Jäger sehen im Wolf eine Konkurrenz, denn wo der Wolf heimisch wird, hat der Jäger kaum noch Wild zum Schießen, wird also überflüssig.

Daher ist Aufklärung und Erhöhung der Akzeptanz bei der Bevölkerung eins der Kernthemen des SAVE-Wolfsprojekts, das das SAVE-Team Polen gemeinsam mit dem Wolfsexperten Prof. Roman Gula durchführt. Das Forschungsgebiet umfasst die Wälder von Heiligkreuz im Südosten des Landes. Hier wurden im Jahr 2006 erstmals seit 1953 wieder Wölfe gesichtet. Untersuchungen haben ergeben, dass die Region fünf bis acht Wolfsfamilien eine Heimat geben könnte.

Der Wolfsexperte wird mit seinem Team den Lebensraum der Wölfe und deren Wanderkorridore intensiv erforschen. Bedeutende Wolfsareale sollen vernetzt, Zerschneidung z.B. durch Straßen verhindert werden. Nutztierhalter bekommen einfach umsetzbare Lösungen zum Schutz ihres Viehs an die Hand um künftig Übergriffe von Wölfen auf Nutzvieh zu verhindern.

Das SAVE-Wolfsprojekt versteht sich auch als Wiedergutmachung dessen, was Menschen dem Wolf in der Vergangenheit angetan haben. Über Jahrhunderte war dieses besondere Raubtier als blutrünstiges Wesen verschrieen und der rigorosen Verfolgung durch den Menschen ausgesetzt. Das soll endgültig der Vergangenheit angehören. Der Wolf soll nun für immer seinen Lebensraum zurückerobern, aus dem er so lange vertrieben war.

SAVE ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich gezielt für die globale und nachhaltige Förderung des Artenschutzes einsetzt

Kontakt:
SAVE Wildlife Conservation Fund
Lars Gorschlüter
Dieselstr. 70
42489 Wülfrath
02058 -78 82-20
l.gorschlueter@save-wildlife.com
http://www.save-wildlife.com

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